Sie wollen einen Steckbrief über ein Tier wie zum Beispiel den Regenwurm verfassen? Dieser Steckbrief ist für Kinder in der Grundschule gedacht? Dann gehören einige Grundüberlegungen dazu, was überhaupt in einen solchen Steckbrief gehört.


Über den Regenwurm informieren

  • Egal ob es der Regenwurm, eine Spinne, Wale oder Kaninchen sind, über die Sie informieren wollen, einige Fragen stellen sich bei allen Tieren.
  • Da ist zunächst der lateinische Name, damit eindeutig sicher ist, um welches Tier es geht. Nennen Sie weiterhin, die zugehörige Familie, eventuell die Ordnung und den Stamm. Interessant kann es sein, Zahlen zu nennen, wie viele Arten es in der Familie weltweit gibt und wie viele europaweit oder in Deutschland leben. Vom Regenwurm finden Sie in Deutschland 39 Arten.
  • Auch Hinweise zum bevorzugten Lebensraum gehören in den Steckbrief eines Tieres. Der Regenwurm lebt in feuchter Erde und stirbt, wenn er zu lange der Sonne ausgesetzt ist. In jedem Komposthaufen lebt eine hohe Anzahl des Regenwurms.
  • Die Lebensweise erwähnen Sie unbedingt in einem tierischen Steckbrief. Was frisst das Tier? Ist es nacht- oder tagaktiv? Lebt es in Gruppen oder allein? Wo wohnen die Tiere? Schreiben Sie diese Fragen untereinander auf und arbeiten Sie sie ab. Ein Steckbrief kann auch in Stichpunkten geschrieben sein. 
  • Ebenso stellt sich bei allen Tieren die Frage, wie sie sich vermehren. Legen sie Eier oder kommen lebende Junge zur Welt? Kümmern sich die Elterntiere um ihre Jungen? Oft wollen Kinder wissen, wie lange ein Tier lebt. Der Regenwurm erreicht in freier Natur im Durchschnitt ein Alter von zwei Jahren. Im Labor hat er es auch schon bis zu zehn Jahren geschafft.
  • Neben diesen Grundfragen, die in einen Steckbrief gehören, sind immer solche Dinge wichtig, die bei dem Tier das Besondere sind. Der Regenwurm ist besonders nützlich, da er für die Bodenbeschaffenheit eine große Rolle spielt. Auch Aberglauben und Märchen zu manchen Tieren runden Ihren Steckbrief zu einem informativen Ganzen ab. Lebt der Regenwurm wirklich weiter, wenn man ihn durchtrennt? (Antwort: Nur der vordere Teil kann überleben, stirbt aber meistens auch.)


Einen Steckbrief verfassen

  • Nachdem Sie sich die notwendigen Informationen zusammen gesucht haben, brauchen Sie Ihren Steckbrief nur in die nötige Form bringen. 
  • Praktisch ist es, wenn Sie sich für einen Steckbrief so eine Art Fragebogen zusammen stellen. Dann können Sie diese Fragen für jedes weitere Tier anwenden. 
  • Achten Sie beim Formulieren auf das Alter der Kinder. In der Grundschule müssen Sie noch nicht so sehr auf die Details der Biologie eingehen. Für jüngere Kinder sind die Lebensweise, das Aussehen und eigene Erlebnisse (wenn möglich) immer wichtig.
  • Wenn die Kinder Ihren verfassten Steckbrief alleine lesen sollen, um sich damit eigenständig Wissen anzueignen und Fragen zu beantworten, ist es für die Kinder leichter, wenn Ihr Steckbrief eine übersichtliche Gliederung hat. Bilden Sie Zwischenüberschriften. Gerade in der Grundschule sind kürzere Textabschnitte besser als komplexe Darstellungen.
  • Und nicht zu vergessen: Abbildungen sprechen Kinder besonders an. Ein Steckbrief zum Regenwurm ohne ein Foto dazu, ist für Kinder in der Grundschule nicht geeignet.


Steckbrief Regenwurm – ein Einstieg

  • Der Einstieg ist einfach. Benennen Sie das Tier, in unserem Fall den Regenwurm. Am häufigsten ist es in Deutschland der Tauwurm (Lumbricus terrestris). Weltweit gibt es 3.000 verschiedene Arten.
  • Der Regenwurm ist gut erforscht. Vermutlich wissen Sie viel mehr über ihn, als Sie im Steckbrief unterbringen können. Lassen Sie ruhig einige Informationen weg. Arbeiten Sie die oben genannten Fragen ab, dann ist Ihr Steckbrief zum Regenwurm bald fertig.
  • Je nachdem, wie die Kinder mit dem Steckbrief in der Schule arbeiten sollen, müssen Sie ihn umfangreich oder knapp fassen.  Beschreiben Sie den Regenwurm mit Worten, die für Ihre Kinder geeignet sind.