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Italienisch - diesen Tagesablauf sollten Sie für Ihren Urlaub kennen

Wenn Sie nach dem Tagesablauf in Italien fragen, könnte es sein, dass Sie vielleicht einen Urlaub, längeren Aufenthalt oder gar einen Umzug nach Italien planen. Grundsätzlich ist der italienische Tagesablauf nicht viel anders als in Deutschland. Nur die Gewohnheiten innerhalb des Tagesablaufs könnten verschieden sein. Da ist es schon ganz sinnvoll, dass Sie sich zunächst informieren, wie es sich auf „Italienisch“ lebt.

Italien ist, wie die italienische Sprache, melodisch schön.
Italien ist, wie die italienische Sprache, melodisch schön.

Ob Italienisch oder Deutsch - der Tagesablauf ähnelt sich

  • Italien ist ein europäischer, republikanischer Staat, dessen „schuhförmige“  Halbinselform vom Mittelmeer umgeben ist. Das Land, mit der Hauptstadt Rom,  misst etwa 301.338 km² und beherbergt circa 61.000.000 Menschen. Schon zur Zeit der Antike machte sich Italien einen Namen, als das „Römische Reich“ und die Toskana gilt als Ursprungsgebiet der Renaissance.
  • Heute unterteilt sich Italien in 20 Regionen, die sich 103 Provinzen teilen. Zu Italien zählen zwei autonome Regionen, die  italienisch-deutsch-sprechende Trentino-Alto Adige und die italienisch-französische Valle d`Aosta. Die wohl bekanntesten Regionen sind Sizilien, Piemont, Sardinien, Lombardei, Toskana, Venetien, Kampanien und Umbrien, mit den entsprechenden Hauptstädten Palermo, Turin, Cagliari, Mailand, Florenz, Venedig, Rom, Neapel und Perugia.
  • Schon die Sprache „italienisch“ klingt in den Ohren Fremder wie eine leichte Musik und als solche wird das Land auch erlebt. Doch Italien hat zwei Seiten. Für den Besucher mag der italienische Tagesablauf zunächst dem deutschen ähneln, denn auch die Italiener stehen morgens auf, Duschen, Frühstücken, fahren zur Arbeit, essen zu Mittag, fahren erneut zur Arbeit, um gegen Abend die letzte Mahlzeit einzunehmen. Wichtig ist, dass Sie italienische Gewohnheiten kennen.

Achten Sie während des Tages auf bestimmte Gewohnheiten

  • Die italienische Bürokratie wird Sie das Wichtigste lehren, was Sie in Italien benötigen: Geduld. Die Mühlen der Behörden arbeiten wesentlich langsamer als in Deutschland - aber gründlich. Im Grunde erklärt diese Sachlage viel über den italienischen Tagesablauf: keine Hetze. Selbst wenn das Frühstück gehetzt erscheinen mag, so ist es das noch lange nicht, denn im Grunde ist es, den Verhältnissen angepasst, praktisch.
  • In Italien gibt es erst ab 20.00 Uhr ein ausgedehntes Drei-Gänge-Menü und vorweg einen Aperitif. D. h., die Italiener genießen den Abend in der Familie, bei Freunden, um am Morgen gestärkt und gesättigt „auszuschlafen und nur mit einem „la merenda“ den Tagesablauf zu beginnen. La merenda ist ein kleiner Snack, der im Grunde nachmittags zum Kaffee eingenommen wird, doch das italienische Frühstück (La colazione) beinhaltet nicht viel mehr. Auf dem Weg zur Arbeit gönnt sich der Italiener, neben einem Blick in die Zeitung, einen Kaffee „to go“, ein kleines Gebäck und vielleicht noch drei kleine Worte mit der Nachbarin.
  • Für einen Deutschen mag das hektisch wirken, doch für Italiener gibt es nichts Normaleres. Nach der ersten Arbeitsrunde, etwa gegen 10.00 Uhr genießt der Italiener mit Kollegen sein zweites, diesmal ausgedehnteres Frühstück, mit Cappuccino oder Milchkaffee. Dazu gibt es Hörnchen, Brötchen, Ciabatta, mit Tomaten, Mozzarella, Salami oder Schinken. Vor allem das warme Ciabatta mit Oliven, Pinienhonig, gebratenen Auberginen oder Tomaten ist zum 10.00-Uhr-Frühstück beliebt.
  • Je nach familiären Rhythmus kann das Mittag-, doch meistens eher das Abendessen sehr opulent werden und bis 1 ½ Stunden dauern. Als Getränk werden Wein und Wasser serviert. Selbst Kinder erhalten wenige Weinspritzer in ihre Wassergläser. Aus diesem Grunde gehört zu jeder Tages-Haupt-Mahlzeit etwas Weißbrot.

Italiener achten auf bestimmte Umgangsformen

  • Wenn Sie italienisch mit dem Wort „Ciao“ begrüßen, könnte das ein Fehler sein, denn das „Ciao“, heißt Hallo oder Tschüss und wird nur angewandt, wenn es sich um wirklich gute Bekannte handelt. Zur offiziellen Begrüßung sollten Sie eher „Buon giorno“, also „Guten Tag“ sagen.
  • Italiener legen Wert auf ihre Titel. Achten Sie also darauf, dass Sie Akademiker mit den entsprechenden Titeln und Namen begrüßen, z. B. „Buon giorno Dottore ..(und dann den Namen)“ oder „Buon giorno Professore …(Namen)“. Zu privaten Einladungen sollten Sie der Hausfrau in jedem Fall Blumen mitbringen - aber auf keinen Fall Chrysanthemen. Für die Italiener sind Chrysanthemen Trauerblumen.
  • Achten Sie auf einige wichtige Tabus: Italiener unter sich dürfen lautstark gegeneinander anreden - aber Menschen anderer Nationen sollten das gegenüber Italienern eher unterlassen, denn in dem Fall unterstellen diese „Unhöflichkeit“. Rechnen Sie als Gruppe in einem Lokal niemals vor dem Kellner getrennt ab, denn Sie würden als „Kleinkrämer“ angesehen werden. Bezahlen Sie die Rechnung in einer Summe - und verrechnen Sie später untereinander. Trinkgeld wird nicht unbedingt erwartet - oft ist es in den Rechnungen bereits enthalten.
  • Übrigens: Wenn Sie mit einem Hund in Italien wohnen, wundern Sie sich nicht, dass die Polizei - selbst bei Ihren Nachbarn - sich erkundigt, ob Sie das Tier gut halten, pflegen und oft genug ausführen. Diese Tierliebe wird in Italien groß geschrieben und die Tierhaltung entsprechend überwacht. Es ist auch verboten, Hunden das Fell zu färben! Noch etwas: Verzichten Sie auf heftige Küsse im Auto - das könnte Sie 500,- € kosten!
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