Vorbereitung einer Konfirmationsrede

Eine Konfirmationsrede ist eine Laudatio, eine ehrende Rede. Ihr wesentlicher Adressat ist der Konfirmand, nicht seine Eltern oder Geschwister oder der Pfarrer und auch nicht Gott.

    1. Als Erstes setzen Sie sich bitte mit dem Konfirmanden zusammen. Fragen Sie ihn, ob er überhaupt eine Rede will. Ist ihm das eigentlich eher peinlich (und ist er nicht nur zu schüchtern), lassen Sie es und sparen Sie sich und ihm Peinlichkeiten. Es ist schließlich der Tag des Konfirmanden.
    2. Will er es, fragen Sie ihn nach seinen Wünschen. Schließlich ist er Ihr wichtigster „Kunde“ für Ihre Rede. Überlegen Sie am besten zusammen: Soll die Rede lustig werden? Oder eher ernst?
    3. Soll die Rede lang werden? Oder eher kurz? Wenn darüber das Essen kalt wird, wäre das ein bisschen ärgerlich. Ihre Konfirmationsrede sollte auf jeden Fall so kurz sein, dass sie, langsam gesprochen, nicht mehr als zehn Minuten dauert.
    4. Welche Informationen dürfen Sie preisgeben? Welche nicht? Wenn sich etwa der Konfirmand seit Neuestem rasieren muss (eher unwahrscheinlich, aber möglich), ist das vielleicht ein stolzer Beleg seines Heranwachsens und seiner Männlichkeit. Oder es ist ihm fürchterlich peinlich.
    5. Nach diesen Vorlagen entwerfen Sie Ihre Rede: Den Konfirmanden ehrend, seine Stärken heraushebend. Getragen von der Liebe, Achtung oder Freundschaft, die Sie für ihn empfinden. Gestützt von gemeinsamen Erinnerungen, von den Abenteuern, die Sie miteinander bestanden haben, halten Sie in Ihrer Rede inne, um sowohl zurück, als auch nach vorne zu blicken.
    6. Ist der Entwurf fertig, halten Sie die Rede einmal „trocken“ vor sich oder einem Freund. So werden Ihre Stimme und Ihr Vortrag besser.