Außer Spesen nichts gewesen

  • Unter Spesen versteht man zum einen alle Betriebsausgaben bei Selbstständigen, zum anderen den sogenannten Verpflegungsmehraufwand, den auch Angestellte bei der Steuer in Anrechnung bringen können. 
  • Für Selbstständige ist dieser Satz bitter, bedeutet er doch, dass den Ausgaben kein Ertrag gegenüber stand. Für Selbstständige gilt von vorneherein, dass sie alle Ausgaben und Spesen in der jährlichen Gewinn- und Verlustrechnung für die Steuer mit Belegen nachweisen müssen. 
  • Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um Anschaffungen für Büromöbel oder um klassische Spesen, wie beispielsweise Bewirtungskosten handelt.  
  • Arbeitnehmer können Spesen als Werbungskosten geltend machen, wenn der Arbeitgeber oder Dienstherr diese Auslagen nicht erstattet.

Dienstreisen als Werbungkosten bei der Steuer angeben

  • Arbeitnehmer können in der Steuer die Spesen mit Pauschbeträgen angeben. Bei Dienstreisen im Inland sind die Sätze gestaffelt.
  • Eine Abwesenheit von mindestens acht und höchstens 14 Stunden schlägt mit sechs Euro zu Buche. Bei einer Reisedauer von mehr als 14 und weniger als 24 Stunden können 12 Euro in der Steuer angegeben werden, für eine Reisedauer von mehr als 24 Stunden gilt der Pauschbetrag von 24 Euro für den Verpflegungsmehraufwand. Für Übernachtungskosten werden pauschal 20 Euro angesetzt.
  • Spesen für Auslandsreisen richten sich nach einer Ländertabelle
  • Wer im Rahmen einer Dienstreise übernachtet, muss unbedingt darauf achten, dass der Hotelbeleg das Frühstück ausweist. Andernfalls werden die Spesen um 4,80 Euro gekürzt.
  • Die Pauschbeträge sind verbindlich. Auch wenn die tatsächlichen Ausgaben höher waren, werden nur die in der Spesentabelle genannten Sätze steuerlich anerkannt.