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Richtig fasten - Anleitung

In der Tierwelt gehören regelmäßige Fastenphasen zum normalen Lebensrhythmus dazu. Aber auch bei den Menschen ist der zeitweise Verzicht auf feste Nahrung nicht mehr wegzudenken. Die entgiftenden und heilenden Wirkungen des Fastens sind hinreichend bekannt. Im Laufe der Zeit haben sich vom klassischen Buchinger-Fasten über das Wasserfasten bis hin zum Basenfasten unterschiedliche Formen und Variationen entwickelt. Mit Hilfe einer entsprechenden Anleitung ist richtiges Fasten gar nicht schwer und bietet eine Auszeit für Körper und Geist.

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Richtig fasten gelingt mit Hilfe geeigneter Getränke, zum Beispiel mit einer kräftigen Gemüsebrühe!
Richtig fasten gelingt mit Hilfe geeigneter Getränke, zum Beispiel mit einer kräftigen Gemüsebrühe!

Was Sie benötigen:

  • Ballaststoffhaltige Nahrungsmittel für den Entlastungstag
  • Buttermilch, Sauerkrautsaft, Molke oder Glaubersalz zum Abführen
  • Darmklistier
  • Fastengetränke: Kräutertee, Gemüsebrühen, stilles Wasser
  • hochwertige Körperöle
  • Zungenschaber

Richtig fasten nach Buchinger - Allgemeine Regeln

  • Wenn Sie richtig fasten möchten, sollten Sie einige Grundregeln befolgen. Berücksichtigen Sie vor allem, dass jegliche Art von fester Nahrung während einer Fastenwoche nicht erlaubt ist. Nehmen Sie ausschließlich geeignete Fastengetränke zu sich.
  • Verzichten Sie während der Fastenzeit auf so genannte "Genussgifte" wie Alkohol, Nikotin und Kaffee.
  • Fördern Sie Ihre Ausscheidungen über Darm, Haut und Lunge.
  • Halten Sie sich fern von Termindruck und Stress. Erstfaster sollten während des Urlaubs fasten.
  • Chronisch Kranke, Depressive und Menschen, die unter Esssucht oder Bulimie leiden, sollten nicht fasten. Einschränkungen bestehen außerdem für Patienten, die ständig Medikamente einnehmen müssen. Bitte suchen Sie in jedem Fall vor Fastenbeginn einen Arzt auf, der individuell entscheidet, ob Ihr aktueller Gesundheitsstatus eine Fastenwoche zulässt.

Anleitung für die Nahrungszusammenstellung

  • Erstfaster sollten nicht länger als 5 Tage fasten. Vor Fastenbeginn sollten Sie zwei Entlastungstage einlegen, die den Einstieg in die Fastenwoche erleichtern. Halten Sie sich unbedingt an diese Anleitung! Nehmen Sie zu diesem Zweck ballaststoffhaltige Nahrungsmittel zu sich, zum Beispiel Birchermüsli, Gemüsefrischkost mit Pellkartoffeln oder Obstsalat.
  • Leiten Sie den ersten Fastentag mit einer gründlichen Darmentleerung ein. Bei Menschen mit einer gut funktionierenden Verdauung reichen zu diesem Zweck 1 Glas Sauerkrautsaft, Buttermilch oder Molke aus. Wenn Sie Ihren Darm auf diese Weise nicht richtig entleeren können, sollten Sie auf Glaubersalz zurückgreifen, das Sie in Wasser aufgelöst zu sich nehmen. Bitte sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrem Apotheker oder Arzt, insbesondere in Hinblick auf Dosierung, Gegenanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen.
  • Nehmen Sie während der gesamten Fastenwoche ausschließlich Flüssigkeit zu sich. Morgens und mittags eignen sich je 2 Tassen Kräutertee. Für zusätzliche Mineralstoffe sorgen geeignete Gemüsebrühen, die Sie am Besten selbst zubereiten. Kochen Sie für eine kräftigende Kartoffelbrühe aus 250g Kartoffeln, 2 Möhren, 1/2 Stange Porree, 1/4 Knolle Sellerie, etwas Petersilienwurzel und Gewürzen wie Kümmel, Majoran, Gemüsebrühe, Salz Muskatnuss und Petersilie eine Suppe und streichen Sie diese durch ein feines Sieb.
    Abends können Sie Obst- oder Gemüsesäfte zu sich nehmen. Trinken Sie zwischendurch mindestens 2 Liter Wasser!
  • Das klassische Fastenbrechen wird nach der Anleitung von Dr. Buchinger mithilfe eines gut reifen oder gedünsteten Apfels durchgeführt. Führen Sie nach dem Fasten mindestens 2 Aufbautage durch, während derer Sie Ihren Körper schonend an feste Nahrung gewöhnen. Beginnen Sie mit Tomaten- oder Kartoffelsuppen und greifen Sie dann auf ballaststoffhaltige Lebensmittel wie Pellkartoffeln, Trockenfrüchte und Möhrengemüse zurück.

Richtig fasten - Anleitung für eine ausgewogene Karenzzeit

  • Während der Fastenzeit sollten Sie Ihrem Körper Ruhe gönnen und ihn nicht überfordern. Legen Sie zusätzliche Erholungsphasen ein und ziehen Sie sich in turbulenten Phasen zurück.
  • Führen Sie mehrmals während der Fastenzeit einen Einlauf durch, um Ihre Darmausscheidungen zu fördern. Alternativ können Sie auch auf Sauerkrautsaft oder Molke zurückgreifen. Fördern Sie mit bewussten Übungen die Abatmung über die Lunge.
  • Pflegen Sie Ihre Haut mit hochwertigen Ölen, um eine Austrocknung zu vermeiden.
  • Beginnen Sie jeden Fastentag mit einem Luftbad bei geöffnetem Fenster und 5 Minuten leichter Morgengymnastik.
  • Während der Fastenwoche kann es leichter zu Frösteln kommen. Halten Sie sich mit Wollsocken und Wärmflasche warm!
  • Bewegen Sie sich moderat, aber überfordern Sie sich nicht. Entspannte Spaziergänge an der frischen Luft beleben Ihren gesamten Organismus.
  • Wenn Sie unter Mundgeruch und Zungenbelag leiden, sollten Sie mehrmals am Tag einen Zitronenschnitz aussaugen oder Kalmuswurzel kauen. Abhilfe verschafft auch ein spezieller Zungenschaber, den Sie in gut sortierten Apotheken erhalten.
  • Bedenken Sie: Fasten bedeutet nicht hungern, sondern Nährstoffversorgung von innen heraus. Genießen Sie die freiwillige Karenzphase in vollen Zügen und freuen Sie sich über die gesundheitlichen Vorzüge, welche die Fastenzeit mit sich bringt!

Bitte beachten Sie, dass die vorgestellten Methoden nicht den Arztbesuch ersetzen. Besonders Erstfaster und Patienten mit bestehenden Erkrankungen sollten vor dem Fasten unbedingt einen Mediziner aufsuchen! Insbesondere beim Einsatz von Abführmitteln zur Darmentleerung muss zuvor zwingend medizinischer und/oder pharmazeutischer Rat eingeholt werden!

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