Was Sie benötigen:
  • Breiter, flacher Pinsel
  • Acrylfarbe
  • Schleifpapier (optional)
  • 2 Böcke oder 2 Stühle

Sie haben beschlossen, eine Zimmerwand mit Holzpaneelen zu verkleiden. Da Ihnen das rohe Holz aber zu rustikal wirkt, haben Sie beschlossen, sie farblich an Ihre Einrichtung anzupassen. Sie könnten die Holzpaneele lasieren, dann wäre der Farbauftrag nicht deckend und die Maserung des Holzes würde sichtbar bleiben. Ihnen schwebt aber eine seidenmatt glänzende Oberfläche vor, also müssen Sie streichen.

So bereiten Sie die Holzpaneele vor

  • Sind die Paneele beim Streichen bereits an der Wand montiert, hat das den Nachteil, dass Sie möglicherweise nach einigen Monaten nochmals nachstreichen müssen. Das liegt daran, dass Holz arbeitet. Bei feuchter Luft dehnt es sich aus, bei trockener Heizungsluft zieht es sich zusammen. Bestehen Ihre Holzpaneele aus sogenannten Nut- und Federbrettern, werden diese an den Längskanten ineinandergeschoben. Zieht das Holz sich dann zusammen, könnte es passieren, dass an denjenigen Stellen, an denen die Bretter zusammengefügt wurden, das rohe Holz wieder sichtbar wird. Sollte das passieren, müssen Sie die Übergänge der Holzpaneele nachstreichen.
  • Obwohl es mühsamer und zeitaufwendiger ist, sollten Sie die Paneele deshalb möglichst vor der Montage streichen.
  • Normalerweise sind Holzpaneele fertig geschliffen und Sie können sofort mit dem Streichen anfangen. Legen Sie sich trotzdem ein wenig Schleifpapier bereit, denn möglicherweise finden Sie auf den Brettern noch die eine oder andere raue Fläche. Sollte dies der Fall sein, sollten Sie keinesfalls anfangen, das Brett zu streichen, und erst dann eine raue Stelle abschleifen, denn der Schleifstaub könnte auf der nassen Farbe haften bleiben. Untersuchen Sie deshalb jedes Brett, bevor Sie mit dem Streichen beginnen, und schleifen Sie die unsauberen Flächen sofort glatt. Bitte vergessen Sie nicht, den Schleifstaub vor dem Streichen sorgfältig zu entfernen.

Gleichmäßiges Streichen ist wichtig

  1. Sind die Holzpaneele noch nicht montiert, sollten Sie sie zum Streichen waagerecht legen. Benutzen Sie dazu zwei Böcke oder Stühle. So schaffen Sie eine komfortablere Arbeitshöhe, als wenn Sie die Paneele auf dem Boden streichen.
  2. Dann können Sie mit dem Streichen beginnen. Nehmen Sie etwas Farbe mit dem Pinsel auf und führen Sie ihn in möglichst langen und gleichmäßigen Bahnen über das Holz. Achten Sie darauf, dass der Farbauftrag nicht zu dick wird; das Holz sollte aber auch nicht mehr hindurchscheinen.
  3. Sobald Farbe an den Kanten herabläuft, verstreichen Sie sie sofort, damit sich keine Nasen bilden. Besonders wichtig ist es, dass die Nuten (das sind die Rillen, in die beim Montieren das nebenliegende Brett geschoben werden) nicht mit einer dicken Farbschicht zugeschmiert werden. Das Gleiche gilt für die sogenannte "Feder", denn diese muss in die Nut des nebenliegenden Brettes hineinpassen. Wird der Farbauftrag dort zu dick, oder sammelt sich sogar eine kleine Farbpfütze darauf an und trocknet, werden Sie später beim Zusammenbauen Schwierigkeiten haben, die Bretter vollständig ineinanderzuschieben.
  4. Lassen Sie die Holzpaneele nach dem Streichen gut trocknen, und montieren Sie sie erst dann.