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Brennwert bei Kohle - Beachtenswertes

Der Begriff "Brennwert" existiert nach dem subjektiven Eindruck noch nicht lange. Er wurde aktuell mit dem Bestreben, den Energiegehalt von Brennstoffen besser auszunutzen. Neben dem Brennwert gibt es noch die Angabe als Heizwert, der aufgrund anderer Berechnungsgrundlagen ca. 10 % unter dem Brennwert liegt. Alle diese Parameter gelten nicht nur für Öl oder Gas, sondern auch für Kohle.

Kohletagebau hinterlässt leider eine Kulturwüste.
Kohletagebau hinterlässt leider eine Kulturwüste. © W._Broemme / Pixelio

Der Brennwert ist eine physikalische Größe

  • Ein Energieträger wie die Kohle ist unter ganz unterschiedlichen Bedingungen entstanden. Je nachdem wie die örtlichen Umstände ausgesehen haben, kann eine Kohle mit derselben Bezeichnung (Steinkohle bzw. Braunkohle) ziemlich unterschiedliche Eigenschaften haben.
  • Die Faktoren, die für die Qualität der Kohle verantwortlich sind, müssen im Alter der Lagerstätte gesucht werden, in den Temperaturen, die dort geherrscht haben, der Dauer ihrer Einwirkung und den vorherrschenden Drücken in der Lagerstätte.
  • Der Brennwert von Kohle wird mit einer komplizierten Formel berechnet. Sie berücksichtigt unter anderem die Dichte und den Wassergehalt des Mediums. Für den Verbraucher ist es wichtig, dass der Brennwert auf der Verpackung bzw. der Rechnung ausgewiesen wird. Je höher der Brennwert ist, desto höher ist die Wärmeausbeute.

Eine Kohle beurteilen Sie so

  • Zunächst ist zu unterscheiden, ob es sich um Steinkohle handelt oder um Braunkohle. Beide Kohlearten werden zu Briketts verarbeitet. Der gravierende Unterschied zwischen beiden ist am Brennwert abzulesen. Da Braunkohle weniger dicht ist und auch jünger, liegt ihr Brennwert deutlich unter dem von Steinkohle.
  • Der Brennwert von Heizmaterial wird von seinem Gehalt an Kohlenstoff bestimmt. Dabei liegt Holz bei einem Gehalt von 50 %, Torf bei 60 %, Braunkohle bei 70 %, Steinkohle bei 80 % und Anthrazit bringt es auf 90 %. Daraus folgt, dass der Brennwert von Braunkohle etwa 9 MJ/kg (Megajoule pro kg) beträgt, der von Steinkohle aber etwa 30MJ/kg, oder mehr.
  • Alle Angaben zum Berechnen von Energie erfolgen nicht mehr in den traditionellen Maßeinheiten, sondern in "Joule", können aber zum besseren  Verständnis in KWh umgerechnet werden. Als Faustformel kann gelten: 1 KWh = 3 600000J (3,6 MJ). Treffen Sie einmal auf die Angabe in SKE (Steinkohleeinheit), bedeutet das in KWh 8140 für 1 Tonne SKE.
  • 1kg Braunkohlenbriketts hat einen vergleichbaren Energiegehalt wie 0,58m3 Erdgas, 0,6l Heizöl, 0,9l Flüssiggas oder 6 KWh Strom. Möchten Sie mehr über den Gehalt an Schadstoffen erfahren, müssen Sie sich an den Händler wenden.
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