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Sitzsack nähen

Kuschelig, bequem und wohnlich: Ein Sitzsack ist ein besonderes Wohnaccessoire. Nähen Sie ihn selber mit Farbe und Füllung Ihrer Wahl.

So bequem ist ein selbst genähter Sitzsack.
So bequem ist ein selbst genähter Sitzsack.

Was Sie benötigen:

  • 1,10 m x 2,50 m Oberstoff
  • 1,10 m x 2,50 m Inlettstoff
  • Reißverschluss
  • Styroporkugeln
  • Pappe
  • Für Fatboy:
  • Zwei Bettlaken
  • Styroporfüllung

Die Füllung des Sitzsacks

Sitzsäcke sind mit Styroporkugeln oder Styroporchips gefüllt, die Sie lose kaufen können. Nehmen Sie am besten Styropor, das in Beuteln verpackt ist. Beim Umfallen laden sich Kügelchen statisch auf und springen in der Wohnung herum. Hinzu kommt, dass die Kügelchen wegen ihres geringen Gewichts bei Luftzug schnell aufwirbeln.

Ein Sitzsack ist nie prall gefüllt. Das Füllmaterial muss sich frei in ihm bewegen können. Die Füllmenge beträgt etwa ein Drittel des Volumens des Sitzsacks. Ein kegelförmiger Sack mit einem Durchmesser von 75 Zentimetern und einer Höhe von 80 Zentimetern fasst 40 bis 50 Liter Styroporkugeln. Ein rechteckiges Modell mit den Maßen 140 mal 200 Zentimeter füllen Sie mit 500 Litern Füllung.

Das Obermaterial wählen

Das Obermaterial sollte drei Kriterien erfüllen: Wählen Sie einen reißfesten, nicht stretchigen Stoff, der robust ist. Möglich sind feste Leinenstoffe, Jaquard, Jeans, Baumwollstoffe und andere stabile Stoffe.

Passen Sie die Nähnadel Ihrer Nähmaschine an den gewählten Stoff an. Wählen Sie auch den Faden für die Nähte entsprechend. Für feste Jeansstoffe verwenden Sie beispielsweise ein dickeres Garn als für Leinenstoff.

So nähen Sie den Sack

Nähen Sie für Ihren Sitzsack zwei Hüllen nach Pappschablonen, wobei die äußere mit einem Reißverschluss zu öffnen ist.

  1. Schablone basteln. Fertigen Sie eine Schablone als Schnittmuster, die wie ein großer Tropfen aussieht. Die Größe der Tropfen richtet sich nach der gewünschten Sitzsackgröße. Gehen Sie davon aus, dass die breiteste Stelle 40 Zentimeter sein sollte und die Höhe rund 100 Zentimeter.
  2. Stoff ausschneiden. Schneiden Sie aus dem Inlettstoff und dem Oberstoff jeweils sechs Tropfen aus. Lassen Sie drei Zentimeter Nahtzugabe.
  3. Inlett zusammennähen. Nähen Sie die sechs Bahnen des Inletts zusammen, indem Sie von der Spitze bis zur Mitte des Tropfens eine Naht nach der anderen schließen.
  4. Sack schließen. Sie schließen den Sitzsack, indem Sie die sechste Bahn an die offene Seite der ersten Bahn nähen. Lassen Sie bei dieser Naht in der Mitte 50 Zentimeter offen. 
  5. Inlay befüllen. Befüllen Sie nun Ihr neues Wohnaccessoire mit den Styroporkugeln. Das geht am besten, wenn Sie diese im Beutel kaufen, die Öffnung des Beutels in den Sack schieben und die Kugeln hineinrutschen lassen.
  6. Letzte Naht schließen. Wenn das Styropor im Sack ist, schließen Sie die Naht mit kleinen festen Stichen.
  7. Oberstoff zusammennähen. Nähen Sie in der gleichen Art einen zweiten Sack auf dem Oberstoff und lassen Sie bei der letzten Naht 80 Zentimeter offen.
  8. Reißverschluss einnähen. Dort nähen Sie den Reißverschluss ein.
  9. Innensack hineinschieben. Schieben Sie den gefüllten Innensack durch die Öffnung.
  10. Spitzen zusammensteppen. Nähen Sie die Spitze des Innensacks und die des Außensitzsacks zusammen.
  11. Reißverschluss schließen. Schließen Sie den Reißverschluss und fertig ist Ihr Sitzsack.

Einen Fatboy nähen

Wenn Sie einen Sitzsack ähnlich dem Fatboy nähen wollen, greifen Sie auf Bettbezüge für ein französisches Bett zurück, das spart viel Arbeit.

  1. Bettbezüge kaufen. Kaufen Sie zwei Bezüge der Größe 140 mal 200 Zentimeter.
  2. Bettbezug füllen. Befüllen Sie einen Bezug mit den Styroporkugeln und nähen ihn mit zwei Reihen Steppstichen an der Nähmaschine zu.
  3. Reißverschluss einnähen. Verwenden Sie für den äußeren Bezug einen, der mit Reißverschluss geschlossen wird oder nähen Sie einen Reißverschluss dort ein, wo die Knopfleiste ist.
  4. Inlay in Außenbezug schieben. Geben Sie den gefüllten Bezug in den äußeren Bezug.
  5. Ecken zusammennähen. Nähen mit wenigen Stichen von Hand die vier Ecken des inneren Sacks an die des äußeren, damit die beiden Bezüge zusammensitzen.

Eine weitere Möglichkeit für einen Sitzsack besteht darin, sechs Seitenteile sowie einen Boden und ein Oberteil als Sechseck auszuschneiden und zusammenzunähen. Schaffen Sie sich durch Ihren persönlichen Sitzsack ein gemütliche Sitzmöglichkeit.

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