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Steinpilze sammeln - das sollten Sie beachten

Sie wachsen nicht auf Steinen, wie der Name vielleicht suggerieren mag. Steinpilze haben ein härteres Fleisch als andere Pilze und werden nicht weich, wenn man sie zubereitet. Man kann sie problemlos schmoren, braten, trocknen oder zu Risotto verarbeiten. Doch vor dem Essgenuss kommt das Sammeln. Bevor Sie aber Hals über Kopf in den Wald stürzen, um Steinpilze zu sammeln, sollten Sie erst einige Dinge beachten. Das betrifft besonders Laien, die zum ersten Mal auf Steinpilze-Suche gehen.

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Steinpilze sind sehr geschätzte Speisepilze.
Steinpilze sind sehr geschätzte Speisepilze.

Was Sie benötigen:

  • Pilzbestimmungsbuch
  • Korb (mit Zeitungspapier ausgelegt)
  • Scharfes Messer
  • Zettel und Stift

Steinpilze wachsen von Juli bis Oktober. Sie sind sogenannte Mykorrhiza-Pilze von bestimmten Bäumen, das heißt, sie leben in Partnerschaften mit ihnen. Das machen auch die Namen der Steinpilze deutlich. Denn es gibt nicht nur den einen Steinpilz, sondern verschiedene Arten, wie den Fichtensteinpilz, den Kiefernsteinpilz oder den Eichensteinsteinpilz, auch Sommersteinpilz genannt. Laien fällt es schwer, all diese Arten beim Sammeln unterscheiden zu können. Doch das ist nicht schlimm. Denn alle Steinpilze sind essbar.

Merkmale der Steinpilze genau einprägen

  1. Wenn Sie sich auf den Weg in den Wald machen, achten Sie also darauf, wo sie Steinpilze sammeln wollen. Sie wachsen sowohl in Fichten- und Kiefernwäldern, als auch in Laubwäldern.
  2. Bevor Sie anfangen Steinpilze zu sammeln, werfen Sie zuerst einen Blick in das Pilzbestimmungsbuch, das Sie mitgenommen haben. Schauen Sie sich genau an, wie der Steinpilz aussieht und prägen Sie sich seine Merkmale ein. Er hat einen hellbraunen Stiel mit einer Netzzeichnung. Seine Kappe ist hell- bis dunkelbraun, die Röhren an der Unterseite der Kappe gelb bis oliv-grün. Junge Steinpilze haben eine kugelig-runde Kappe. Steinpilze sehen sehr stämmig und robust aus. Beim Sammeln werden Sie das merken.
  3. Beachten Sie beim Sammeln, dass Steinpilze leicht mit Gallenröhrlingen zu verwechseln sind. Diese Gesellen sind zwar nicht giftig, aber ungenießbar. Besonders die jungen Gallenröhrlinge ähneln den Steinpilzen. Aber je größer sie werden, umso mehr färben sich die Röhren der Gallenröhrlinge ins leichte Rosa. Wenn Sie mit dem Finger hineindrücken, werden sie bräunlich. Im Zweifelsfall machen Sie die Kostprobe: brechen Sie ein Stück vom Pilz ab, zerkauen es und spucken es wieder aus. Einen Gallenröhrling erkennen Sie an seinem sehr bitteren Geschmack. Es lohnt sich nicht, ihn zu sammeln.

Die Pilze finden, putzen und sammeln

  1. Suchen Sie die Steinpilze immer zu Füßen und in der Nähe von Bäumen, egal ob Fichte, Kiefer oder Eiche. Sie wachsen dort einzeln oder in Gruppen.
  2. Haben Sie Steinpilze gefunden, schneiden Sie sie mit dem Messer kurz über dem Boden ab. Sie können die Pilze aber auch vorsichtig, ohne das Myzel zu zerstören, mit der Wurzel herausdrehen. Putzen Sie mit dem Messer den Dreck vom Steinpilz, je nachdem wie sehr er mit Nadeln, Laub oder Erde bedeckt ist.
  3. Um sicher zu gehen, dass Sie keine madigen Steinpilze sammeln, können Sie sie mit dem Messer vom Stiel bis zur Kappe einmal quer durchschneiden. Die Schnittkanten färben sich dabei bläulich. Sind nur wenige Teile vom Steinpilz madig, schneiden Sie sie einfach weg. Wenn der Pilz aber durch und durch madig ist, lassen Sie ihn lieber liegen.
  4. Legen Sie die Steinpilze danach in den Korb, den Sie mitgenommen haben. Stapeln Sie die Pilze nicht allzu sehr übereinander, sonst bekommen sie Druckstellen und werden schneller schlecht. Steinpilze brauchen viel Platz und eine Tüte zum Beispiel ist ungeeignet zum Sammeln.
  5. Wenn Sie eine Stelle entdeckt haben, an der Sie besonders viele Steinpilze sammeln konnten, notieren Sie sie für die nächste Steinpilze-Suche.

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