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Dachdämmung im Altbau - Anleitung für Heimwerker

Wenn Sie das Dachgeschoß wohnbaulich nutzen wollen, ist die Dachdämmung unverzichtbar. Das Gleiche gilt für eine nicht, oder schlecht gedämmte letzte Geschoßdecke, wenn sich die Dämmung nicht entscheidend verbessern lässt. Das gilt sowohl für Altbau als auch für Neubau.

So kann die Innenseite nach der Dachdämmung aussehen.
So kann die Innenseite nach der Dachdämmung aussehen.

Was Sie benötigen:

  • Dämmmaterial
  • Folie
  • Profilholz
  • Tacker

Dachdämmung ist eine diffizile Sache

  • Das beherrschende Thema bei der Dachdämmung im Altbau ist die Vermeidung von Schwitzwasser. Dazu wird allgemein empfohlen, eine Hinterlüftung von etwa 3 cm bis zur Dachhaut einzuhalten. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, diese Forderung umzusetzen: 1. Aufsparrendämmung, 2. Zwischensparrendämmung.
  • Die Aufsparrendämmung lässt den Platz zwischen den Sparren frei, eine sehr gute Hinterlüftung ist garantiert. Allerdings verlieren Sie an Raum, den der Dämmstoff einnimmt. Dazu kommt: Es muss ein Gerüst zur Aufnahme der Dämmung konstruiert werden.
  • Wenn Sie wenig Platz haben, können Sie den Dämmstoff zwischen den Sparren platzieren. Geeignetes Material wird im Baumarkt angeboten. Hier kann es zu Problemen bei der Hinterlüftung kommen, weil die Sparren nicht dick genug sind. Eine fehlende Hinterlüftung fördert die Bildung von Schwitzwasser. In der Folge kann es zu irreparablen Schäden an der Bausubstanz kommen.
  • Immer wieder kann man in einschlägigen Foren verfolgen, wie vielschichtig das Problem der Dachdämmung im Altbau ist. Zu diesem Thema gibt es eine Reihe von wissenschaftlich fundierten Beratungen durch kompetente Autoren. Z.B. das Buch "Dämmen und Sanieren in Alt- u. Neubauten", Art. Nr. 490043, von Ulrich E. Stempel, Franzis Verlag. Oder schauen Sie sich im Internet um: www.ib-rauch.de.

       Die praktische Durchführung im Altbau

      • Ob es die eine oder die andere Art der praktischen Ausführung sein soll, die Qualität der Arbeit ist ausschlaggebend. Es dürfen keine Wärmebrücken entstehen, d.h. die Dämmwirkung soll überall gleich groß sein. Lücken und Löcher im Dämmstoff sind passe.
      • Bei der Frage der Dicke eines Dämmstoffes wählen Sie ein vernünftiges Mittelmaß, mindestens jedoch müssen die Forderungen der aktuellen gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Je kleiner der sogenannte U-Wert eines Dämmmaterials ist, desto besser ist seine Effizienz. Vergleichen Sie die Angaben bei "de.wikipedia.org" unter "Wärmedurchgangskoeffizient" (früher k-Wert), oder unter www.u-wert.net.
      • Beurteilen Sie vor der Dachdämmung den Zustand der Dachkonstruktion. Bereits krankes Holz im Dachstuhl eines Altbaus stellt ein hohes Risiko für die totale Zerstörung dar. Das Resultat ist immer erst nach einigen Jahren sichtbar. Ist die Maßnahme abgeschlossen, haben Sie keinen Einblick mehr in den Raum unter der Dämmung.
      • Ist die Sanierung der Dachhaut vorgesehen, haben Sie natürlich ideale Bedingungen für das Dämmen, bevor die Dachdecker neu eindecken. Hier zu sparen, wäre ganz sicher falsch.
      • Nachdem der Dämmstoff eingebracht ist, gilt es, warme, feuchte Luft von innen von ihm fernzuhalten. Dazu müssen Sie eine dafür geeignete Folie lückenlos darüberspannen. Die Bahnen werden überlappt und eng angetackert. In komplizierten Ecken muss auch dauerhaft geklebt werden, um die Luftdichtheit zu gewährleisten.
      • Die Verkleidung auf der Innenseite ist nunmehr kein Problem. Es darf dabei nur nicht zur Beschädigung der Folie kommen. Ein geeignetes Tackergerät leistet hier sehr gute Dienste. 
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