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Heizbedarf berechnen - so funktioniert's

Der Begriff Heizbedarf umschreibt eine physikalische Größe, die darstellt, welche thermische Energie für die Wärme notwendig ist. Bei einem Hausbau beispielsweise ist interessant festzustellen, wie der Heizbedarf während eines Jahres berechnet wird und wie viel Energie notwendig ist. Da der Heizbedarf eine physikalische Größe ist, wird deren Einheit Energie auch mit dem physikalischen Zeichen SI angegeben. Lesen Sie hier, wie sich der Heizbedarf berechnen lässt.

Mit den passenden Formeln lässt sich der Heizbedarf gut berechnen.
Mit den passenden Formeln lässt sich der Heizbedarf gut berechnen.

Ermittlung des Heizbedarfs - das müssen Sie wissen

  • Die thermische Energie, welche zum Heizen benötigt wird, nennt man Heizbedarf. Diese Wärmemenge, die normalerweise in Joule oder auch Megajoule angegeben wird, wird auch heute oftmals noch immer nach der veralteten Größe in Kilowatt angegeben. Nach der Bezeichnung Kilowatt folgt dann noch die Bezeichnung für die Zeit. Auf den Zählern wird immer noch als Zeiteinheit die Stunde angegeben. Wer den Heizbedarf bei einem Neubau für ein ganzes Jahr berechnen muss, wählt die Bezeichnung kW/a.
  • Die physikalische Größe im Einheitensystem trägt die Bezeichnung SI, während ihre Einheit in Joule gemessen wird. Die Formel für diese Berechnung lautet: J=kg x m²/s² und bedeutet: 1 Joule entspricht einem Kilogramm mal Meter Quadrat geteilt durch Sekunde im Quadrat. Dies entspricht der Berechnungsformel Watt mal Sekunde (W*s).
  • Die wirtschaftliche Berechnung von Heizkosten sieht ein wenig anders aus. Hier wird die Heizmittelmenge berechnet. Sie lautet: Heizwert x Heizmittelmenge. Hierbei wird der Heizwert in Joule, bzw. Kilowattstunde durch Kubikmeter oder Kilogramm angegeben, während die Heizmittelmenge je nach Material in Gewicht oder Volumen angegeben wird.

Den Bedarf berechnen - so klappt's

  • Der Heizenergiebedarf beschreibt die Menge an Energie, welche notwendig ist, um ein Gebäude richtig zu heizen. Sie ist auch noch in der Energienorm 832 verankert. Auf die Größe des Hauses ist der spezifische Heizenergiebedarf noch von der Zeit abhängig, hier aber erst in der dritten Potenz. Demnach ist der Heizenergiebedarf die spezifische Größe, die für ein Gebäude hinsichtlich Form, Standort und auch Nutzung bestimmt ist und als flächenbezogener Bedarf bezeichnet wird. Dabei ist jedoch nicht die Wohnfläche, sondern die Nutzfläche maßgebend, wenn man den Heizbedarf berechnen will.
  • Dabei ermittelt man, wenn man den Heizbedarf berechnen will, nach der Energienorm 832 die gesamte Summe der Wärmemengen, die durch die Wärmeleitungen fließen. Diese werden mit dem physikalischen Buchstaben Q angegeben. Die Berechnung lautet: Qh=(QT+QV)-n x (Qi+Qs), wobei die Formel ausgeschrieben bedeutet, dass QT für den Wärmeverlust durch die Leitungen und Wege steht, QV der Wärmeverlust durch die Lüftung bedeutet, Qi für die interne Wärmegewinnung durch elektrische Geräte oder auch Körperwärme steht, Qs die solare Wärmegewinnung durch die Solarkörper ist, und n für den Nutzungsgrad der Wärmegewinne steht.
  • Der Heizbedarf ist also nach den Formeln die berechnete Menge an Energie, welche dem Haus zugeführt werden muss, um eine gewünschte durchschnittliche Temperatur zu gewährleisten. Hierbei muss man noch die Wärmedämmungen eines Gebäudes nach der Ökonorm berücksichtigen, wobei durch die verschiedenen Energieeinsparverordnungen jedes Jahr mögliche Verbesserungen durchgeführt werden und in der Bauplanung umgesetzt werden. Durch die eventuellen Bauarten "Niedrigenergiehaus" und auch "Passivhaus" wird immer weniger Energie benötigt - Tatsachen, die Sie ebenfalls berücksichtigen müssen, wenn Sie den Heizbedarf berechnen.
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