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Neugeborenenperiode - wichtige Eckdaten zur Säuglingspflege

Kaum auf der Welt der Welt beginnt der Stress nicht nur für die Eltern, sondern auch das Neugeborene. Wie gelingt der Start ins Leben und was ist besonders in der Neugeborenenperiode wichtig?

Neugeborenenperiode ist anstrengend für Baby und Mutter.
Neugeborenenperiode ist anstrengend für Baby und Mutter.

Neugeborenenperiode, was passiert gleich nach der Geburt?

  • Die Neugeborenenperiode beginnt mit dem ersten Atemzug des neuen Erdenbürgers und endet mit der vierten Lebenswoche.
  • Während dieser Zeit erleben die Eltern wie auch das Baby eine enorme Umstellung.
  • Unmittelbar nach der Geburt wird die Anpassung des Neugeborenen an die Umwelt über das Apgar-Schema beurteilt. Diese Beurteilung erfolgt nach einer Minute, weiteren fünf Minuten und zehn Minuten nach der Geburt. Dabei vergibt die untersuchende Person, meist der Geburtshelfer, für die Atmung, Herzfrequenz, den Muskelkonus, Hautfarbe und das Reaktionsvermögen Punkte. Je nach Zustand der einzelnen Merkmale sind null, eins oder zwei Punkte möglich. Der Gesamtwert beträgt zehn Punkte, was den Optimalzustände beziffert.
  • Ein Neugeborenes mit sieben bis 10 Punkten gilt als reif. Allerdings sind diese Werte Momentaufnahmen. Neben dieser Punktbewertung wird auch der pH-Wert aus dem Nabelschnurblut zur Beurteilung herangezogen. Dieser gibt Auskunft über die Sauerstoffversorgung noch vor und während der Geburt.
  • Die erste Untersuchung, die U1, wird ebenfalls kurz nach der Geburt entweder vom Geburtshelfer selbst oder einem anwesenden Kinderarzt durchgeführt. Hier wird Ihr Baby genauer unter die Lupe genommen.
  • Ziel ist es so zeitig wie möglich, Fehlbildungen oder andere behandlungsbedürftige Auffälligkeiten auszuschließen. Das Ergebnis wird in das gelbe Untersuchungsheft eingetragen.
  • Ebenfalls unmittelbar nach der Geburt erhält Ihr Baby eine geringe Dosis Vitamin K in Tropfenform für die Blutgerinnung und eine Silbernitratlösung als vorbeugende Maßnahme gegen eine Infektion mit Tripper in die Augen geträufelt. Dazu berät Sie allerdings der Kinderarzt im Vorfeld.

Die Neugeborenenperiode, was ist wichtig?

  • Ist Ihr kleiner Schatz gesund und Ihnen geht es gut spricht nichts dagegen, dass Sie den Weg nach Hause antreten. Viele junge Muttis entscheiden sich jedoch dafür, noch ein paar Tage in der Geburtsklinik zu verweilen.
  • Hier werden Sie die ersten Tage sehr gut versorgt. Ihr Baby dürfen Sie bei sich auf dem Zimmer behalten. Das Personal ist Ihnen nicht nur bei den ersten Stillversuchen, sondern auch bei der Pflege des Nabels, beim ersten Bad, beim An- und Auskleiden und Wechseln der Windeln sowie der Ernährung des Säuglings behilflich. Nehmen Sie dieses Angebot ruhig an und erholen sich etwas nach den Strapazen der Geburt.
  • Befinden Sie sich am vierten Lebenstag Ihres Neugeborenen noch in der Klinik, meist nach einem Kaiserschnitt oder einer komplizierten Geburt, wird hier von einem Kinderarzt die U2, also die zweite Vorsorgeuntersuchung, durchgeführt.
  • Dabei wird aus der Ferse des Neugeborenen etwas Blut zur Bestimmung bestimmter Stoffwechselerkrankungen entnommen. Außerdem erfolgt die zweite Gabe an Vitamin K und nach Absprache mit Ihnen die Gabe von Fluor und Vitamin D.
  • Bietet Ihnen die Klinik eine Ultraschalluntersuchung der Hüfte und der Nieren bei Ihrem Baby an, dann ist es sinnvoll, diese schmerzlose Untersuchung durchführen zu lassen. Die Kosten aller Untersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen in der Regel übernommen.
  • Sind Sie unmittelbar nach der Geburt Ihres Babys nach Hause gegangen, wird sich eine Hebamme während der Neugeborenenperiode um Sie und Ihr Kind kümmern.
  • Sie wird Ihnen in der Zeit der Neugeborenenperiode mit Rat und Tat zum Beispiel bei der Ernährung oder der Nabelpflege zur Seite stehen.
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