So schreiben Sie eine Pflegeplanung

  • Eine Pflegeplanung zu schreiben ist das A und O im Bereich der Pflege. Ohne diese sind Sie aufgeschmissen und es kann Vieles schief gehen. Nehmen Sie sich dafür Zeit und seien Sie sorgfältig bei der Pflegeplanung. Je sorgfältiger Sie arbeiten und schreiben, desto wirksamer wird die Pflege.
  • Sie benötigen viel Pflegeerfahrung, wenn Sie einen Pflegeplan schreiben möchten. Wenn Sie noch keine oder sehr wenig Berufserfahrung haben, gibt es auch umfangreiche Bücher, damit Sie gut vorbereitet sind.
  • Wenn Sie die Pflegeplanung aufsetzen, sind die sogenannten ATL's, die Aktivitäten im täglichen Leben, sehr wichtig. So finden Sie schnell Hilfe.
  • Das Erkennen von Problemen ist bei dem Schreiben der Pflegeplanung das Erste, woran Sie denken sollten. Das heißt, Sie sollten erst einmal eine Pflegeanamnese erstellen. Dazu gehören die Krankengeschichte, die Befragung des Patienten, die Pflegeberichte sowie das medizinische Stammblatt mit den Diagnosen, die Auskunft der Angehörigen, aber auch die Berichte des therapeutischen Teams.
  • Achten Sie auf die Ausdrucksfähigkeit Körpersprache des Patienten. Kann der Patient noch ausreichend hören und sehen und wie ist das Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen?
  • Wie ist seine Krankheitseinsicht und Orientierung? Hat er Ängste oder Depressionen? Trägt er für seine eigene Sicherheit noch die Verantwortung?
  • Fragen Sie ihn für die Pflegeplanung auch zu seinen Schlafgewohnheiten. Haben eventuell auch Medikamente Einfluss auf den Schlaf?
  • Denken Sie daran, was Ihr Pflegeziel ist und welche Erkrankung Ihr Patient hat. Das ist ein ganz wichtiger Teil des Pflegeprozesses.

Das Fazit zum Pflegeprozess

  • Überlegen Sie noch einmal, ob Sie alle wichtigen Punkte zusammengefasst haben.
  • Dazu gehört die Pflegeanamnese, die alle wichtigen Informationen enthält. Jedes noch so kleine Problem muss in der Anamnese beschrieben werden.
  • Unterteilt wird die Pflegeanamnese in die Sozialanamnese, die medizinische Anamnese und die pflegerische Anamnese.
  • In der medizinischen Anamnese finden sich sämtliche Erkrankungen des Patienten. Zum Beispiel: 2006 wurde bei Frau Muster (88 Jahre) eine Herzerkrankung festgestellt, die operativ durch einen Stent behandelt wurde. Sie ist nun unter anderem kurzatmig und benötigt Hilfe. Führen Sie hier weitere Punkte auf, die zu dieser Erkrankung zählen und fahren Sie in dieser Form fort.
  • Die Sozialanamnese umfasst die Lebensart des Patienten. Ist er allein lebend in einer Wohnung oder einem Heim, sind Kinder da und wenn ja, wo wohnen Sie? War der Patient verheiratet und ist nun verwitwet und welche Pflegestufe liegt eventuell vor? Kann sich der Patient noch selbstständig versorgen?
  • Bei der pflegerischen Anamnese sind der Ernährungs- und der Allgemeinzustand wichtig. Braucht der Patient Hilfe bei der Körperpflege? Liegen Schmerzen vor? Ist der Patient psychisch instabil?

Die Pflegeplanung aufsetzen

  • Im zweiten Schritt schreiben Sie nun die Pflegeplanung. Sie ist unterteilt in Pflegeprobleme und Ressourcen,  pflegerische Maßnahmen und das Pflegeziel.
  • Die Pflegeprobleme und Ressourcen können Sie kurz halten: Wie ist der Ist-Zustand, wo liegt das Problem, die Erkrankung und liegt eine eventuelle Gefährdung vor?
  • Formulieren Sie das Pflegeziel positiv und bleiben Sie dabei realistisch. Beispielsweise äußert die Patientin, dass die Schmerzen erträglich sind. Wo ist nun das Ziel und was möchten Sie mit dem Patienten tun? Wenn möglich beziehen Sie Ihren Patienten mit ein.
  • Die Pflegemaßnahmen beinhalten die Maßnahmen. Was soll durchgeführt werden und welche Hilfe benötigt Ihr Patient.
  • Durchdenken Sie noch einmal genau das Pflegeproblem und kontrollieren Sie Ihre Pflegeplanung ganz genau, ob Sie auch nichts vergessen haben.
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