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Luftwärmeheizung - Vor- und Nachteile

Kohle, Gas und Erdöl sind begrenzt vorhandene Energielieferanten. Da die Atomkraft letztendlich auch nicht alle Energieprobleme gelöst hat, sollten Sie sowohl bei einem Neubau als auch bei der Sanierung eines Altbaus über alternative Heizmöglichkeiten wie zum Beispiel eine Luftwärmeheizung nachdenken.

Sparen Sie bares Geld beim Heizen.
Sparen Sie bares Geld beim Heizen. © Günther_Richter / Pixelio

So funktioniert die Luftwärmeheizung

  • Bei dieser Technik wird die Wärmeenergie aus der Umgebungsluft gefördert. Luftwärmetauscher nehmen die Wärme der Luft auf.
  • Eine Wärmepumpe gibt die Wärme über einen Wasserkreislauf in den Räumen wieder ab. Das geschieht über eine Fußbodenheizung, über an der Wand befestigte Heizkörper oder über Gebläsekonvektoren.
  • Es gibt hierbei zwei unterschiedliche Techniken. Die Direktverdampfung funktioniert so, dass die vorhandene Luft mittels eines Ventilators zu einem Verdampfer geführt wird. Sie haben die Wahl zwischen Innen- und Außen- sowie Splitgeräten.
  • Bei der direkten Verdampfung befindet sich noch ein Solekreislauf dazwischen. Dieser Solekreislauf nimmt die Umgebungswärme auf, die mittels eines Wärmetauschers in einen Kältemittelkreislauf geleitet wird. Der Solekreislauf enthält eine Mischung aus Wasser und Frostschutzmittel, zum Beispiel Methanol, Ethanol oder Glycerin.

Das sind die Vorteile einer Luftwärmeheizung

  • Wenn Sie mit einer Luftwärmeheizung Ihre Räume heizen, handeln Sie umweltfreundlich. Denn diese Art der Heizung benötigt eigentlich nur Luft und ein wenig Strom für die Pumpe, um Wärme zu erzeugen.
  • Dadurch sparen Sie eine Menge Kosten. Denn Luft steht kostenlos zur Verfügung. Damit sind Sie auch unabhängig von den Preisen der Energieversorgungsunternehmen.
  • Die Installation kann in jedem Haus erfolgen. Auch bei älteren Häusern ist sie kein Problem.
  • Im Sommer kühlt die Luftwärmeheizung die Räume. Das ist ein Effekt, den eine normale Heizung nicht bieten kann.
  • Sie benötigen zur Installation keine Genehmigung einer Behörde. 
  • Es ist keine Vorlaufzeit erforderlich. In dem Moment, in dem Sie die Heizung aufdrehen, kommen Sie auch schon in den Genuss der Heizleistung.

Diese Art des Heizens hat jedoch auch Nachteile

  • Je kälter die Umgebungsluft ist, desto geringer fällt die Heizleistung der Luftwärmeheizung aus. Gerade in sehr kalten Wintern ist das ein Nachteil. Hier empfiehlt sich die Kombination mit einer herkömmlichen Heizung bzw. einer Solaranlage, um dem Umweltfaktor weiter Rechnung zu tragen.
  • Die Anschaffungs- und Installationskosten sind zunächst ziemlich hoch. Ab ungefähr 4.000 Euro bekommen Sie eine kleine Anlage, die sich jedoch mit den Jahren mehr und mehr amortisiert. Aber diese Investitionskosten müssen Sie erst einmal ausgeben.
  • Für den Betrieb der Pumpe benötigen Sie weiterhin Strom. Sie sind also nicht völlig unabhängig von den Preisen der Energielieferanten.

Bei einem Neubau sollten Sie auf alle Fälle sehr gründlich darüber nachdenken, welche Art der Beheizung die sinnvollste ist. Das hängt stark von den natürlichen Gegebenheiten, also in welchem Gebiet das Haus steht, sowie von der Größe und Nutzung ab.

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