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Spröde Fingernägel - Ursachen & Hilfe

Gepflegte Hände und Nägel sind ein Hingucker. Spröde Fingernägel sehen dagegen unschön aus. Die Ursachen dafür können ganz verschieden sein.

Schöne Nägel möchten gepflegt werden.
Schöne Nägel möchten gepflegt werden.

So entstehen spröde Nägel

Spröde und brüchige Fingernägel können verschiedene Ursachen haben. Eine einfache und häufige Erklärung ist ständiger Kontakt mit Wasser. Dieser besteht in der Regel häufig im Haushalt, aber auch bei der Arbeit.

Kosmetikprodukte können den Nagel austrocknen. Der erste Verdacht fällt auf den Nagellackentferner. Produkte mit Aceton können vor allem bei häufiger Verwendung die Nägel brüchig machen. Auch Nagellack kann zu Nagelproblemen führen, ebenso die regelmäßige Verwendung künstlicher Fingernägel.

Hinter den spröden Nägeln kann auch ein Mangel an Nährstoffen stehen. Eisenmangel verursacht brüchige Fingernägel und Haare sowie rissige Mundwinkel. Bei Eisenmangel sind die Nägel oft löffelartig geformt. Infrage kommt zudem Mangel an Biotin, Folsäure, Vitamin B12, Vitamin A oder Vitamin B.

Spröde Fingernägel können bei Nagelpilz entstehen. Innere Ursachen der Nagelprobleme können eine Schilddrüsenfehlfunktion oder eine Chronische Polyarthritis sein. Die Schuppenflechte geht oft mit Nagelveränderungen wie Krümelnägeln, Ölflecknägeln oder Tüpfelnägeln einher. Bei Krümelnägeln verfällt die Nagelplatte, Ölflecke sind gelbe Verfärbungen und Tüpfelnägel zeigen punktförmige Vertiefungen des Nagels.

Hausmittel bei trockenen Nägeln

Wenn Ihre spröden Nägel auf Einflüsse von außen zurückzuführen sind, behandeln Sie die Nägel schonend. Verzichten Sie auf aufgeklebte, künstliche Nägel. Geht es gar nicht ohne, greifen Sie auf Gelnägel zurück. Diese Art der Nagelverstärkung und Verlängerung ist schonender für den Naturnagel darunter.

Verwenden Sie Nagellack mit pflegenden Inhaltsstoffen. Gute Produkte können gegen brüchige Fingernägel helfen. Sie finden außerdem pflegende, farblose Lacke. Lassen Sie sich in der Kosmetikabteilung im Kaufhaus oder bei der Nagelkosmetikerin beraten. Verwenden Sie zum Entfernen acetonfreien Nagellackentferner.

Pflegen Sie Ihre Hände und Fingernägel gründlich mit Creme und Nagelöl. Cremen Sie Hände und Nägel mehrmals täglich ein. Besonders im Winter sind Ihre Hände und Nägel auf eine Portion Extrapflege angewiesen. Benutzen Sie eine reichhaltige Handcreme und massieren Sie die Creme gut in das Nagelbett ein. Für hartnäckige Fälle gibt es spezielle Nagelbettsalben, die Fett enthalten und vitaminreich sind.

Gut gegen raue Fingernägel hilft ein Handbad mit warmem Olivenöl. Erwärmen Sie eine Tasse Olivenöl und geben Sie einen Schuss Zitronensaft hinzu. Geben Sie die Mischung in eine kleine Schüssel. Tauchen Sie Ihre Fingernägel für mindestens zehn Minuten in das warme Öl. Waschen Sie hinterher das Öl nicht ab, sondern verreiben es gut.

Tragen Sie beim Arbeiten mit Wasser oder Chemikalien grundsätzlich Handschuhe. Schneiden Sie die Nägel nicht mit einer Schere, sondern verwenden Sie eine Feile zum Kürzen. So vermeiden Sie, dass durch den Schnitt Sprünge und Risse entstehen.

Fingernägel durch die Ernährung unterstützen

Um einer Fehlernährung und dem Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen vorzubeugen, ernähren Sie sich abwechslungsreich und vollwertig. Bevorzugen Sie Vollkornprodukte, da diese unter anderem B-Vitamine enthalten. Essen Sie viel frische Pflanzenkost. Um die Nährstoffe zu erhalten, dampfgaren, blanchieren oder dünsten Sie das Gemüse nur kurz.

Eine gute Möglichkeit, um spröde Fingernägel zu behandeln, ist Kieselerde. Machen Sie eine sechs- bis achtwöchige Kur mit Kieselerde. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Auch Biotin kann helfen.

Mit Schüßlersalzen unterstützen Sie Ihren Mineralstoffhaushalt. Bei spröden Fingernägeln empfehlen sich Schüßlersalz Nummer 11 (Silicea = Kieselsäure) und Nummer 3 (Ferrum phosphoricum = Eisenphosphat).

Wann der Arzt sinnvoll ist

Weisen Ihre Fingernägel weiße Punkte, Rillen oder Vertiefungen auf, krümeln sie oder löst sich die Nagelplatte, suchen Sie einen Hautarzt auf. Dieser findet mittels Anamnese, Blutuntersuchung, Hormonbestimmung und Ultraschall die Ursache.

Der Arzt behandelt das Problem ursächlich. Liegt beispielsweise eine Eisenmangelanämie vor, verschreibt er Ihnen Eisenpräparate. Eine Schilddrüsenerkrankung bedarf einer anderen Behandlung als die Schuppenflechte oder Chronische Polyarthritis.

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