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Ich bin Millionär geworden – was nun?

Auch wenn die rechnerische Wahrscheinlichkeit nicht sehr hoch ist, so passiert es doch oft mehrmals wöchentlich: Jemand kann sagen „Ich bin Millionär geworden“. Wer unverhofft in der Lotterie das große Los zieht, hat die Chance, sein Leben neu zu gestalten, was aber auch nach hinten losgehen kann. Denn schneller, als man denkt, bringt der Reichtum kein Glück, sondern genau das Gegenteil. Doch das Leben kann sich durch richtiges Vorgehen in einer solchen Situation wirklich enorm verbessern.

Wer Millionär wird, sollte gut nachdenken.
Wer Millionär wird, sollte gut nachdenken.

Was Sie benötigen:

  • genügend Zeit, um nachzudenken
  • gute Beratung
  • Ruhe

Grundüberlegungen, wenn Sie sagen „Ich bin Millionär geworden!“

Wer sich im Laufe des Lebens Reichtum erarbeitet, kommt nicht über Nacht zu Millionen und hat dadurch die Möglichkeit, sich stückweise daran zu gewöhnen. Wenn Sie den Lottoschein kontrollieren oder unverhofft erben und laut ausrufen können: „Ich bin Millionär geworden!“, besteht allerdings die Gefahr von falschen, meist übereilten Reaktionen, die Ihr Leben im Endeffekt verschlechtern könnten. Besonnenheit hilft, das zu verhindern.

  • Es ist normal, wenn ein plötzlicher, riesiger Geldsegen Sie in einen Zustand der Euphorie verfallen lässt. Leben Sie diesen dann erst einmal ruhig ein wenig aus. Köpfen Sie die eine oder andere Flasche Sekt und freuen Sie sich mit Ihren Angehörigen oder auch alleine. Wichtig ist, dass Sie jetzt Überreaktionen vermeiden. Ihnen bietet sich die große Chance, Ihr Leben neu zu gestalten. Doch wie das aussehen kann und sollte und ob Sie in der Tiefe Ihres Herzens überhaupt grundlegende Änderungen anstreben, sollten Sie reiflich überlegen. Rufen Sie daher nicht gleich die halbe Welt an, um Ihr Glück mitzuteilen, dazu ist immer noch Zeit.
  • Prüfen Sie, wie viel Geld genau auf Ihr Konto kommen wird, am besten, bevor Sie teure Bestellungen machen oder riesige Anschaffungen planen, die gegebenenfalls mehr kosten als das, was Ihnen zur Verfügung steht.
  • Leben Sie Ihr „normales“ Leben - zumindest für ein paar Wochen - einfach weiter, bis sich die Euphorie etwas gelegt hat. Lassen Sie sich genug Zeit mit Entscheidungen. Es ist nicht sinnvoll, fristlos zu kündigen, weil „man ja ausgesorgt hat“ und dem Chef als Begründung sagen kann: „Ich bin Millionär geworden!" Wer von einem feststehenden Betrag ohne Arbeit lebt und keine Anlagestrategie hat, zehrt von einem Haufen, der schnell zusammenschmilzt. Wenn dann noch teuere Anschaffungen dazu kommen, besteht die Gefahr, schnell vor dem Nichts zu stehen.
  • Setzen Sie sich mit Vertrauenspersonen zusammen. Das ist meist der Partner, kann aber auch ein Anlageberater oder ein darauf spezialisierter Mitarbeiter einer Lottogesellschaft sein. Notieren Sie alle Verwendungsmöglichkeiten für das Geld. Hilfreich ist, wenn Sie sich in Stichworten notieren, wie Sie sich Ihr Leben in Zukunft vorstellen bzw. was Ihnen dabei am wichtigsten wäre. Solche Stichworte könnten: „Sicherheit“, „Hausbau“, „Selbstständigkeit“ etc. sein. Daraus ergibt sich alles Weitere.
  • Gut ist, wenn Sie eine langfristige Anlagestrategie festlegen oder festlegen lassen. Sie sollten aber einen bestimmten Betrag dazu verwenden, sich ein paar Wünsche zu erfüllen  wie beispielsweise ein neues, tolles Auto, einen oder mehrere Traumurlaube, ein Ferienhäuschen usw. - damit Sie etwas „Handfestes“ von Ihrem neuen Reichtum haben. Das wird enorm zu Ihrer Zufriedenheit beitragen, denn das macht für Sie eine positive Änderung in Ihrem Leben durch den Reichtum sichtbar.

Besser im Stillen genießen

  • Wenn Sie nicht jedem gleich erzählen, dass Sie Millionär geworden sind, verhindern Sie Neid und Missgunst. Es ist daher besser, im „Stillen zu genießen“ und auch der Umgebung die Chance zu geben, sich langsam an Sie als etwas wohlhabendere Person zu gewöhnen. Denn besonders, wenn Sie teuere Anschaffung tätigen, wird das Ihrem Umfeld nur selten verborgen bleiben.
  • Sollte in Ihnen der Gedanke aufkommen, so viel Glück nicht „verdient“ zu haben und Sie daher mit einem „Pferdefuß“ rechnen, der Sie „kalt erwischt“, tun Sie etwas dagegen. Eine Maßnahme könnte sein, einen Betrag Ihrer Wahl einer karitativen Einrichtung zu spenden. Das ist nie verkehrt und vertreibt Gedanken dieser Art.
  • Denken Sie auch an Familienangehörige oder Freunde, besonders solche, die Sie immer unterstützt haben. Wenn diese Bescheid wissen, freuen sie sich sicher über ein kleines bis mittelgroßes Geschenk, denn geteilte Freude ist doppelte Freude.
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