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Kupfervitriol und seine Verwendung - so geht's

Unter Kupfervitriol versteht man die chemische Verbindung Kupfersulfat. Welche Verwendung bietet sich dem Nicht-Chemiker in Freizeit und Haushalt?

So einen Kristall kann man aus Kupfervitriol herstellen.
So einen Kristall kann man aus Kupfervitriol herstellen.

Was Sie benötigen:

  • Kupfervitriol

Kupfervitriol - wissenswerte Eigenschaften

  • Kupfervitriol hat die chemische Formel CuSO4.
  • Kupfersulfat ist stark wasseranziehend, d. h. hygroskopisch. Das Wasser wird dabei als Kristallwasser gebunden und das wasserhaltige Pulver wird blau.
  • Die Substanz gilt heute als nicht ungiftig; tragen Sie also besser Gummihandschuhe, wenn Sie damit hantieren.

Verwendung von Kupfersulfat

  • Es kann in der Kristallzucht verwendet werden. Man kann damit eindrucksvolle blaue Kristalle herstellen.
  • Vor allem im Weinbau wurde es als Pflanzenschutzmittel gegen Pilzerkrankungen der Weinreben eingesetzt. Die Verwendung erfolgte hier als Mischung mit Kalziumhydroxid. Im Rahmen des Bio-Anbaus ist man von der Verwendung heute jedoch weitgehend abgekommen.
  • Eine weitere Verwendung bietet die Galvanotechnik. Man kann hier bestimmte Materialien verkupfern.
  • Kupfervitriol wirkt gegen Algen, Moos, Wasserorganismen usw. und kann zum Beispiel in Swimmingpools eingesetzt werden. Beachten Sie dabei, dass Kupfervitriol als nicht ungiftig gilt und verwenden Sie nur geringe, gesundheitlich unbedenkliche Mengen. Informieren Sie sich am besten im Fachhandel.
  • Vor nicht allzu langer Zeit wurde Kupfervitriol zu medizinischen Zwecken als Wundbehandlung und als Brechmittel verwendet.

So gelingt ein Kupfersulfatkristall

  1. Erhitzen Sie etwa einen halben Liter Wasser in einem sauberen Topf oder Becherglas. Das Wasser soll nicht zum Kochen gebracht werden. Wer es ganz perfekt machen will, verwendet destilliertes Wasser.
  2. Geben Sie dabei immer wieder Kupfersulfatpulver hinzu.
  3. Wiederholen Sie die Kupfersulfatzugabe so lange, bis sich am Boden eine Schicht Pulver absetzt.
  4. Nehmen Sie den Topf vom Herd und geben Sie einen Faden hinein.
  5. Lassen Sie den Ansatz zugedeckt einige Tage stehen; am Faden bildet sich ein Kristall.
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