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Nachträglicher Schallschutz von Innen - so funktioniert's

Auch unsere direkte Umgebung ist ständigen Veränderungen unterworfen. Eine ruhig gelegene Wohnung kann plötzlich, durch Änderungen der Infrastruktur, Ort großen Lärmaufkommens werden. Die wenigsten werden sich aufgrund dieser Veränderungen ein neues Zuhause suchen wollen. So wird es nötig, dass Ihnen ein nachträglicher Schallschutz zu Ihrer gewohnten Ruhe verhilft. Als Mieter sind Ihnen hier jedoch Grenzen gesetzt.

Spezielle Schallschutzfenster sorgen für einen hohen Schallschutz.
Spezielle Schallschutzfenster sorgen für einen hohen Schallschutz.

Was Sie benötigen:

  • Dachlatte
  • Rigipsplatten
  • Bohrmaschine
  • Dübel
  • Bohrer
  • Schrauben
  • Spachtel
  • Spachtelmasse
  • Zollstock
  • Teppichmesser

Schallschutz von Innen ist sinnvoll

  • Leben Sie in einer Mietwohnung, können Sie ohne das Mitwirken Ihres Vermieters von außen keine Schalldämmung vornehmen. Dieser wird bei solchen Maßnahmen auf ein einheitliches Bild der Fassade drängen. Dies betrifft auch den Einbau von Schallschutzfenstern.
  • Nachträglicher Schallschutz von außen ist zudem sehr kostenintensiv. Ihr nachträglicher Schallschutz wird sich somit meist auf die Innenwände beschränken müssen.
  • Auch für Eigentümer gilt es abzuwägen, ob Schallschutzfenster sinnvoll sind. Bedenken Sie hierbei, dass die meisten Fenster dieser Art nicht geöffnet werden können. Dieser Punkt stellt für viele eine besondere Einschränkung der Lebensgewohnheiten dar. Außerdem schließen die sogenannten 50-dB-Fenster auch erwünschte Lärmkulissen wie beispielsweise Vogelgezwitscher weitestgehend aus.
  • Für einen nachträglichen Schallschutz von Innen sind Rigipsplatten in Verbindung mit Styroporplatten oder Dämmwolle die beliebtesten Werkstoffe.

Mit nachträglicher Schalldämmung die Wohnqualität verbessern

Um Ihre Arbeit erfolgreich zu gestalten, sind Vorbereitungen erforderlich. Sorgen Sie dafür, dass die zu erstellende Konstruktion keinen direkten Boden-, Decken- bzw. seitlichen Wandkontakt bekommt.

  1. Bringen Sie dementsprechend das gewählte Dämmmaterial bereits im Vorfeld rings um die zu dämmende Zimmerwand an. Die Trägerkonstruktion sowie die Gipskartonplatten sollten an Ihren Endpunkten jeweils auf die gewählte Dämmung treffen.
  2. Versehen Sie die zu berücksichtigenden Zimmerwände mit einer Auflage von Leisten, an denen Sie später die Rigipsplatten befestigen können. Die Stärke der Dachlatten - die sich für diese Konstruktion anbieten - wird durch die Dicke der Dämmung bestimmt. Zur Feststellung der jeweiligen Abstände sollten Sie die Maße der Gipskartonplatten heranziehen.
  3. Gehen Sie so vor, dass am Ende jede Platte in der Breite und Länge über jeweils drei Auflagepunkte verfügt. Sorgen Sie für einen gleichmäßigen Abstand zwischen den einzelnen Befestigungsleisten.
  4. Die sich aus der Aufteilung der Dachlatten ergebenden Felder sind nun mit dem Dämmmaterial Ihrer Wahl auszufüllen.
  5. Sobald Sie das vollständige Volumen der Zwischenräume mit Dämmmaterial ausgefüllt haben, schrauben Sie die gegebenenfalls zugeschnittenen Rigipsplatten an.
  6. Die an den Stößen der Gipskartonplatten entstandenen Rillen spachteln Sie nach der Fertigstellung der neuen Wand zu.

Zum Schneiden der Gipskartonplatten reicht es aus, die Kartonauflage mit einem Teppichmesser zu durchtrennen und den Gips anzuritzen. Über eine untergelegte Holzleiste können Sie die Platte dann an der betreffenden Stelle abbrechen. Wie Sie die neue Oberfläche nun abschließend verschönern möchten, ist Ihre Entscheidung. Sie können Gipskartonplatten gut streichen oder tapezieren.

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