Die richtigen Quellenangaben sind nicht nur bei einem Referat Pflicht. In der wissenschaftlichen Arbeit kann ohne sie eine Leistung völlig verweigert werden, mit zum Teil schwerwiegenden Konsequenzen für das Studium und den späteren akademischen Werdegang.
29.09.2011
Tobias Gawrisch
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Richtige Quellenangaben formatieren und zitieren
Quellenangaben sollten sehr ernst genommen werden, da Sie quasi die schriftliche Form eines Urheberrechtsvertrags sind und somit die gedankliche Innovationsleistung anderer würdigen, indem deren Gedanken hervorgehoben werden. Solche Aussagen nicht entsprechend zu belegen, entspricht einem Verstoß gegen das Urheberrechtsgesetz und kann u. U. sogar zu Gerichtsverhandlungen führen - die richtige Vorgehensweise ist daher äußerst wichtig.
- Wenn Sie Gedanken eines anderen Autors übernehmen oder paraphrasieren, sollte am Ende Ihrer Arbeit immer ein vollständiges Literaturverzeichnis mit allen für diese Arbeit genutzten Quellenangaben angehängt werden. Darin muss enthalten sein: Autor, Erscheinungsjahr, Titel, Erscheinungsort, Verlag und, bei Dokumenten, die über mehrere Seiten gehen, der Seitenbereich, der genutzt wurde. Ein Beispiel hierzu sieht wie folgt aus: Lewis, Michael (2011): The Big Short, London, Penguin UK, S. 12-58.
- Welche Formatierung Sie für dieses Literaturverzeichnis und die Quellenangaben nutzen, ist weitestgehend Ihnen überlassen. Die meisten akademischen Fakultäten besitzen hier eigene Richtlinien und keine konstante Formatierung kann kategorisch als falsch angesehen werden, solange alle aufgeführten Informationen enthalten sind.
- Bereits im Text sollten Sie dann einzelne Sätze oder auch ganze Abschnitte mit den richtigen Kurzverweisen versehen. Diese bestehen üblicherweise aus dem Nachnamen des Autors, dem Erscheinungsjahr und der Seite in einer Klammer am Ende des jeweiligen Satzes oder Abschnitts. Ein solcher Verweis muss immer dann gemacht werden, wenn Sie Gedanken eines anderen Autors übernehmen, paraphrasieren oder direkt zitieren. Bezogen auf das vorangegangene Beispiel sähe diese wie folgt aus: (Lewis, 2011, S. 13)
- Direkte Zitate müssen unmittelbar nach dem Ende des Zitats (und nicht erst am Ende des Satzes oder Abschnitts) zumindest mit einem solchen Kurzverweis belegt werden. Kurzverweise können auch in der Form von Fußzeilen eingesetzt werden, dann verweist eine kleine Zahl im Text auf den Kurzverweis in der Fußzeile, welcher wiederum auf den vollständigen Verweis im angehängten Literaturverzeichnis verweist. Ein Kurzverweis in einer Fußzeile muss natürlich nicht noch extra in Klammern stehen.

