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Krabat: Müllerburschen - Hintergrundwissen

Krabat, die Geschichte des Müllerburschen, der sich an der Mühle zum Koselbruch als Lehrling verdingt und in die schwarze Magie eingeführt wird, ist eines der bekanntesten Bücher Otfried Preußlers. Die Müllerburschen führen zunächst ein scheinbar unbeschwertes und gutes Leben, doch der Schein trügt, wie Krabat bald feststellen muss. Der Meister bestimmt über Tod und Leben, jedes Jahr muss er einen seiner Müllerburschen dem Herrn Gevatter als Tribut opfern.

In der Gestalt einer Krähe lernt Krabat die Schwarze Kunst.
In der Gestalt einer Krähe lernt Krabat die Schwarze Kunst.

Die Geschichte von Krabat

  • Karbat ist der Name eines Müllerburschen, über den Otfried Preußler in seinem gleichnamigen Jugendroman ausführlich schreibt. Es geht um den jungen Krabat aus Hoyerswerda, der sich in der Mühle am Koselbruch bei Meister als Lehrling bewirbt, um eine Ausbildung zum Gesellen zu absolvieren.
  • Was Krabat nicht weiß, ist die Tatsache, dass er sich einem Meister unterwirft, der selber ein Meister der Schwarzen Kunst ist, welche er an seine Müllerburschen weitergibt. Mit einem Schwur unterwirft sich auch Krabat dem Meister und ist somit an diesen gebunden, ohne eine Möglichkeit, zu entkommen.
  • Die Geschichte von Krabat geht über drei Jahre, seine Gesellenjahre, in denen er viel lernt, Schlimmes erlebt und mit der schlimmen Wahrheit über das Schicksal aller Müllerburschen im Koselbruch konfrontiert wird. Jedoch schafft Krabat es, den Meister mit der einzig möglichen Chance zu besiegen. Die Liebe seiner Kantorka rettet ihm das Leben und schenkt allen Müllerburschen die Freiheit, losgelöst von aller Schwarzen Magie.

Dieses Buch ist ein sehr fesselnder Roman, der nicht nur für Kinder geschrieben wurde.

Die Müllerburschen haben ein bitteres Los

  • Die Mühle am Koselbruch kann nur dann mahlen, wenn die Anzahl der Müllerburschen vollständig ist. Es müssen immer 12 Burschen für den Meister arbeiten, bis dahin steht die Mühle still. Dies liegt an der Tatsache, dass Schwarze Magie im Spiel ist. Der Meister selber untersteht dem Gevatter Tod, der jedes Jahr seinen Tribut, das Leben eines Müllerburschen, fordert. Dieser muss dann durch einen neuen Burschen ersetzt werden, ansonsten steht die Mühle still.
  • Sobald sich die Burschen nach einer Probezeit dem Meister unterworfen haben, indem sie unter dem Joch hindurch in seine Arbeitszimmer getreten sind und den Schwur geleistet haben, werden sie von diesem fortan in der Kunst der Schwarzen Magie unterrichtet. Einmal wöchentlich treffen sie sich in seinen Zimmer, nehmen die Gestalt von Krähen an und lernen viele wunderliche Dinge.
  • Im Gegenzug fällt ihnen am Tage nun jede noch so harte Arbeit nicht mehr schwer, sie können alles verrichten, ohne sich auch nur anstrengen zu müssen. Bei Nacht geht es ihnen aber nichts anders als allen anderen Menschen auch, sie müssen schuften, um die gleiche Arbeit verrichten zu können, die ihnen tagsüber mühelos von der Hand geht. Dies ist immer dann nötig, wenn der Herr Gevatter kommt und sein spezielles Mahlgut in dem verbotenen Gang mahlen lässt. Dann müssen alle Müllerburschen einschließlich des Meisters hart arbeiten.
  • Die Burschen genießen über das Jahr ihre besonderen Fähigkeiten und haben auch viel Spaß, auch behandelt der Meister sie immer gut, solange sie ihm treu ergeben sind. Das immer wiederkehrende, schlimme Ende eines Müllerburschen verdrängen sie gekonnt, weil sie sich völlig macht- und hilflos fühlen und sich in ihr Schicksal ergeben. Einzig der vermeintlich dumme Juro unterstützt Krabat aktiv und effektiv bei seinen Antrengungen, den Meister durch die Liebe eines Mädchens, dessen Namen der Meister niemals erfahren darf, zu besiegen. Hiervor hat Tonda, der Altgeselle und Freund von Krabat, diesen gewarnt, denn der Meister ist in der Lage, den Namen auch aus den Träumen zu lesen. Har er ihn, ist das Schicksal des Mädchens besiegelt, es erliegt einem Unfall und der Müllerbursche wird das nächste Opfer für den Herrn Gevatter. Genau dies geschieht mit Tonda.
  • Krabat jedoch gelingt es, den Meister zu besiegen, da er selber den Namen des Mädchens auch nicht weiß, dieses ihn aber erfolgreich freibittet, indem sie ihn unter allen Müllerburschen zielstrebig erkennt, obwohl sie sich in Krähen verwandeln mussten.
  • Die Mühle geht in Flammen auf, der Meister wird den Tag nicht überleben und die Müllerburschen sind frei, können als normale Müllergesellen ihrer Wege gehen, ihre magischen Fähigkeiten haben sich mit der Mühle und dem Meister in Luft aufgelöst.
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