Alle Kategorien
Suche

Mit einem Kilowattstunden-Rechner im Alltag Strom sparen

Viele Menschen sind sich nicht bewusst, wie viel Strom Sie einsparen könnten. Veraltete Geräte, Stand-by-Betrieb oder stundenlang laufende Fernseher oder PCs treiben den Verbrauch in die Höhe. Mit einem Kilowattstunden-Rechner entlarven Sie Stromfresser und müssen die nächste Jahresabrechnung nicht mehr fürchten.

Nehmen Sie Geräte öfter vom Stromnetz.
Nehmen Sie Geräte öfter vom Stromnetz. © Michael_Staudinger / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Leistung des Geräts
  • Strompreis des Versorgers
  • Nutzungszeiten

Kilowattstunden für Haushaltsgeräte berechnen

  1. Kilowattstunden (kWh) geben an, wie viel Strom ein Gerät in einer bestimmten Zeitspanne verbraucht. Wenn Sie diesen Wert in Relation zum Strompreis setzen, erhalten Sie einen Überblick darüber, wie Sie sich Ihre Stromrechnung zusammensetzt.
  2. Machen Sie zunächst eine Liste mit allen Elektrogeräten: PC, Kühlschrank, Radiowecker, Eierkocher und so weiter. Sehen Sie in der Betriebsanleitung nach, mit welcher Leistung (Watt oder Ampere) diese laufen. Eine Glühlampe etwa verbraucht 60 Watt.
  3. Mit dieser Formel können Sie die Kilowatt ausrechnen: Teilen Sie die Leistung durch 1000. Beispiel: 60W geteilt durch 1000 ergibt 0,06 kWh. Wenn Sie nun noch die Nutzungsdauer dazunehmen, erhalten Sie die Kilowattstunden. Also: 60W x 4h x 365 Tage geteilt durch 1000 = 87,6 kWh. Eine Glühlampe, die Sie am Tag vier Stunden laufen lassen, hat einen durchschnittlichen Verbrauch von 87,6 Kilowattstunden. 
  4. Finden Sie heraus, welcher Strompreis in Ihrer Region abgerechnet wird. Nehmen Sie dazu die Durchschnittswerte des Grundversorgers oder schauen Sie in Ihrem Stromvertrag nach. 
  5. Multiplizieren Sie nun die Kilowattstunden mit dem Strompreis. Beispiel: Ihr Stromversorger rechnet eine kWh mit 17 Cent ab. Es ergibt sich die Formel: 0,17 Euro/kWh x 0,06 kWh = 0,0102. 
  6. Dementsprechend können Sie auch den Verbrauch für ein ganzes Jahr ausrechnen: kWh x tägliche Betriebsstunden x 365 Tage (oder benutzte Tage), diesen Wert durch 1000 teilen. Beispiel: Ihre 60W-Lampe am Schreibtisch ist durchschnittlich 40 Stunden wöchentlich in Betrieb. Eine Kilowattstunde kostet 17 Cent. 0,06 kWh x 40h x 52 Wochen x 17 Cent = 21,22 Euro im Jahr. Wenn Sie nun anstatt einer 60W eine 12W-Glühbirne nutzen, ergeben sich Jahreskosten von 4,24 Euro. 
  7. Anstatt Ihren Rechner hervorzuholen, können Sie ein Energiekosten-Messgerät verwenden, dieses zeigt den Stromverbrauch direkt an.

Mit dem Rechner Nutzungsverhalten ändern

  • Auch den Stand-by-Verbrauch können Sie selbst ausrechnen: 8,760 x Kilowattstunden-Preis ergibt die Jahreskosten. Der Wert ergibt sich aus der Annahme, dass ein Gerät 1W pro Stunde am Tag Strom zieht. Ältere Geräte können im Stand-by-Betrieb noch mehr verbrauchen. Formel: 1W x 24h x 365 Tage = 8760 geteilt durch 1000 = 8,760 kWh. Multipliziert mit dem Strompreis von 17 Cent ergeben sich für ein Gerät Kosten von 1,48 Euro im Jahr.
  • Orientieren Sie sich an den Richtwerten für Haushalte. Ein Single-Haushalt verbraucht durchschnittlich 1800 kWh, ein 2-Personen-Haushalt 2500 kWh, ein 4-Personen-Haushalt etwa 4000 kWh. Darüber sollten Sie nicht liegen, noch besser sind Werte unter dem Durchschnitt.
  • Erhöhen Sie Ihr Bewusstsein für den Stromverbrauch, indem Sie für alle Geräte die Kilowattstunden pro Jahr ausrechnen. Berechnen Sie auch den Stand-by-Verbrauch und schreiben ihn in einer Tabelle auf. Dazu notieren Sie jeweils die Nutzungsstunden des Geräts. So sehen Sie am ehesten, wo Sie einsparen können.
  • Strom können Sie etwas sparen, wenn Sie Geräte vollständig ausschalten, alte durch neuere, stromsparendere ersetzen oder den Energieverbrauch senken. Dies ist auf verschiedene Weise möglich, so sollte der Gefrierschrank regelmäßig abgetaut werden, der Kühlschrank sollte nicht in der Nähe einer Hitzequelle stehen. Im Sommer können Sie auf den Trockner verzichten und die Wäsche draußen trocknen lassen.

 Bei Neuanschaffungen lohnt es sich, den Rechner hervorzuholen und den Jahresstromverbrauch sowie die Gesamtkosten mit anderen Geräten zu vergleichen.

Teilen: