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Keimstopp für Kartoffeln - so halten Sie Ihren Vorrat frisch

Kartoffeln werden von Landwirtschaft und Handel nach der Ernte nicht nur gelagert, sondern mit Chemie behandelt. Für mindestens 6 Monate soll der Keimstopp bei Kartoffeln anhalten. Verbraucher finden derart vergiftete Erdäpfel im Handel immer gekennzeichnet mit dem Vermerk, nach der Ernte behandelt. Selbst bei Frühkartoffeln finden sich oft die Gifte.

Ungekeimte Kartoffeln für den Verkauf
Ungekeimte Kartoffeln für den Verkauf © Elisabeth Patzal / Pixelio

Früher haben die Menschen Kartoffeln zentnerweise im Keller eingelagert. Von staatlicher Seite wurde die Einlagerung zu privaten Zwecken mit einem Keimstopp-Pulver unterstützt. Seit 2001 können Privatkunden das Pulver nicht mehr frei erwerben. Bei falscher Dosierung sind gesundheitliche Schäden nicht auszuschließen.

Keimstopp für Kartoffeln mithilfe der Chemie

  • Das heute bei der industriellen Kartoffellagerung eingesetzte Keimstopp-Wunderpulver beinhaltet solche Bestandteile wie Chlorpropham, Thiabendazol und Imazalil. Schon die Namen der chemischen Verbindungen sollten für Sie Grund genug sein, eine Gesundheitsschädigung bei einem Verzehr nicht auszuschließen.
  • Kartoffeln werden heute in modernen gekühlten Lagerhäusern aufbewahrt. Bei Temperaturen von 2 bis 5 Grad Celsius bleiben sie längere Zeit keimfrei. Die biologische Uhr lässt sich dennoch nicht aufhalten. Nach gewisser Zeit beginnt die Kartoffel, zu wachsen und zu keimen. Eine zusätzliche Behandlung mit chemischen Mitteln soll den Prozess des Keimens verzögern.
  • Als Privatverbraucher können Sie größere Mengen von Kartoffeln in einem kühlen Keller oder in geringerem Umfang in speziellen Kühlschrankfächern aufbewahren.

Bau einer Strohmiete zum Lagern von Kartoffeln

Eine sehr sichere und ohne Chemie auskommende Art der Kartoffelllagerung ist das Einlagern in Stroh. Eine Kartoffelmiete gehörte viele Jahre zu jedem Bauernhof.

  1. Sie graben im Garten ein etwa 50 Zentimeter tiefes Loch, das Sie mit Stroh auskleiden.
  2. Legen Sie die Kartoffeln hinein und bedecken diese mit Erde.
  3. Einige Belüftungslöcher müssen lassen, da Kartoffeln Wärme produzieren, die abgeführt werden muss.
  4. Bei Temperaturen oberhalb von der Frostgrenze bleiben die Löcher offen. Nur bei Frostgefahr verschließen Sie die Belüftungslöcher. Bei starkem Frost decken Sie zusätzlich mit Stroh ab.
  5. Bei Bedarf entnehmen Sie Kartoffeln und verschließen alles wieder.

Nur beim Kauf von Biokartoffeln können Sie sicher sein, dass kein chemischer Keimstopp eingesetzt wird. Schälen Sie immer behandelte Kartoffeln. Unbehandelte Frühkartoffeln können Sie auch mit Schale essen.

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