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Marderplage - was tun?

Viele Wildtiere sind als Kulturfolger in der Nähe von Menschen vorzufinden, um dort nach Nahrung zu suchen oder sich in Gebäuden oder anderen Unterkünften einzuquartieren. Zu ihnen gehören auch die Steinmarder, die für Sie zur Marderplage werden können, wenn keine Gegenmaßnahmen erfolgen.

Steinmarder mit geeigneten Maßnahmen vertreiben.
Steinmarder mit geeigneten Maßnahmen vertreiben.

Gründe für eine Marderplage

  • Der Steinmarder gehört zu den "echten" Mardern und ernährt sich in der freien Natur als hundeartiges Raubtier hauptsächlich von kleinen Wirbeltieren wie Mäusen und Vögeln sowie Insekten, verschmäht jedoch auch Eier nicht. Der Beutezug erfolgt in der Nacht, sodass er sich am Morgen für den gesamten Tag in sein Versteck zurückzieht. Dieses Verhalten werden Sie bemerken, wenn sich Marder bei Ihnen angesiedelt haben.
  • Richten Sie Futterplätze für Ihre Katze oder Ihren Hund im Freien ein, werden die Marder den Geruch der Nahrung aufnehmen und so zu Ihrem Zuhause gelockt. Obwohl die männlichen Tiere zu den Einzelgängern gehören, ihr Revier durch Duftstoffe markieren und Rivalen nicht zulassen, werden Sie in der Paarungszeit auch mit weiblichen Mardern rechnen müssen, sodass sich die Tiere durch Vermehrung zur Marderplage entwickeln können.
  • Abfälle, die von Ihnen ungesichert ins Freie verbracht werden, sind ein willkommenes Nahrungsangebot für die Wildtiere. Auch das wieder beliebte Halten von Hühnern kann die Marder an Orte anlocken, die zuvor nicht von Tieren aufgesucht wurden. Finden sie dazu trockene und ruhige Örtlichkeiten wie Dachböden oder Ställe, siedeln sie sich so lange bei Ihnen an, bis Maßnahmen ergriffen werden.

Maßnahmen, um die Plage zu beenden

Bevor Sie Maßnahmen gegen die Marderplage einleiten, ist es wichtig für Sie zu wissen, dass es sich bei den Steinmardern um Wildtiere handelt, die durch das Bundesartenschutzgesetz § 39 als solche geschützt sind, was der Staatszielbestimmung in Art. 20a GG entspricht,und daher nicht in ihrer Ruhe gestört und verletzt werden dürfen. Sie unterliegen dem Jagdrecht, was bedeutet, dass nur berechtigte Personen in einem bestimmten Revier die Raubtiere zu einer bestimmten Zeit töten dürfen.

  1. Verzichten Sie darauf, Futterstellen für Haustiere im Freien aufzustellen und sorgen Sie dafür, dass Ihr Hausmüll in geschlossenen Behältnissen, die schwer zu öffnen sind, entsorgt wird. Legen Sie keinen Komposthaufen an, der frei zugänglich ist, sondern recyceln Sie Ihre organischen Abfälle in gut verschließbaren Komposttonnen.
  2. Finden Sie die Einstiegsöffnungen der Tiere, die zu Ihrem Dachboden hinführen, verschließen Sie diese mit Maschendraht. Auch Frettchen- und Katzenhaare sowie Marderöl, Ultraschallgeräte und grelles Licht sollen gegen die Marderplage helfen.
  3. Nutzen Sie ein Weidezaungerät, das der Bund für Naturschutz gegen den Einzug von Steinmardern unter Motorhauben und dem Zerbeißen von Stromkabeln empfiehlt, wodurch die Tiere mit einem leichten Stromschlag verjagt werden. Aber auch Wellrohre über Stromkabel oder Drahtgitter über die Hauben helfen, der Plage entgegenzuwirken.
  4. Informieren Sie sich bei der Naturschutzbehörde nach einer Marderfalle, mit deren Hilfe es für Sie möglich ist, die Tiere lebend einzufangen. Sie können sie gegen ein Entgelt ausleihen und die Wildtiere mit einer behördlichen Genehmigung in deren ursprünglichen Lebensraum aussetzen.
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