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Marder anlocken und vertreiben - so geht's

Jedes Jahr das gleiche Problem: Ein Marder hat sich in Ihr Auto eingenistet, und Sie wollen ihn jetzt schleunigst dort weghaben? Wie Sie das Tier anlocken und so von Ihrem Auto entfernen können, erfahren Sie hier.

Marder anlocken und vertreiben.
Marder anlocken und vertreiben. © Templermeister / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Lebensmittel
  • Handschuhe
  • Durchlauffalle

Marder werden jedes Jahr zum Problem. Wenn sie sich einmal im Schuppen, unter dem Dach, im Garten, im Auto oder sonst irgendwo eingenistet haben, wo Sie sie nicht haben wollen, ist guter Rat oft teuer. Versuchen Sie doch zunächst, sie mit diesen Tricks anzulocken.

Marder anlocken und einfangen

  1. Marder stehen unter Artenschutz. Nicht jeder darf Sie in jedem Bundesland fangen. Informieren Sie sich also sehr genau über die Bestimmungen in Ihrem Bundesland und beachten Sie die Schonzeiten. Informationen erhalten Sie bei der zuständigen Jagdbehörde. Unter Umständen kann auch das Forstamt oder ein Tierschutzverein helfen.

  2. Wenn es rechtlich in Ordnung geht, können Sie sich eine Durchlauffalle besorgen, die den Marder lebend und unversehrt fängt. Am unkompliziertesten geht es über eine Bestellung im Internet.

  3. Marder anlocken, geht wie bei allen Tieren am Besten über ihren Magen. Rohe Eier, Trockenobst, Leberwurst oder Nüsse sind eine gute Wahl.

  4. Nehmen Sie sich ein Paar Latex- oder Plastikhandschuhe zur Hand. Es reichen auch solche, die Sie zum Tönen der Haare verwenden.

  5. Legen Sie den Köder über mehrere Tage an der gleichen Stelle aus - möglichst schattig. Das Futter wird den Marder anlocken. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis die Fütterung regelmäßig angenommen wird.

  6. Achten Sie dabei genau darauf, die Lebensmittel niemals mit der bloßen Hand zu berühren.

  7. Wenn die Fütterung regelmäßig angenommen wird, stellen Sie die Durchlauffalle nach Anleitung dort auf, wo Sie zuvor den Köder hingelegt haben. Der Köder ist dabei in der Regel am Auslösemechanismus befestigt. Dann heißt es warten.

  8. Ist der Marder in die Falle getappt, übergibt man sie am Besten einem Jäger, dem örtlichen Forstamt oder, wenn das Tier in schlechter Verfassung ist, einer Wildtierstation.

Immer vorausgesetzt, dass das Anlocken und Fangen rechtlich erlaubt ist. Ansonsten kann es Ihnen strafrechtlich zur Last gelegt werden. Zu bedenken ist auch, dass Marder sehr schlau sind und womöglich nicht in die Falle gehen. Zudem kann der Köder auch andere Tiere anlocken, welche dann stattdessen in die Falle tappen. Wenn Sie sich den Stress ersparen wollen, keine Zeit oder keinen Erfolg haben, können Sie die Sache natürlich auch einem Fachmann übertragen. Schädlingsbekämpfer oder auch Jäger bieten diese Dienste häufig an.

Marder fernhalten, statt anlocken

  • Wenn man einem Marder losgeworden ist, ist es ratsam, Maßnahmen zu treffen, um weitere Tiere fernzuhalten. Andernfalls beansprucht einfach ein anderer Marder das Revier des Alten, und dann geht das Spiel von Anlocken und Fangen wieder von vorne los.
  • Will man Marder vom Dachboden, Hühnerstall oder sonstigen Räumen fernalten, hilft nichts mehr als regelmäßige Anwesenheit. Die Tiere fühlen sich dann durch den Menschen gestört.

  • Andere Möglichkeiten sind Hundehaare zu verteilen oder speziell entwickelte akustische Geräte aufzustellen. Statt den Marder anzulocken, schrecken diese ihn oft ab.

  • Für das Auto gibt es Chili-Sprays, die gegen Marder eingesetzt werden können, da diese bei Berührung des Mittels mit ihren Schleimhäuten ein unangenehmes Brennen verspüren.

  • Auch ein Metallgitter unter den Motor zu schieben, kann helfen. Die Marder betreten dieses in der Regel nicht gerne und bleiben so dem Auto fern.

Das Auto sollte sicherheitshalber regelmäßig auf Schäden durch Marder kontrolliert werden. Dennoch wird Ihr Leben ab sofort hoffentlich marderfrei sein.

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