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Melonenkerne einpflanzen

Haben Sie einmal probiert, aus einer gekauften Wassermelone eigene Pflanzen zu ziehen? Erfahren Sie, wie Sie Melonenkerne erfolgreich einpflanzen.

Eine reife Panzerbeere aus dem Garten
Eine reife Panzerbeere aus dem Garten

Zu Beginn der Anzucht kommt es auf die Mutterfrucht an. Achten Sie beim Kauf der Wassermelone darauf, dass es sich nicht um eine Hybridsorte handelt. Unter Hybridsorten versteht man miteinander gekreuzte Gattungen einer Frucht. Sie erkennen diese bei Melonen an der Endung „F1“. Damit Sie Freude an Ihren selbst gezogenen Früchten haben, sollten Melonen auf alle Fälle vorgezogen werden.

Einpflanzen der Wassermelonenkerne - so gelingt's

1. Wassermelonenkerne entfernen. Entnehmen Sie den Wassermelonenscheiben einige Kerne, lieber zu viele als zu wenige. Die Kerne geben Sie nun in ein Sieb und waschen diese gründlich ab, dadurch kann sich das restliche Fruchtfleisch gänzlich lösen. Anschließend werden die Kerne mit einem Küchenkrepp trocken getupft.

2. Wassermelonenkerne trocknen. Damit die Melonenkerne durchtrocknen können, legen Sie diese auf ein Küchenkrepp in die Sonne. Bitte achten Sie darauf, dass die Kerne keinerlei Flüssigkeit mehr beinhalten, da dies zu Schimmelbildung führen kann.

3. Anzucht der Wassermelonenpflanze. Nun können Sie mit dem Vorziehen beginnen. Befüllen Sie hierfür gewöhnliche Plastiktöpfchen mit Anzuchterde und decken Sie die Wassermelonenkerne anschließend mit Klarsichtfolie ab. Damit es nicht zu Schimmelbildung kommt, stechen Sie mehrere kleine Löcher in die Folie.

4. Raum- und Bodentemperatur. Bei der Anzucht kommt es nicht auf die Raumtemperatur, sondern auf die Bodentemperatur an. Diese ist optimal, wenn sie zwischen 25 und 32 Grad Celsius liegt. Es ist daher ratsam, die Töpfchen mit Polsterfolie zu umwickeln oder ein Minigewächshaus für die Fensterbank zu verwenden.

5. Richtiger Standort und Bewässerung. Nun bedarf es etwas Geduld, bis sich nach dem Einpflanzen die ersten Keimblätter zeigen. Spätestens nach zehn Tagen sollten Sie aber erste Ergebnisse sehen. Ab diesem Moment müssen die Pflänzchen ihre Zuchtstation bzw. die Folie verlassen.

6. Keine direkte Sonne. Setzen Sie die Töpfe nun an einen warmen und hellen Standort. Vermeiden Sie unbedingt pralle Sonne, da die Keimlinge sonst verbrennen. Achten Sie darauf, die Keimlinge stets feucht zu halten und gleichzeitig Staunässe zu vermeiden.

7. Auspflanzen in den Ackerboden. Nachdem Sie die Keimlinge regelmäßig befeuchtet haben und ungefähr vier Wochen vergangen sind, können Sie nun die Setzlinge einpflanzen.

8. Schlechte Witterung. Sollte es die Witterung nicht zulassen, dass Sie die Setzlinge in den Garten setzen, so besteht die Möglichkeit, die Melonenpflanzen noch in den Töpfen zu belassen.

9. Setzlinge umtopfen. Allerdings sollten Sie spätestens nach drei Wochen die Setzlinge in einen größeren Topf umsetzen, damit sich die Wurzeln ausbreiten und sich das Wachstum nicht verlangsamt bzw. einstellt.

