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Marderköder erfolgreich auslegen

Die erfolgreichste Bekämpfungsmethode von Mardern ist die Lebendfalle, die Ihnen ein Jäger bei Ihnen aufstellen wird. Unterstützen können Sie diese langwierige Fangmethode durch das geschickte Auslegen von einem Marderköder. Mit einem Marderköder vergiften Sie das Tier nicht, sondern vertreiben sein gesundes Misstrauen.

Häufig sind rohe Eier geeignete Marderköder.
Häufig sind rohe Eier geeignete Marderköder.

Was Sie benötigen:

  • Dörrobst
  • Honig
  • getrockneter Pansen
  • rohe Eier

Marder verhalten sich anders als Mäuse und Ratten, diese lockt das Futterangebot im Haus. Marder lockt die sichere Behausung, in der sie ihren Nachwuchs bekommen und komfortabel leben können. Sie müssen den Marder praktisch erst dazu bringen, das Futter bei Ihnen zu suchen.

Wie Sie den Marderköder auslegen sollten

  • Lernen Sie Ihren Marder kennen. Das heißt lauschen Sie, an welchen Stellen er genau lang läuft, dort bringen Sie die Marderköder am erfolgreichsten an.
  • Einen speziellen Marderköder gibt es nicht. Bedenken Sie bei der Köderwahl einfach, dass Sie es mit einem Raubtier zu tun haben, das sich außer von Kleinsäugetieren und Vögeln auch von Eiern und Beeren ernährt. Probieren Sie aus, welchen Köder er bevorzugt.
  • Legen Sie an seiner Laufstelle oder schon in der Nähe der Falle rohe Eier, Dörrobst mit Honig und getrocknete Panzen aus. Rohes Fleisch lockt sie zwar auch, ist aber im Haus aus hygienischen Gründen nicht zu empfehlen. Kontrollieren Sie einmal täglich, welchen Marderköder das Wildtier angenommen hat, halten Sie Ihre Haustiere fern, damit Sie sicher sein können, dass der Marder der Fresser ist.
  • Nun arbeiten Sie mit dem bevorzugten Marderköder, indem Sie den Köder jeden Tag näher an die Falle bringen. Das muss nicht immer von Erfolg gekrönt sein, wichtig ist, dass der Marder sich immer weiter und weniger misstrauisch der Falle nähert.
  • Dass dem Marderköder Ihr persönlicher Geruch anhaftet, muss kein Problem darstellen - der Marder ist bereits Ihren Geruch und den Ihrer Hausgenossen gewohnt. Probleme kann es nur geben, wenn Sie den Marder außerhalb Ihres Hauses, wie Garage oder Scheune, fangen wollen. Tragen Sie Handschuhe, wenn Sie das Gefühl haben, dass der Marder den Köder wegen des Fremdgeruchs schmäht.
  • Legen Sie den Marderköder Schritt für Schritt in die Falle, diese darf natürlich noch nicht scharf gestellt sein. Zuerst seitlich außen an den Falleneingang. Dann in den Schacht der Falle hinein. Gönnen Sie ihm ruhig zwei Erfolge, bevor Sie die Falle spannen.
  • Um den Fang erfolgreich durchzuführen, legen Sie ein kleines Stück des Marderköders in den Eingangsschacht der Lebendfalle und ein größeres so in die Falle, dass der Marder unweigerlich den Mechanismus auslöst.
  • Legen Sie dafür die Marderköder leicht versetzt, den ersten kleineren Köder also leicht links oder rechts verlagert, sodass der Blick des Pelztieres sofort auf den größeren Marderköder fällt.
  • Die Entleerung der Lebendfalle sollten Sie dann aber unbedingt dem Jäger überlassen. Den Marder aus der Falle wieder herauszulassen ist gar nicht so leicht, wie es scheint -  die Marder sind aggressiver als sie aussehen, Raubtiere eben.

Diese Methode mag Ihnen zwar mühsam erscheinen, doch bedenken Sie, dass auf andere Weise der Marder bis zu seinem natürlichen Tod Ihr treuer Hausgenosse bleibt und die Wohngelegenheit auch gerne an seine Nachkommen vererbt.

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