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Klauenstand für Schafe selber bauen - so geht es

Das Klauenschneiden stellt bei allen Paarhufern eine sehr unbequeme und kraftraubende Anstrengung für die behandelnde Person dar. Schafe machen da keine Ausnahme, obwohl sie noch relativ leicht gehändelt werden können. Wer handwerklich einigermaßen geschickt ist, kann sich eine wertvolle Hilfe dazu zusammenschweißen. Ein Klauenstand erleichtert die Arbeit ungemein und muss nicht kompliziert sein.

Auch Schafe benötigen Fußpflege.
Auch Schafe benötigen Fußpflege. © WESERGALERIE__(A._Arnemann) / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Eisenrohr 3/4''
  • Flacheisen 3 mm x 40 mm
  • Spanngurt 50 mm breit

Ein Klauenstand ohne Mechanik

  • Industrielle Anbieter präsentieren manchmal wahre Auswüchse an Material und mechanischen Funktionen, wenn es um einen Klauenstand für Schafe geht. Viele Praktiker haben bewiesen, dass es auch einfacher und in Eigenleistung geht. Es kommt immer darauf an, für welchen Einsatzzweck ein solches Gerät gedacht ist.
  • Für den Schafhalter, der seine kleine bis mittlere Herde selber behandelt, ist ein einfaches Gerät auch schon eine wirksame Arbeitserleichterung und er kann es sogar selber bauen, wenn er die einfachsten Fertigkeiten beim Schweißen beherrscht. Ein solches Gerät soll hier beschrieben werden.

Die Größe der Schafe ist wichtig

Die durchschnittliche Größe aller Tiere ist ausschlaggebend für die Maße des Klauenstandes. Richten Sie sich dabei eher nach den etwas überdurchschnittlich großen Tieren, die deutlich kleineren können bei Bedarf auf eine kleine Rampe gestellt werden, um in den Klauenstand zu passen.

  1. Das Prinzip des Standes ist simpel. Er wird wie eine Wanne auf dem Rücken des Tieres angeschnallt und das Tier wird mithilfe der Konstruktion rückwärts ausgehoben und abgestellt. Dazu hat der Klauenstand eine Art Sitz mit untergebauter Schaukel und zwei Stützen (beweglich, mit Anschlag), die ihn im gekippten Zustand halten.
  2. Bemessen Sie den Sitz so, dass dieser ca. 5 bis 10 cm über dem Boden endet, wenn das Gerät auf dem Tier liegt. Dann muss die Schaukel direkt am Sitz beginnen, damit das Tier sofort ausgehoben wird, wenn Sie das Gerät zurückziehen. Ein Fuß sorgt für die Abstützung beim ersten Ruck nach hinten. Je weiter die Schaukel nach hinten reicht, desto höher liegen die Schafe.
  3. Die Liegefläche für das Schaf ist entweder ein breites Bandeisen oder auch ein Textilgurt, der an den Längsholmen des Standes angeschnallt werden kann. Bemessen Sie die beiden Ständer so lang, dass das Schaf nicht waagerecht zum Liegen kommt, sondern etwas mehr sitzt. Diese Haltung ist ihm angenehmer, besonders mit einem vollen Bansen.
  4. Die beiden Schaukelschienen dürfen etwas nach außen ausgestellt sein, um das Kippmoment zu verringern. Damit die Schaukel nicht zurückkippt (Schwerpunkt beachten!), sorgen zwei klappbare Stützen am Sitz bei Bedarf für Arretierung. Sie werden nach Ende der Arbeit einfach wieder hochgeklappt. Das Tier stellen Sie dann wieder auf die Beine und entfernen das Gestell - fertig.
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