Die Wassermelonen in den Garten setzen

1. Setzlinge richtig pflanzen. Im besten Fall können Sie die Setzlinge direkt in Ihrem Garten, an einem sonnigen und windgeschützten Platz auspflanzen. Wie schon die Keimlinge vertragen auch die Setzlinge keine Staunässe, daher sollten Sie ein besonderes Augenmerk auf die Drainage des Bodens legen. Sie können beispielsweise Blähton-Kügelchen (bekannt von Hydropflanzen) in den Boden einarbeiten.

2. Platz zum Wachsen. Nachdem sich Ihre Melonenkerne nun zu Setzlingen gemausert haben, der richtige Standort im Garten gefunden, und die Erde vorbearbeitet wurde, kann es ans Pflanzen gehen. Wichtig ist, dass Sie die zarten Pflänzchen nicht zu dicht aneinander setzen.

3. Ratsamer Abstand. Halten Sie einen Abstand von 80 bis 100 Zentimetern ein. Gehen Sie beim Auspflanzen behutsam mit den jungen Wurzeln um, da diese noch sehr empfindlich sind. Decken Sie die jungen Melonenpflanzen zu Beginn noch mit Folie ab, um diese so vor Wind und Regen zu schützen.

4. Bodenranken oder Rankhilfe. Nachdem die Pflanzen immer stärker und größer werden, haben Sie die Wahl, wie sich die Melone ausbreiten soll. Sie können die Pflanzen auf der Erde ausbreitend ranken oder mittels einer Rankhilfe nach oben wachsen lassen.

5. Wässern der Pflanze. Berücksichtigen Sie beim Wässern auch die Witterung. Anfangs können Sie die Pflanzen mit lauwarmem Regenwasser behutsam gießen und anschließend wieder mit Folie abdecken. Nachdem die Folie allerdings entfernt wurde, sollten Sie nur noch bei Trockenperioden wässern.

6. Bienchen und Blümchen. Sobald sich die ersten Blüten zeigen, übernehmen die Bienen den Hauptteil der Arbeit. Die kleinen Summer sorgen für die Bestäubung und dadurch für die Fruchtentwicklung.

7. Schneller Wachstum. Anschließend können Sie den Früchten beim Wachsen zusehen, achten Sie aber darauf, dass diese keinen direkten Kontakt zur Erde haben. Sollten Sie eine Rankhilfe verwenden, müssen Sie die heranwachsenden Melonen stützen, damit diese durch das Gewicht nicht abbrechen.

8. Wassermelone ernten. Den Reifegrad der Frucht lässt sich, wie auch beim Einkaufen, durch den Klopf-Test ermitteln. Hört sich die Frucht hohl an, ist sie reif und kann geerntet werden. Lassen Sie sich die Frucht Ihrer Arbeit schmecken und genießen Sie Ihre selbst gezogene Melone.

Was benötigen Sie für die Anzucht Ihrer Melonen?

In der ersten Phase benötigen Sie lediglich Melonenkerne, Plastiktöpfchen, Anzuchterde, Folie und Styropor beziehungsweise ein Zimmergewächshaus. In der zweiten Phase braucht die Pflanze einen hellen und windgeschützten Standort im Garten sowie einen Ackerboden mit Drainage (zum Beispiel Blähton-Kügelchen). Zu Beginn sollten Sie die Melonen mit Folie abdecken. Arbeiten Sie bei Bedarf mit einer Rankhilfe.

Wissenswertes über die Melone

Die Wassermelone ist eine aus den subtropischen Gebieten kultivierte Pflanze und trägt große, fruchtsaftreiche Beeren. Durch die harte Schale der Frucht, werden die Melonen auch als Panzerbeeren bezeichnet. Die Melonenpflanze ist mit dem Kürbis verwandt. Interessant zu wissen ist, dass Zuckermelonen ein engeres Verwandtschaftsverhältnis zu Gurken (ebenfalls Kürbisgewächse) haben als zu Wassermelonen.

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