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Puls messen - so geht's

Als Sportler müssen Sie Ihren individuellen Puls kennen und messen können. Auch vom Arzt wird immer wieder bei den verschiedensten Krankheitsursachen eine Pulskontrolle verordnet. Aber nur die wenigsten wissen, wie man seinen Puls richtig misst und auf was man dabei achten sollte. Erfahren Sie jetzt, wie Sie Ihren Puls richtig messen können.

So können Sie bei sich selbst den Puls messen.
So können Sie bei sich selbst den Puls messen.

Was Sie benötigen:

  • Pulsuhr
  • Optional eine Uhr mit Sekundenzeiger
  • eine freie Hand

Was der Puls für den Menschen bedeutet

  • Fälschlicherweise wird die Herzfrequenz häufig mit dem Puls gleichgestellt. Die Herzfrequenz ist jedoch nur ein Anteil des Pulses. Unser Puls verrät uns die Häufigkeit unseres Herzschlages, die Druckanstiegsgeschwindigkeit in den herznahen Gefäßen während der Systole, die Regelmäßigkeit unseres Herzschlages, den absoluten Druck, das gefüllte Volumen in den peripheren Gefäßen und die Weitergabe der Druckwelle bis in die kleinsten Gefäße.
  • Eine Pulsmessung ist die durchgeführte Untersuchung der Herzaktion durch das Ertasten des an den peripheren Arterien gefühlten Herzschlages. Diesen Vorgang nennt man Palpation oder palpatorische Messung.

Die Höhe der zu messenden  Herzschläge ist unterschiedlich 

  • Bei kleinen Kindern ist der Ruhepuls stets etwas höher als bei einem Erwachsenen. So liegt er bei Föten bei etwa 150 Schlägen pro Minute, während der Puls bei einem Erwachsenen bei ca. 60 - 80 Schlägen je Minute liegt.
  • Der normale Ruhepuls bei Säuglingen liegt bei ca. 130 Schlägen/Min, bei Kindern bei etwa 100 Schlägen/Min, bei Jugendlichen liegt der Puls aber nur bei ca. 85 Schlägen/Min und bei älteren Menschen und Senioren etwas höher, nämlich bei 90 Pulsschlägen je Minute. Bei Ausdauersportlern ist der Puls oftmals deutlich niedriger. Hier liegt der Ruhepuls oft nur bei 30 bis 40 Schläge pro Minute
  • Liegt Ihr Ruhepuls als Erwachsener bei über 100 Schlägen in der Minute, kann man von einer Tachykardie sprechen, während man bei Pulsschlägen unter 60 pro Minute von einer Bradykardie redet und wenn jemand gar keinen tastbaren Puls aufweisen kann, ist von einer Asystolie die Rede.

Wo kann man am besten den Puls messen

  • Manchesmal können Sie eine gute Stelle zur Pulsmessung schon von außen erkennen. Beispielsweise bei oberflächlich liegenden arteriellen Gefäßen kann man die sich gleichmäßig fallende und hebende Haut sehen. So ist dies häufig an den Schläfen der Fall oder aber auch am Handgelenk.
  • Sehr gut lässt sich der Puls auch ertasten an Stellen, an denen die obenliegend verlaufende Arterie gegen einen Knochen oder Muskel gedrückt werden kann.

Wie gehen Sie beim Messen des Pulses richtig vor

  1. Halten Sie sich eine Uhr mit Sekundenzeiger oder eine Pulsuhr bereit 
  2. Wählen Sie eine geeignete Arterie und ertasten diese mit leichtem Druck
  3. Zählen Sie dann 15 Sekunden lang die Pulsschläge und nehmen den Wert anschließend mal vier. So haben Sie sich den Wert für eine Minute errechnet. Beginnen Sie bei der Zählung immer mit Null

Was sollten Sie bei der Pulsmessung beachten

  • Führen Sie die Messung in einer Praxis aus, vergessen Sie nicht den Patienten vorher über Ihr Tun zu informieren und ertasten Sie bei regelmäßiger Messung den Puls immer an gleicher Stelle
  • Lassen Sie Vorsicht walten bei der Arteria carotis (Halsarterie) und Arteria femoralis (Leistenarterie), diese darf nicht zu lange gedrückt werden und wenn Sie den Druck mit dem eigenen Daumen ausüben, könnten Sie Ihren eigenen Puls ertasten und nicht den des Patienten
  • Messen Sie den Puls bei sich oder einem Patienten zum ersten Mal, haben Sie eine Arrhythmie oder einen nicht eindeutig feststellbaren Puls, messen Sie dann über den gesamten Zeitraum von einer Minute. Hier wird der ermessene Wert natürlich nicht noch einmal multipliziert
  • Die gebräuchlichsten Stellen für eine Messung finden Sie über die Arteria radialis (Speichenarterie) oder wenn hier nichts zu ertasten ist die Arteria femoralis (Leistenarterie) und die Arteria carotis (Halsarterie)
  • Achten Sie bei der Messung auf den Rhythmus und die Qualität Ihres Pulses, ob dieser gleichmäßig ist oder gelegentlich holpert, also arhythmisch verläuft. Bei der Qualität achtet man auf die Härte oder Weichheit der Pulsschläge. So ist der Puls bei einem gesunden Menschen gut gefüllt und weich, während er bei Personen mit hohem Blutdruck kräftig und hart ist. Leiden Sie dagegen an einer Erkrankung des Herzmuskels oder Sie haben einen niedrigen Blutdruck, ist der Puls sehr schwach, kaum zu messen und wenig tastbar.
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