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Serumreaktion - Anleitung für ein einfaches Experiment

Die Serumreaktion, auch Serum-Präzipitin-Test genannt, dient dem Verwandtschaftsnachweis verschiedener Arten. Beim Verständnis und der Veranschaulichung kann ein einfaches Experiment helfen, das ganz ohne Blut und viel Aufwand auskommt.

Eine Serumreaktion können Sie auch ohne Blut veranschaulichen.
Eine Serumreaktion können Sie auch ohne Blut veranschaulichen.

Was Sie benötigen:

  • Milch
  • destilliertes Wasser
  • Zitronensäure
  • rote Lebensmittelfarbe

Die Serumreaktion einfach erklärt

Mithilfe der Serumreaktion kann nachgewiesen werden, wie eng verschiedene Arten miteinander verwandt sind. Als typisches Beispiel gilt die Verwandtschaft von Mensch, Orang-Utan und Schimpanse.

  1. Zunächst muss menschliches Blutserum, also der flüssige Anteil des menschlichen Blutes, gewonnen werden.
  2. Dieses Serum wird einer möglichst weit entfernten Art, beispielsweise Kaninchen, injiziert.
  3. Innerhalb weniger Tage entwickeln sich im Kaninchenblut Antikörper gegen die Eiweiße des menschlichen Blutserums. Wird das Kaninchenblut entnommen und aufbereitet, dient es als Testserum.
  4. Das so entstandene Testserum wird zu jeweils einer Blutprobe von Mensch, Orang-Utan und Schimpanse gegeben.
  5. Die Antikörper im Testserum bewirken eine Verklumpung und infolgedessen einen Niederschlag in den Blutproben. Je näher die Verwandtschaft, desto größer die Verklumpung und Ausflockung. In diesem Beispiel würde also in der menschlichen Blutprobe eine 100%ige Ausflockung erfolgen, denn die Antikörper richten sich ja gegen die menschlichen Bluteiweiße. Im Schimpansenblut würde ebenfalls eine starke Ausfällung erfolgen, diese sind also sehr nah mit dem Menschen verwandt. Bei der Orang-Utan-Probe käme es hingegen zu einer geringeren Ausflockung. Diese Art ist also immer noch mit dem Menschen verwandt, aber in geringerem Ausmaß als der Schimpanse.  

Soll eine Serumreaktion veranschaulicht werden, müssen dafür allerdings keine Blutproben genommen werden.  

Den Serum-Präzipitin-Test nachstellen - so geht’s

  1. Füllen Sie zunächst Vollmilch in ein transparentes Gefäß, beispielsweise in ein Reagenzglas.
  2. Geben Sie in ein zweites Gefäß die halbe Menge der Milch und in das dritte ein Viertel der ersten Milchmenge.
  3. Füllen Sie das zweite und dritte Glas mit destilliertem Wasser auf, sodass in allen Gläsern die gleiche Menge enthalten ist.
  4. Damit die Milch-Wasser-Mischung möglichst „echt“ wirkt, können Sie nun noch rote Lebensmittelfarbe zugeben.
  5. Lösen Sie pulverförmige Zitronensäure mit wenig destilliertem Wasser auf. Die Mischung sollte flüssig aber möglichst hoch konzentriert sein. Denn je höher der Säuregehalt, desto schneller und intensiver der Niederschlag.
  6. Geben Sie die Zitronensäurelösung zu gleichen Teilen in jedes Reagenzglas. Die Ausflockung des Milcheiweißes bildet die Serumreaktion nach.

Tipp: Soll der Serum-Präzipitin-Test als Teil eines Vortrages veranschaulicht werden, sollten Sie ihn schon im Vorfeld zu Hause testen. So bekommen Sie ein Gefühl für die richtigen Mischungen und die Schnelligkeit der Niederschlagsbildung. 

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