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Kontraphobiker - Erklärung

Von dem Begriff "Phobie" hat bestimmt jeder schon einmal etwas gehört und schafft es auch, dieses Wort richtig einzuordnen. Doch zu dem Thema "Phobien" gibt es noch viele weitere Begriffe, die vielleicht nicht jedem klar sind. Haben Sie z. B. schon einmal von einem "Kontraphobiker" gehört und wissen, worum es sich hierbei handelt?

Viele Kontraphobiker sind leidenschaftliche Achterbahnfahrer.
Viele Kontraphobiker sind leidenschaftliche Achterbahnfahrer.

Was ein Kontraphobiker ist

  • Das Wort "Kontraphobiker" setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: "Contra" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "gegen". Der Phobiker ist eine Person, die eine Phobie hat, welche im Griechischen mit "Angst", "Furcht" übersetzt wird.
  • Bei einem Kontraphobiker handelt es sich offensichtlich um eine Person, die das absolute Gegenteil eines Phobikers ist. Ein Phobiker empfindet Angst vor bestimmten Dingen und Situationen, er leidet unter der Angst und den damit auftretenden körperlichen und psychischen Symptomen. Üblicherweise meiden Phobiker Situationen, in welchen sie mit ihren Ängsten konfrontiert werden würden.
  • Der Kontraphobiker meidet folglich nicht die Angst - er macht das genaue Gegenteil: Er sucht die Angst. Falls Sie sich jetzt fragen, wer denn so etwas machen könnte, dann dürfen Sie nicht nur an "kranke" Menschen denken, die sich stark selbst gefährden. Auch ganz "normale" Menschen suchen manchmal ganz bewusst Angstsituationen.

Warum manche Menschen Kontraphobiker sind

  • Die Angst im Menschen hat viele verschiedene Funktionen. Sie dient als Alarmsignal, sodass man in gefährlichen Situationen bereit zur Flucht ist. Die Angst vor Bestrafung hindert die Menschheit, sich gegenseitig zu verletzen und die Angst vor Unfällen schützt den Menschen vor Verletzungen. Nachdem jede Angst erfolgreich überstanden wurde, breitet sich im Körper der zuvor ängstlichen Person ein Wohlgefühl bzw. ein Gefühl der Erleichterung aus. Und genau dieses Gefühl wollen Kontraphobiker spüren.
  • In einer Angstsituation werden Adrenalin, Noradrenalin und andere Hormone ausgeschüttet. Der Blutdruck erhöht sich und die Atmung wird schneller. Dadurch wird dem Körper mehr Energie zur Verfügung gestellt. Sobald die Angst abflacht, wird der Neurotransmitter Dopamin im Körper freigesetzt, welcher auch als Glückshormon bezeichnet wird. Durch das Dopamin fühlt sich die zuvor ängstliche Person erleichtert, glücklich und ist vielleicht sogar durch das Glücksgefühl der Meinung, jene Situation noch einmal meistern zu können. Das Dopamin ist somit die Ursache dafür, dass es Kontraphobiker gibt.
  • Kontraphobiker lieben somit das Gefühl, welches durch das Dopamin verursacht wird. Aktionen wie Bungee-Jumping, Achterbahnfahren etc. versetzen den Menschen in eine Angstsituation, auf welche der Körper wie oben geschildert reagiert. Nach der Aktion verspürt die Person wieder das Gefühl der Erleichterung, der Glückseligkeit etc. und so kann sich daraus eine gewisse "Sucht" entwickeln.

Vielleicht konnten Sie ja nun feststellen, dass Sie Kontraphobiker sind. Wichtig ist bloß auch hier, dass Sie es nicht übertreiben - muten Sie Ihrem Körper und Ihrem Geist nicht zu viel Angst zu.

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