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Stoffwindeln wickeln - so geht's ohne Druckstellen

Wenn Sie sich für Stoffwindeln entschieden haben, kommt oftmals gleich die Frage auf: Wie am besten wickeln? Wie bei allen Dingen gibt es auch hier verschiedene Möglichkeiten.

Ein Baby braucht viel Zuwendung und Pflege.
Ein Baby braucht viel Zuwendung und Pflege. © J._Krautheim / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Stoffwindeln
  • Windeleinlage
  • Stoffwindelverschluss
  • Gummihose oder Windelhose

Stoffwindeln wickeln ist eigentlich ganz einfach! Das zumindest behaupten die Mütter und Großmütter, die selbst mit Stoffwindeln gewickelt haben. Aber ist es wirklich so?

Der Mythos und Segen von Stoffwindeln

  • Stoffwindeln sind gut für die Umwelt! - Stimmt, weil Sie sie oft gebrauchen und nicht gleich wegwerfen. Haben Sie allerdings eine nicht umweltfreundliche Waschmaschine und verwenden chemisches Waschmittel, kommt das der Umwelt auch nicht zugute.
  • Stoffwindeln schonen den Babypopo! - Stimmt, da der weiche Mull oder Leinen der Haut schmeichelt. Wird die Stoffwindel allerdings mit Waschmittel gewaschen, welches Rückstände und Duftstoffe enthält, kann darauf die Babyhaut ebenfalls negativ reagieren. 
  • Stoffwindeln sind unpraktisch! - Leider wahr! Eine Wickeltasche mit Stoffwindeln ist immer größer, als mit Wegwerfwindeln. Zudem nehmen die dreckigen Stoffwindeln mehr Platz weg und müssen auch praktisch transportiert werden. Mal ganz abgesehen vom Geruch.
  • Stoffwindeln müssen öfter gewechselt werden! - Stimmt, da sich der Stoff schnell vollsaugt und direkt an Babys Haut klebt, werden die kleinen Popos oft schnell wund, wenn sie zu lang im Nassen liegen. Eine Wegwerfwindel hingegen staut die Nässe in ihrem Kern und saugt die Feuchtigkeit so ein, dass sie weniger an die Haut des Babys kommt.
  • Stoffwindeln vermitteln Tradition und Werte! - Stimmt, denn schon früher wurden Stoffwindeln verwendet und gewickelt. 

Wickeln mit Mull leicht gemacht

  • Zuerst einmal sollten Sie wissen, dass es heutzutage praktische Gummihosen (z. B. von Popolino) bzw. Windelhöschen mit Klett- oder Druckverschluss gibt. Diese wird um die fertig gewickelte Stoffwindel gelegt und schützt somit nochmals die Kleidung. Zudem gibt es spezielle Stoffwindeleinlagen, die die Feuchtigkeit auch noch mal gut einsaugen und so die einfache Stoffwindel unterstützen.
  • Das Dreieckstuch ist wohl die beste Variante zum Wickeln einer Stoffwindel. Dazu falten Sie die Windel einmal diagonal zu einem Dreieck. Bei kleineren Babys am besten noch einmal, sodass ein kleineres Dreieck entsteht.
  • Legen Sie das Dreieckstuch so vor sich hin, dass die lange Seite oben und die Spitze nach unten zeigt. Nun legen Sie das Baby auf die Mitte der langen Seite.
  • Haben Sie eine Wickeleinlage, dann legen Sie diese senkrecht in Richtung Spitze - eben da, wo Babys Popo und Windelbereich ist. Anschließend klappen Sie die Spitze in Richtung Babybauch hoch.
  • Jetzt klappen Sie auch die beiden Seiten des Tuches in Richtung Babybauch um. Schlagen Sie dazu die erste Seite so ein, dass das Ende am Rücken des Babys klemmt. Das andere Ende machen Sie dann an der Seite mit einem Stoffwindelverschluss (Zwicke) fest.
  • Zum Schluss legen Sie das Baby auf die Gummihose, sodass Klettverschluss am Rücken und Popo sind. Klappen Sie nun das Vorderteil hoch und verschließen die Seiten jeweils mit dem Klett.

Fazit: Mit Stoffwindeln wickeln ist eine schöne Sache. Es gibt hierfür wie bei allen Dingen Pro- und Kontrapunkte. Letztlich müssen es die Eltern selbst entscheiden.

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