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Organspende-Erörterung - richtig abwägen

Die Organspende ist für viele Menschen überlebenswichtig, die ein neues Organ benötigen. So wurden 2010 nach Auskunft der Bundesregierung 665 Nieren und 90 Lebern transplantiert. Für viele Gesunde bleibt die Frage: Organspende - ja oder nein? Eine sehr schwere Entscheidung, die durchaus Potenzial für Erörterungen im Familien- und Freundeskreis hat. Doch worauf lässt man sich als Organspender ein? Wo bekommt man die Informationen, die helfen, eine gut begründete Entscheidung zu treffen?

Organspende, ja oder nein - eine sehr persönliche Entscheidung.
Organspende, ja oder nein - eine sehr persönliche Entscheidung.

Organspende ist ein Thema, welches generationenübergreifend jeden Einzelnen angeht. Deshalb ist bereits im Transplantationsgesetz verankert, dass Kinder ab dem 14. Lebensjahr der Organspende selbstständig widersprechen oder ab dem 16. Lebensjahr einer solchen ohne Einverständnis der Eltern zustimmen können. Doch was muss man wissen, um diese Entscheidung treffen zu können?

Erörterung - für und gegen die Organspende

  • Es ist sehr wichtig, sich selbst mit Fragen von Leben und Tod auseinanderzusetzen. Für mehr als 12.000 Patienten könnte allein in Deutschland ein Spenderorgan den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Auch selbst kann man durch Krankheit oder Unfall sehr schnell ein Spenderorgan benötigen. Am häufigsten sind Nieren und Leber betroffen. Eine Nierenspende ist darüber hinaus eine Lebendspende, denn hier wird dem Spender eine der beiden Nieren entnommen und auf den Empfänger übertragen. Ein ausgefülltes Leben ist für beide dann auch mit nur einer Niere möglich.
  • Andere Organe wie das Herz oder die Lungen werden häufig als Todspenden an den Empfänger weitergegeben. Dabei lag die Einverständniserklärung des Spenders zur Organspende vor dessen Tod vor. Häufig stehen persönliche und religiöse Einstellungen dem Spendenwillen im Todesfall entgegen. Grundsätzlich gilt, dass eine Entscheidung immer nur nach eigener Abwägung getroffen werden sollte. Um die Last der Erörterung von den Angehörigen zu nehmen, empfiehlt es sich, die eigene Entscheidung auf einem Organspendeausweis zu dokumentieren.
  • Der Organspendeausweis bietet mehrere Möglichkeiten der Entscheidung an. Man kann der Organspende generell zustimmen, oder bestimmte Organe erlauben bzw. ausklammern, aber auch generell widersprechen. Jedoch gilt, wenn die Entscheidung schriftlich fixiert ist, erleichtert dies den Umgang mit der Frage zur Organspende nach dem eigenen Tod sowohl für die Ärzte als auch für die Angehörigen.
  • Die einmal getroffene Entscheidung ist auch nicht ein Leben lang bindend, sodass durch das erneute Ausfüllen des kostenlosen Organspendeausweises beständig alle Änderungen für den eigenen Todesfall festgelegt werden können. In jedem Fall sollte der aktuellste Ausweis in der eigenen Brieftasche immer mitgeführt werden, damit sichergestellt ist, dass nach dem eigenen Tod die richtigen Maßnahmen erfolgen können.

Bei dieser Stelle gibt es Informationen und den Organspendeausweis

Der Organspendeausweis ist kostenlos und kann im Internet abgerufen und beliebig oft ausgedruckt werden. Dort gibt es auch Hinweise zu Organ- und Gewebespenden. Alle Informationen rund um die Erörterung der Organspende werden dort auch kostenlos auf Englisch und Türkisch bereitgestellt. Informieren Sie sich und treffen Sie Ihre eigene begründete Entscheidung. Denn ein Organspendeausweis gibt Ihnen selbst und anderen Rechtssicherheit im Umgang mit Ihrem Körper nach dem Tod.

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