Wenn Sie vermuten, dass eine Stasiakte über Sie existiert, haben Sie die Möglichkeit, Einsicht in diese Unterlagen zu nehmen. Verwaltet werden diese von der Bundesbehörde für Stasiunterlagen (BStU). Als Privatperson ist es nicht einmal weiter schwierig, die eigenen Stasiakten anzufordern.

Wie Sie Ihre Stasiakten anfordern können:

  1. Einen Eintrag können Sie direkt bei der Zentralstelle der BStU in Berlin stellen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Außenstellen in fast allen ehemaligen DDR-Bezirksstädten.
  2. Auf den Dienststellen der BStU erhalten Sie ein Antragsformular, das Sie allerdings auch direkt als PDF-Datei aus dem Internet herunterladen können. Besuchen Sie zu diesem Zweck folgende Website: http://www.bstu.bund.de. Klicken Sie dann auf „Akteneinsicht“ und im Anschluss auf „Antragsformular“. Daraufhin öffnet sich die Datei auf Ihrem Rechner. 
  3. Zwingend erforderlich ist, dass Sie einen gültigen Identitätsnachweis vorlegen können (z.B. Personalausweis). Damit soll sichergestellt werden, dass keine Unberechtigten Einsicht in die betreffende Stasi-Akten nehmen können. 
  4. Wenn Sie keine der Dienststellen des BStU aufsuchen wollen, haben Sie auch die Möglichkeit, sich die Unterlagen in Kopie zusenden zu lassen. Beachten Sie, dass damit aber weitere Kosten für Sie verbunden sind. 
  5. Nach der Antragsstellung dauert es bis zu drei Monaten, bis die Behörde ermitteln konnte, ob Unterlagen über Sie vorliegen. Sie müssen sich also zunächst etwas in Geduld fassen. 
  6. Weitere Informationen erhalten Sie auch telefonisch von der BStU unter der Servicenummer: 030/2324-7000.