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Konsiliarärzte - Definition

Wenn Sie Patient in einer Klinik sind, dann brauchen Sie vielleicht manchmal nicht nur einen Arzt, sondern auch andere spezialisierte Mediziner, die Ihre Behandlung unterstützen. Das sind häufig Konsiliarärzte, die auf Anforderung des behandelnden Mediziners tätig werden.

Ein Arzt hat viel Verantwortung.
Ein Arzt hat viel Verantwortung.

Als Konsile werden die Beratungen von Ärzten durch Fachärzte bezeichnet. Auch Wundschwestern, Psychologen, Physiotherapeuten und andere Berufsgruppen können konsiliarisch tätig werden.

Wozu Kliniken Konsiliarärzte brauchen

Nicht immer sind alle Fachärzte, die auf einer Station in einer Klinik benötigt werden, auch dort direkt angestellt. Manche Mediziner arbeiten auf anderen Stationen oder haben eine eigene Praxis außerhalb der Klinik.

  • Diese Konsiliarärzte können also entweder beim Krankenhaus oder der medizinischen Einrichtung angestellt sein, aber eigentlich auf einer anderen Station arbeiten oder Sie sind rechtlich selbstständig und haben einen Kooperationsvertrag mit der Klinik geschlossen.
  • Häufig arbeiten Konsiliarärzte auch in medizinischen Versorgungszentren. Das sind Praxen, die in die Klinik integriert sind; so vermietet etwa ein Nebengebäude eines Krankenhauses zahlreiche Räume an Ärzte, die dort Ihre Praxis betreiben. Auch hier sind die Ärzte nicht bei der Einrichtung angestellt, sondern mieten dort nur die Räume für ihre Arbeit, werden aber bei einem Konsil doch in der Klinik direkt tätig.
  • Wenn das Fachwissen dieser Ärtze bei Patienten gebraucht wird, dann wird dafür ein sogenanntes Konsil ausgeschrieben, d. h., der jeweilige Stationsarzt schreibt dann eine Anforderung und bittet damit den spezialisierten Mediziner um Rat.

Die Tätigkeiten von Konsiliarärzten

  • Konsiliarärzte sind typischerweise für die Diagnostik zuständig. So kann es etwa sein, dass ein Hals-, Nasen- und Ohrenarzt via Konsil hinzugezogen wird, wenn bei einem Patienten Probleme mit dem Gleichgewichtsorgan im Ohr vermutet werden.
  • Darüber hinaus können Konsiliarärzte auch Behandlungen vorschlagen. So kann ein Orthopäde, der konsiliarisch bei einem Patienten mit einem Knochenbruch herangezogen wird, beurteilen, wie die Physiotherapeuten diesen nach der Operation am besten mobilisieren sollten, damit der Betroffene wieder lernt, sich richtig zu bewegen.
  • Dazu kommt der Arzt zu dem jeweiligen Patienten, liest sich dessen Behandlungsakten durch, untersucht den Patienten und schreibt dann auf den Konsiliarschein, welche Feststellungen er gemacht hat und was er dem Arzt vor Ort empfiehlt.
  • Genauso kann der Arzt aber auch Behandlungen vornehmen. Ein Gastroenterologe (Spezialist für das Verdauungssystem) kann etwa konsiliarisch eine Magenspiegelung oder die Entfernung eines Gewebes im Magen-Darm-Trakt übernehmen.
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