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Schafhaltung als Hobby - Tipps

Die Schafhaltung findet immer mehr Anhänger. Nicht nur die Wolle, sondern auch die Milch wird gerne genutzt. Sie sollten jedoch wissen, dass auch die Haltung von Nutztieren als Hobby gesetzlichen Vorschriften unterliegt, die Sie beachten müssen.

Bei der Schafhaltung rechtliche Bestimmungen beachten
Bei der Schafhaltung rechtliche Bestimmungen beachten

Schafhaltung artgerecht durchführen

  • Bei einer artgerechten Schafhaltung ist es wichtig für Sie zu wissen, dass sich die Nutztiere nur in einer Gruppe wohlfühlen. Sie unterliegen einer Rangordnung, wobei meist das erfahrenste weibliche Schaf die Herde anführt.
  • Beachten Sie, dass auch Ihre Schafe, die zu Ihrem Hobby werden sollen, eine ausreichend große Weidefläche und einen Witterungsschutz benötigen, um nach tierschutzrechtlichen Aspekten leben zu können. Verfügen Sie über einen Auslauf von mindestens 1000 m2, können Sie ohne Bedenken drei bis fünf Tiere kaufen. Dabei sollte im Stall für jedes Schaf eine Bodenfläche von 2 m2 zur Verfügung stehen.
  • Es ist interessant für Sie zu wissen, dass Schafe zu den Wiederkäuern gehören. Sie ernähren sich vorwiegend von rohfaserreichem Futter und benötigen sechs bis acht Stunden für die Nahrungsaufnahme. Dabei sollten sie nicht gestört werden.
  • Ihre Nutztiere fressen neben Heu und Gras auch Gemüse und lieben es, als Leckerei Obst oder Pferdeleckereien zu bekommen. Dies schafft Vertrauen und erleichtert das Handling mit Ihren Tieren, das notwendig ist, um beispielsweise ärztliche Behandlungen durchführen zu lassen.
  • Achten Sie auf täglich frisches Wasser, das sowohl auf der Weidefläche als auch im Stall zugänglich sein sollte. Entfernen Sie jeden Tag die Futterreste und den Kot und überprüfen Sie bei dieser Arbeit den Gesundheitszustand Ihrer Schafe. Dazu gehört auch die Klauenpflege.
  • Kommen Sie häufig durch Ihr Hobby mit Ihren Nutztieren in Berührung, ist ein regelmäßiger Impfschutz der Paarhufer in der Schafhaltung unerlässlich. Dazu gehört vor allem der Schutz gegen Blauzungenkrankheit und Q-Fieber. Es ist für Sie wichtig zu wissen, dass auch Schafe mit Endo- und Ektoparasiten befallen sein können, die durch wirksame Mittel entfernt werden sollten.
  • Beachten Sie, dass Schafe an Krankheiten leiden können, die durch Erreger übertragen werden, die auch den Menschen befallen können. Zu diesen Zoonosen gehören beispielsweise die Salmonellenbakterien, Borrelien und Chlamydien, aber auch verschiedene Wurmarten. Führen Sie daher konsequent Hygienemaßnahmen durch.

Vorschriften auch bei der Hobby-Haltung von Nutztieren beachten

  • Auch wenn Sie die Schafhaltung zum Hobby machen, unterliegen Sie gesetzlichen Bestimmungen, die Sie einhalten müssen. Dazu gehört, dass Sie Ihre Tiere nicht nur beim Veterinäramt und bei der Tierseuchenkasse anmelden müssen, sondern sie auch bei der Schaf/Ziegen-Datenbank der HI-Tierliste registriert werden. Daher sind Sie verpflichtet, Ihre Schafe mit einem Transponder oder einer Ohrmarke zu kennzeichnen und ein Bestandregister zu führen.
  • Zusätzlich tragen Sie in einem Bestandbuch die Zu- und Abgänge Ihrer Tiere ein. Die durchgeführten ärztlichen Behandlungen und verabreichten Medikamente sind zu dokumentieren.
  • Beachten Sie, dass Sie für die Schafhaltung keine behördliche Erlaubnis benötigen, da es sich um Nutztiere handelt. Sobald Sie Ihr Hobby zum Beruf machen und beispielsweise Jungtiere verkaufen, handeln Sie gewerblich, was bedeutet, dass Sie neben der Sachkunde nach § 11 Tierschutzgesetz auch die Erlaubnis der zuständigen Behörde benötigen. Dazu müssen ein Gewerbeschein und eine Steuernummer beantragt werden.
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