Wenn man sich eine Schulterprellung zugezogen hat, ist der Schmerz eher das, was einem zu schaffen macht, schon bevor man die Bewegungseinschränkung überhaupt bemerkt.

Erste Maßnahmen nach einer Schulterprellung

Auch bei Schulterprellungen zählt, wie bei fast allen Gelenk- und Muskelverletzungen, die PECH-Regel.

  • P (Pause): Pausieren Sie sofort mit dem Sport oder anderen Bewegungen. Lassen Sie die Verletzung unbedingt ärztlich abklären, damit schwerwiegende Schäden ausgeschlossen werden können und Sie medikamentös versorgt werden können.
  • E (Eis): Kühlen Sie Ihre Schulter. Durch die Kühlung wird der Stoffwechsel etwas verlangsamt und die Schädigung kann eingedämmt werden. Außerdem verengen sich die Blutgefäße und ein Hämatom kann so an seiner Ausdehnung gehindert werden. Beachten Sie bitte, dass das Eis nie zu lange auf einer Stelle liegen sollte und nicht auf die nackte Haut gelegt werden soll, um Kälteschäden zu verhindern.
  • C (Compression): Mit einem Verband kann die Ausbreitung von Schwellungen begrenzt werden, wobei die Schulter ein Gelenk ist, welches sich sehr schwer verbinden lässt, hier ist eher die Ruhigstellung mittels eines Dreiecktuches angebracht.
  • H (Hochlagern) lagern Sie Ihre Schulter und den Arm so, dass Sie einigermaßen schmerzfrei sind. Am besten ist es, wenn Sie sich hinlegen und den Arm mit Kissen so lagern, das der Ellenbogen höher liegt als Ihr Oberkörper.

Tipps zur weiteren Schmerzlinderung

Nach den anfänglichen Maßnahmen sollten Sie mit diesen Tipps versuchen, den Arm so weit wie möglich zu schonen, bis die Schmerzen vollständig abgeklungen sind.

  • Hilfreich können hierbei Eispacks sein, die Sie kurzfristig immer wieder zur Schmerzlinderung auflegen können.
  • In vielen Drogerien oder Apotheken können Sie kühlendes Gel erhalten. Damit reiben Sie Ihre Schultern ein, bevor Sie sich anziehen. Somit erreichen Sie eine länger andauernde und nicht zu starke Kühlung. Diese Gels sind meistens ohne Zusätze von Medikamenten.
  • Bewegen Sie den Arm nicht über den schmerzhaften Radius hinaus.
  • Lassen Sie sich gegebenenfalls beim Anziehen oder Tragen von Lasten helfen, damit Ihre Schulter nicht übermäßig beansprucht wird.
  • Vermeiden Sie es, schwere Dinge zu heben, bei denen Zug auf das Schultergelenk entsteht.
  • Überkopfarbeiten sollten Sie so lange vermeiden, bis Sie wieder schmerzfrei sind.

Auch wenn diese Tipps zur Schmerzlinderung hilfreich sind, bleibt ein Arztbesuch meistens nicht aus. Akute Schmerzen lassen sich medikamentös am besten behandeln.

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