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Karbidlampe - die erste Grubenlampe unter die Lupe genommen

Die Karbidlampe stellt eine altertümliche, wenn auch wirksame Alternative zur Beleuchtung dar. Diese wurde mitunter in Gruben eingesetzt, ihre Funktion erfüllte die Lampe aber auch an Fahrrädern.

Grubenlampen erleichtern die Sicht in Gängen.
Grubenlampen erleichtern die Sicht in Gängen.

Karbidlampe - wissenswerte Hintergrundinformationen zur Technik

Die Karbidlampe stellt eine Gaslampe dar, die den Brennstoff, meistens Calciumcarbid, verbrennt.

  • Dabei ist der Brennstoff selbst chemisch gebunden in Form des Calciumcarbids und erst knapp vor dem Verbrennen wird dieses in Gas umgewandelt.
  • Die Lampe und deren Entstehung geht auf Thomas Willson zurück, der um 1892 eine Methode entwickelte, um wirtschaftlich die Produktion des Calciumcarbids zu nutzen. Die Ausleuchtung mit Karbidbeleuchtungen erfolgte dann ab 1894 bzgl. Fahrrädern und Gebäuden.
  • Sie sollten es vermeiden ältere Modelle für den Heimgebrauch zu nutzen, denn die Lampe verfügt über keine wesentlichen Sicherheitsvorkehrungen, auch können Dichtungen zwischen Carbid- und Wasserbehälter undicht werden und das Gestell zu brennen beginnen.
  • Die Funktionsweise der Lampe ist relativ einfach. Die Karbidlampe verfügt im oberen Bereich über einen Wasserbehälter, unter diesem befindet sich der Behälter für Carbid. Nach dem Lösen einer Wasserschraube tropft das Wasser auf das Carbid, welches sich ausdehnt und nach ca. 2 Minuten Einwirkzeit Acetylengas entwickelt als chemische Reaktion. Dieses lässt sich entzünden.
  • Sie sollten es vermeiden ältere Modelle für den Heimgebrauch zu nutzen, denn die Lampe verfügt über keine wesentlichen Sicherheitsvorkehrungen, auch können Dichtungen zwischen Carbid- und Wasserbehälter undicht werden und das Gestell zu brennen beginnen. Auch die Rußentwicklung ist sehr nachteilig neben der Feuergefahr.
  • Sie sollten Carbid betriebene Lampen niemals mit Wasser löschen im Falle einer Feuer- oder Flammenentwicklung, denn dieses verstärkt die Entwicklung des brennbaren Gases.

Die Verwendung der Lampen an Fahrzeugen

Die Karbidlampen kamen nicht nur in Gruben, Minen etc. vor, sondern damit wurden mitunter auch Fahrzeuge bestückt.

  • Die Karbidlampen werden auch als Fahrzeugbeleuchtung für Motorfahrzeuge und Räder verwendet, um einerseits als Nutzer besser unbefestigte Wege auszuleuchten, andererseits wurden Verkehrsteilnehmer auch in größerer Entfernung besser erkannt.
  • Auch die Eisenbahn nutzt bis in das Jahr 1950 die Lampen, vor allem die sog. Formsignale können damit bestückt werden.
  • Die Karbidlampe bietet eine robuste Leuchte, die vor allem in der Höhlenforschung von Großhöhlen immer noch verwendet wird, dabei unterscheiden sich moderne Lampen von den altertümlichen Konstruktionen. Die Aufteilung der beiden Behälter für Wasser und Carbid erfolgt über die Trennung der Komponenten, den Entwickler und den Brenner. Durch einen Schlauch sind beide Bestandteile verbunden, sodass der Sicherheitsaspekt bei modernen Leuchten berücksichtigt und technisch umgesetzt ist.
  • Bei der Verwendung moderner Lampen auf Basis des Carbids sollten Sie sich nach unterschiedlichen Modellen erkundigen, denn als nachteilig wird der mögliche Wasserverlust und die Rußbildung bezeichnet, auch die oft unangenehme Geruchsentwicklung ist nachteilig. Die offene Flamme kann Ausrüstungsgegenstände wie Seile, Bekleidung etc. in Brand setzen.

Sie sollten die Vor- und Nachteile diverser Beleuchtungsalternativen in Betracht ziehen, die Karbidlampe kann auch vorteilhaft zum Entzünden von Feuern eingesetzt werden, sodass im Notfall Signale gegeben werden können.

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