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Nach einem Hundebiss - was Sie tun sollten, um Entzündungen vorzubeugen

Hunde, die Freunde des Menschen. Meistens verstehen sie sich gut mit uns und sind liebevolle Zeitgenossen. Doch manchmal schnappt ein Hund auch schon einmal zu, ob nun aus Wut, als Abwehrreaktion oder aus purer Bosheit. Doch was ist nach einem Hundebiss zu tun? Wie verhindert man eine Infektion und damit Entzündung der Wunde? Auch wenn das menschliche Immunsystem sehr leistungsstark ist, sollte man es mit ein paar einfachen Dingen unterstützen, um eine schnelle Wundheilung zu erzielen.

Ein Hundebiss kann sehr schmerzhaft sein und birgt die Gefahr einer Entzündung.
Ein Hundebiss kann sehr schmerzhaft sein und birgt die Gefahr einer Entzündung.

Was Sie benötigen:

  • Ruhe
  • Desinfektionsspray
  • Impfausweis
  • Verbandsmaterial
  • Wundsalbe

Bei einer Konfrontation mit einem Hund gilt vor allem eines: Ruhe bewahren! Man muss seine Angst beherrschen und Autorität ausstrahlen, damit der Hund sich unterordnet und von einem ablässt. Sind Sie doch gebissen worden, so brauchen Sie nicht zu verzweifeln. Ein Hundebiss kann zwar sehr schmerzhaft sein und sie einige Zeit behindern, lebensgefährlich ist er im Normalfall aber nicht. Und wenn Sie folgende Punkte beachten, sind Sie bereits auf dem besten Weg der Besserung.

So behandeln Sie einen Hundebiss

  • Zunächst müssen Sie die Wunde untersuchen und entscheiden, ob Sie sie selbst behandeln oder lieber einen Arzt aufsuchen wollen. Bei tiefen Wunden (tiefer als in die obersten Hautschichten) und bei starken Blutungen sollten Sie einen Arzt konsultieren, da größere Gefäße oder gar Knochen verletzt sein können und die Wunde eventuell genäht werden muss.
  • Ein gewisser Blutfluss ist bei einem Hundebiss gut, da er Dreck und Keime aus der Wunde spült. Kommt er nach einiger Zeit jedoch nicht zum Stillstand, so müssen Sie gegebenenfalls einen Druckverband anlegen und die Wunde ärztlich versorgen lassen.
  • Entschließen Sie sich für die eigene Behandlung, so muss die Wunde vor allem desinfiziert werden. Dazu benutzen sie am besten ein Desinfektionsspray (z.B. "Octenisept" oder "Hansamed") oder ein Povidon-Jodhaltiges Desinfektionsmittel ("Betaisodona"). Jodhaltige Präparate sollten allerdings nicht bei Neurodermitis und bekannter Überempfindlichkeit eingesetzt werden!
  • Behandeln Sie die Wunde großzügig mit dem Antiseptikum und wiederholen sie die Behandlung eventuell nach einigen Minuten, um möglichst viele Keime abzutöten. Dies ist auch vor einem Arztbesuch sinnvoll, da eine Desinfektion in den ersten Minuten am wirkungsvollsten ist.
  • Anschließend sollten Sie Ihren Tetanusschutz überprüfen. Die letzte Impfung sollte nicht länger als 10 Jahre zurückliegen. Sind Sie unsicher, fragen Sie am besten Ihren Arzt.
  • Nach der Desinfektion muss die Wunde versorgt werden. Dies richtet sich ganz nach der Größe, vom einfachen Pflaster bis zum Verband mit steriler Kompresse ist alles denkbar.
  • Kommt es trotzdem zu einer leichten Entzündung, so können Sie diese mit Salbenverbänden behandeln. Dazu eignen sich Wundsalben und Salben mit desinfizierender Wirkung (beispielsweise "Bepanthen" oder "Betaisodona-Salbe"). Bei stärkeren Entzündungen sollten Sie jedoch möglichst einen Arzt aufsuchen.

Die oft gefürchtete Tollwut ist in Deutschland sowohl bei Haus- als auch bei Wildtieren weitgehend ausgerottet. Seit 2006 ist lediglich ein Fall bekannt, dort wurde der Hund aus Kroatien importiert. Die Gefahr einer Infektion ist also sehr gering. In anderen Ländern, vor allem in Indien, ist die Tollwut jedoch noch weit verbreitet.
Besteht der Verdacht einer Infektion (sehr aggressives oder auffälliges Verhalten des Tiers, eventuell sogar Schaum vor dem Mund), so müssen Sie nach einem Hundebiss umgehend einen Arzt aufsuchen! Ohne eine zügige Behandlung verläuft die Tollwut fast immer tödlich.

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