Hedonistisches Kalkül – Entstehung des Begriffes

Der Begriff hedonistisches Kalkül wurde von dem englischen Philosophen Jeremy Bentham geprägt, der im 19. Jahrhundert gelebt hat.

  • Er gehörte zur Schule der Utilitaristen – das waren die Philosophen, die die Auffassung vertraten, dass jeder Mensch so handeln solle, dass das Glück aller am größten würde.
  • Jeremy Bentham hat nun im Rahmen dieser Denkschule sein hedonistisches Kalkül entwickelt, mit dem Ziel, Handlungen daraufhin zu bewerten, ob sie Befriedigungen erhöhen und unangenehme Zustände wie Schmerzen verringern und deshalb als wünschenswert und nützlich anzusehen sind.

Aspekte beim Begriff hedonistisches Kalkül

  • Bentham war der Meinung, dass man das Ausmaß an Befriedigung durch eine Handlung an den Faktoren der Dauer, der Intensität, der Zeitnähe und der Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts messen könnte. Je größer diese Werte, desto befriedigender sei das Erlebnis und desto nützlicher die Handlung, die dazu geführt hat.
  • Zusätzlich bewertete Bentham eine Handlung auch danach, ob sie nicht nur einmal eine Befriedigung erzeugt, sondern diese Befriedigung weitere nach sich zieht – so eine Handlung bewertete er als fruchtbar.
  • Zudem darf eine Handlung möglichst keinen Schmerz verursachen, um als ethisch wertvoll und rein angesehen zu werden.
  • Außerdem sah er es auch als wichtig an, wie viele Menschen diese Befriedigung erleben würden.

Hedonistisches Kalkül in der Anwendung

  • Bentham glaubte nun berechnen zu können, wie nützlich oder wertvoll bestimmte Handlungen für die Gesellschaft sind, indem er die ursprünglichen und daraus folgenden Befriedigungen für die betroffenen Individuen addierte und eventuell dabei entstandene Schmerzen abzog.
  • Diese Berechnung sollte dann genau aufzeigen, welche Handlungen für die Gesamtheit nützlich sind und welche nicht. Seine Idee war, sein hedonistisches Kalkül und dessen Berechnungen bei der Gesetzgebung zugrunde zu legen.