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Kartoffel lagern - so halten Sie sich länger

Kartoffeln sind ein sehr vielseitiges Gemüse. Für eine längere Aufbewahrung ist es wichtig, die Kartoffeln richtig zu lagern. Bei kleineren Mengen aus dem Supermarkt ist das sicher machbar aber bei größeren, z.B. aus eigener Ernte, die über den Winter eingelagert werden sollen, ist das schon schwieriger.

Kartoffeln müssen richtig gelagert werden.
Kartoffeln müssen richtig gelagert werden.

Was Sie benötigen:

  • Maschendraht
  • Sand
  • Stroh

So bringen sie Ihre Kartoffeln über den Winter

  • Grundvoraussetzung für eine richtige Lagerung ist die, dass das jeweilige Lagergut, in diesem Fall die Kartoffeln, absolut trocken ist. Faulige oder verletzte Knollen sollten Sie immer aussortieren, bevor Sie die Kartoffeln lagern.
  • Am häufigsten lagern Kartoffeln in Kellern. Allerdings bieten die Keller in neueren Häusern keine guten Bedingungen mehr für eine Einkellerung. Für eine Einlagerung ist eine Luftfeuchtigkeit von 80 - 90 % erforderlich und Temperaturen von 1 - 6 °C. Bei wärmeren Temperaturen würden sie vorzeitig Keime ausbilden.
  • Um kleinere Mengen Kartoffeln zu lagern, die bald verbraucht werden, reicht eine dunkle Speisekammer oder ein dunkler und kühler Platz in der Küche aus. Wichtig ist, dass Sie die Kartoffeln vor Licht schützen, ansonsten bilden sie grüne Stellen, die gesundheitsgefährdende Substanzen enthalten.
  • Waschen Sie die Kartoffeln nach der Ernte bzw. vor dem Einlagern nicht ab, sondern entfernen Sie nur den losen Schmutz. Dann können Sie sie locker in luftdurchlässige Holzstiegen legen und im Keller lagern. Es ist ratsam, die Kartoffeln dann alle paar Tage umzuschichten und dabei faulige Kartoffeln mit auszusortieren.
  • Wichtig für die Kartoffeln, die Sie im Keller lagern, ist eine ausreichende Belüftung, deshalb sollten Sie die Holzstiegen mit den Knollen nicht direkt auf den Boden stellen, sondern so, dass die Luft unter der Kiste zirkulieren kann.
  • Besonders wichtig ist, dass Sie Kartoffeln nie mit Obstsorten wie Äpfeln, Birnen, Pflaumen, Bananen oder Pfirsichen zusammen lagern. Dieses Obst dünstet das Reifegas Ethylen aus, was die Kartoffeln wie auch jedes andere Gemüse, verderben lassen könnte.

So lässt sich das Gemüse in Erdmieten lagern

Eine sehr alte Form der Lagerung stellen sogenannte Erdmieten dar. In einer Erdmiete können Sie verschiedene Obst- und Gemüsesorten in einem Erdloch frostsicher lagern. Der Bau einer Erdmiete ist relativ einfach.

  1. Zuerst heben Sie, entsprechend der darin unterzubringenden Menge, ein Erdloch aus.
  2. Dieses Erdloch legen Sie dann mit Maschendraht aus, zum Schutz vor Wühlmausen und anderen Nagern.
  3. Auf diesen Maschendraht kommt als unterste Schicht eine Drainage aus Sand, etwa 10 cm hoch. Diese Drainage sorgt dafür, dass das Wasser ablaufen kann.
  4. Auf den Sand kommt nun eine Schicht Stroh und darauf lagern Sie die Kartoffeln.
  5. Oben auf die Kartoffeln kommt wieder eine Lage Stroh und abschließend wird Erde zum Schutz vor Frost über der Grube verteilt.

Wichtig ist, dass Sie den Standort der Erdmiete markieren, um sie auch im Schnee wiederfinden zu können.

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