Das wird unter Off-Weiß verstanden

Jeder der sich schon mal weiße Kleidung bekauft hat, wird schnell merken, dass es unterschiedliche Tönungen der Farbe bei den Kleidung gibt. Aber Weiß ist eigentlich eindeutig definiert. Es ist die Farbe, die aus der gleichmäßigen Mischung aller Spektralfarben bei höchster Helligkeit einsteht. Ein Kleid in diese Farbe müsste also das Licht auf diese Art in Ihre Augen reflektieren.

  • Diese Farbe werden Sie aber in der Praxis nie erzeugen können. In der RAL-Karte finden Sie 6 Farbtöne, die mit Weiß bezeichnet werden. Unter anderem Verkehrs- (9016) oder Rein- (9010) und Signalweiß (9003). Diese Farbtöne würde man auf den ersten Blick als Weiß bezeichnen, die anderen 3 Töne würden in der Umgangssprache eher als Grau oder Creme bezeichnet werden.
  • Mit Off-Weiß ist ein Farbton gemeint, der nahe bei den Farben 9016, 9010 und 9003 liegt, aber etwas ins Creme geht, ohne an die Farbe 9001, der als Cremeweiß bezeichnet wird, heran zu kommen. Die Farbe ist also in der RAL-Karte nicht vorhanden.

Verwendung der Farbe bei Kleidung

In der Regel wird die Farbe gerne als Kontrast zu den dunklen Farben Schwarz, Rot oder Blau eingesetzt. So wird die Härte des Kontrasts gemildert. Als praktischer Nutzen ist zusätzlich zu vermerken, dass die Farbe nicht so schnell schmutzig wirkt, wie eines klares Weiß.

  • Wenn Sie verschiedene Materialien miteinander kombinieren, kann es sein, das Off-Weiß und Weiß genau zueinanderpassen. Ein weißes Brautkleid aus Wildseide würde zum Beispiel beige wirken, wenn Sie weiße Lederschuhe tragen, sind diese Off-Weiß, dann passt es dagegen perfekt.
  • Der Farbton ist nicht neu und wurde schon früher gerne verwendet, wenn man eine helle aber warme Farbe wollte, denn reines Weiß wirkt oft blaustichig und wird als unangenehm empfunden. Ältere Bezeichnungen sind Ecru, Eierschale oder auch helles Creme.