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Puls und Blutdruck richtig messen - so geht's

Puls und Blutdruck gehören zu den wichtigsten Vitalzeichen (vital = zum Leben gehörend), die in der Pflege gemessen werden und wichtige Informationen über den Kreislaufstatus liefern. Diese Werte können Sie auch mit ein wenig Praxis lernen, zu messen.

Den Puls messen Sie am Handgelenk.
Den Puls messen Sie am Handgelenk.

Was Sie benötigen:

  • Stoppuhr
  • Blutdruckmanschette

Den Puls messen

    1. Der Puls ist ein Ausdruck der Herztätigkeit und wird meistens zur Vereinfachung mit der Herzfrequenz gleichgesetzt, die in min-1 (Schläge pro Minute) angegeben wird. Zum Puls gehört aber nicht nur die Herzfrequenz, sondern auch die Qualität der Herzaktion. Man spricht von einem schwachen oder unregelmäßigen Puls.
    2. Am besten messen Sie den Puls früh morgens in Ruhe.
    3. Dazu können Sie ein Pulsmessgerät benutzen oder mit der Hand messen, wobei die manuelle Messung in vielen Fällen zuverlässiger ist.
    4. Bei Erwachsenen befindet sich die am häufigsten benutzte Pulsmessstelle am Handgelenk (Arteria radialis), an der Daumenseite.
    5. Nehmen Sie eine Stoppuhr, alternativ eine Armbanduhr mit Sekundäranzeiger und halten Sie sie vor sich bereit.
    6. Als Sportler müssen Sie Ihren individuellen Puls kennen und messen können. Auch vom …

    7. Lokalisieren Sie die Messstelle: Dazu tasten Sie mit den dicht nebeneinandergelegten Zeige-, Mittel- und Ringfingerspitzen (nie mit dem Daumen, da Sie u. U. den eigenen Puls fühlen) die Innenseite des Handgelenks, daumenseitig. Eine leichte Druckausübung hilft, die Arterie zu spüren.
    8. Es werden dann die gefühlten Schläge pro Minute gezählt, bzw. errechnet. Üblicherweise misst man 15 Sekunden und multipliziert dann die gezählten Impulse mit vier.
    9. Wenn eine Arrhythmie (unregelmäßige Herzfrequenz) bekannt ist, muss der Puls 60 Sekunden lang gemessen werden.
    10. Falls eine tägliche Messung erfolgen sollte, wird der Puls am besten immer am selben Arm und zur selben Zeit gemessen.
    11. Die üblichen Werte für einen gesunden Erwachsenen liegen zwischen 60-80/ min. Es sind aber große Abweichungen möglich, die keinen Krankheitswert haben. Bei Leistungssportlern kann der Puls 30-40/ min sein, da die Herzpumpleistung optimiert ist. Bei Kleinkindern andererseits liegt die normale Herzfrequenz bei 100-120/ min.

    Den Blutdruck messen

      1. Zur Blutdruckmessung brauchen Sie ein Blutdruckmessgerät (Blutdruckmanschette mit Manometer und Stethoskop). Diese können Sie in jeder Apotheke oder online kaufen.
      2. Die Messung wird traditionell in Millimeter Quecksilbersäule (mm Hg) angegeben und besteht aus einem systolischen („oberen“) und diastolischen („unteren“) Wert.
      3. Die Messung sollte im Liegen oder im Sitzen durchgeführt werden.
      4. Legen Sie die Manschette am Oberarm etwa zwei Finger breit oberhalb der Ellenbeuge und befestigen das Manometer in die Manschette.
      5. Pumpen sie jetzt so lange auf, bis der Oberarm kein Blut mehr durchlässt. Orientierend können Sie den Puls am Handgelenk tasten - wenn er nicht mehr zu tasten ist, wird die Manschette abschließend noch 30mmHg aufgepumpt.
      6. Lassen Sie dann die Luft langsam ab.
      7. Wenn der Druck in der Manschette unter einen bestimmten Wert sinkt, kann das Herz wieder Blut in die zusammengedrückte Arterie pressen. Sie hören gleichzeitig über das Stethoskop ein Strömungsgeräusch (klassischerweise ein lautes Klopfen). Der Zeiger vom Manometer fängt an zu schwanken. Das ist der systolische Wert.
      8. Danach fällt der Zeiger langsam schwankend nach unten und das Strömungsgeräusch wird leiser. Ab einem bestimmten Punkt ist kein Geräusch mehr zu hören und der Zeiger fällt jetzt ohne Pendeln. Das ist der diastolische Wert.
      9. Ein gesunder Blutdruckwert überschreitet nicht die 130mmHg systolisch und 90mmHg diastolisch. Ein mittlerer täglich gemessener Wert von 140/95 wird z. B. als Bluthochdruck gewertet und sollte behandelt werden.
      10. Wie beim Pulsmessen soll der Blutdruck auch zur selben Zeit und am selben Arm gemessen werden.
      11. Da es hier ein wenig Übung erfordert, die richtigen Werte ermitteln zu können, sollten Sie bei einer einmaligen krankhaften Messung nicht unruhig werden, sondern mehrfach messen. Dabei sollten Sie zwischen zwei Messungen mindestens 5 Minuten Zeit lassen.
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