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Marderkot - Beachtenswertes

Woran ist Marderkot zu erkennen und was bedeutet es, wenn Sie ihn finden? Die kleinen Nager folgen dem Menschen gerne bis in die Behausungen. Ein Dachboden bietet den Tieren idealen Schutz zur Jungenaufzucht, vorausgesetzt, das Nahrungsangebot der Umgebung stimmt. In unseren Städten finden Marder jedoch reichlich Nahrung.

Marderkot oder das Gewölle einer Eule?
Marderkot oder das Gewölle einer Eule?

Was Sie benötigen:

  • gute Beobachtungsgabe
  • eventuell eine Kamera, um den Marderkot zu dokumentieren

Oft finden sich kleine Kothäufchen im Garten oder in der Nähe des Hauses, manchmal sogar direkt am Eingang zur Wohnung. Sind das dann Igelhäufchen oder die einer fremden Katze oder ist es gar Marderkot? 

So erkennen Sie Marderkot 

Klein, würstchenförmig und mit einer gedrehten Spitze am Ende wird Marderkot beschrieben. Die Losung, wie der Kot vom Jäger benannt wird, ist etwa acht bis zehn Zentimeter lang und ein bis zwei Zentimeter dick. 

  • Oft befinden sich in dem Häufchen noch Reste aus der Nahrung. Das sind zum Beispiel Haare aus dem Fell der Beutetiere, Federn oder auch Kirschkerne. Kot und Urin eines Marders verströmen einen unangenehmen Geruch.
  • Da Marderkot und der einer Katze leicht zu verwechseln sind, ist es ratsam, nach weiteren Hinweisen zu suchen, die auf das Vorkommen eines Marders hinweisen. Die Tiere sind nachtaktiv, außerordentlich scheu und sind daher selten zu sehen. Hat sich der Marder auf einem Dachboden eingenistet, können Sie ihn in der Dämmerung oder in den zeitigen Morgenstunden dort trippeln hören.

Wenn Sie unsicher sind, fotografieren Sie den Kot und fragen Sie einen Jäger, der sich mit Tierspuren auskennt. Dann haben Sie die Sicherheit, ob es wirklich Marderkot oder der eines anderen Tieres ist.

Wissenswertes über Marder

  • Die zwei häufigsten Marderarten Deutschlands sind der Stein- (Martes foina) und der Baummarder (Martes martes). Der Baummarder lebt bevorzugt im Wald oder in dessen Nähe, der Steinmarder ist derjenige, welcher uns als Kulturfolger in Dörfern und Städten begegnet. Wenn Sie in der Nähe von menschlichen Behausungen also Marderkot finden, ist es immer der vom Steinmarder.
  • Es ist ratsam, etwas gegen den Marder zu unternehmen, sollte sich dieser Ihren Dachboden als Wohnort ausgesucht haben. Marderkot, Urin und Aasreste führen bald zu Geruchsbelästigungen. Auf dem Dachboden verbleibendes Aas ist der Nährboden für Maden und Fliegen, die dann in großer Zahl auftreten können. Somit kann der Marder zum hygienischen Problem werden. Gleichzeitig zerstören die Tiere gerne die Isolierung des Bodens. Selbst Folien werden durchfressen, so dass ein vom Marder intensiv bewohnter Boden leicht Kältebrücken aufweist. 
  • Allerdings lässt sich das kleine Tierchen nicht so leicht vertreiben. Marder stehen unter Schutz und dürfen nicht getötet werden, da sie vor nicht langer Zeit fast ausgerottet waren. Inzwischen hat sich der Bestand des Steinmarders deutlich erholt. Sein Marderkot ist in Städten häufig zu finden.
  • Am wirkungsvollsten ist es, dem Tier den Eingang zum Haus zu versperren. Sie müssen also zunächst auf Spurensuche gehen, um herauszubekommen, über welchen Weg der Nager ins Haus gelangt. Den Eingang dürfen Sie in der Zeit, in der die Tiere Junge haben, also vom April bis September, nicht versperren. Es bleibt also nur die kalte Jahreszeit.
  • Wenn Sie das Schlupfloch des Tieres nicht finden, soll laute Musik in der Nacht helfen, die Tiere zu vergraulen. Metallische Töne mögen Marder gar nicht. Auch Hundekot oder Urin anderer Haustiere sollen als Vertreibungsmittel geeignet sein, ebenso WC-Duftsteine. Allerdings müssen diese Düfte entsprechend dominant sein und immer wieder erneuert werden. Wer auf solche Hausmittel nicht vertraut oder erfolglos bleibt, kann es auch mit sogenannten Marderscheuchen versuchen. Das sind Ultraschallgeräte, die für Marderohren unangenehme Geräusche verbreiten.
  • Wenn das alles nicht hilft, bleibt Ihnen nur der Weg, einen Profi um Hilfe zu bitten. Es gibt in den Städten Jäger, die speziell diese Aufgabe erfüllen. Leider ist nicht auszuschließen, dass dann das endlich frei gewordene Revier bald wieder von einem neuen Tier bezogen wird. Achten Sie also auf Marderkot, wenn es auf dem Dachboden rumort. Am besten ist es, den Boden für Marder entweder unzugänglich oder so ungemütlich zu gestalten, dass sich der Nager freiwillig einen anderen Ort sucht.
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