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Plattentektonik in Japan - Wissenswertes über die Geologie der Erde

Es gibt auf der Erde wirklich ruhige Regionen und es gibt Japan. Der Tsunami von 2011 war nicht die erste Naturkatastrophe, die die Insel heimgesucht hat. Dass Japan immer wieder von schweren Erdbeben erschüttert wird, hängt mit der Plattentektonik zusammen. Was es mit dieser auf sich hat, erfahren Sie hier.

Erdbeben sind eine Folge der Plattentektonik.
Erdbeben sind eine Folge der Plattentektonik.

So funktioniert die Plattentektonik

  • Die verschiedenen Kontinente sind nicht etwa fest mit der Erdkruste verbunden. Stattdessen lassen sie sich verschieben. Dies geschieht etwa, wenn sie, wie am Mittelatlantischen Rücken, durch austretende Lava am Meeresgrund auseinandergedrückt werden.
  • So kommt es, dass anderenorts Platten so gegeneinander verschoben werden, dass die eine Platte unter der anderen abtaucht. Es ist auch möglich, dass die Platten sich gegeneinander aufschieben. Auf diese Weise entstehen Gebirge.
  • Taucht eine Platte unter der anderen ab, kann es zu schweren Erdbeben kommen. Doch auch wenn Platten horizontal aneinander vorbeischrammen, kann es zu schweren Erschütterungen kommen. Vereinfacht ausgedrückt liegt dies daran, dass die Platten sich verhaken, bis die entsprechende Stelle irgendwann unter dem Druck bricht. Das Resultat hieraus kann ganze Landstriche verwüsten.

Warum so oft Erdbeben in Japan?

Es gibt mehre Orte auf dem Planeten, die häufiger von schweren Erdbeben heimgesucht werden. Japan ist aber tatsächlich besonders häufig von den Auswirkungen der Plattentektonik betroffen.

  • Der Grund für die häufigen Erdbeben hier liegt in der geografischen Lage der Insel. Japan liegt an dem sogenannten "Ring of Fire". Dieser erstreckt sich von Neuseeland über Neuguinea und die Philippinen bis nach Japan, um dann über Kamtschatka und den Nordpazifik die Westküste Amerikas herunterzulaufen. Dieser Ring trägt seinen Namen da es hier zu verstärkten seismischen und vulkanischen Aktivitäten kommt.
  • Die Ursache für diese seismisch aktive Zone liegt in der Plattentektonik verborgen. Vor Japan treffen nämlich eine ganze Reihe von Kontinentalplatten aufeinander. Sowohl die Eurasische, die Nordamerikanische und die Pazifische Platte stoßen in einem relativ kleinen Gebiet zusammen, auch die kleinere Philippinische Platte ist mit von der Partie. Die daraus resultierenden Brüche und Reibungen sind es, die Japan so oft zum Opfer von Erdbeben machen.
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