Bewährte Hausmittel bei trockenem Husten

Die symptomatische Behandlung von Reizhusten ist eine Domäne pflanzlicher Hausmittel, die insgesamt gut verträglich sind und nur selten Nebenwirkungen oder Kontraindikationen haben. Grundsätzlich können pflanzliche Arzneimittel bei Husten oral, gelegentlich auch äußerlich angewendet werden.

  • Zur Verminderung des Hustenreizes besorgen Sie sich am besten Präparate, die mit ihren Pflanzenextrakten die Schleimhaut in Mund und Rachen einhüllen. Dazu gehören Extrakte aus Huflattichblättern, Wollblumen, Eibischwurzel, Malvenblättern und -blüten, Spitzwegerichkraut und Isländisch Moos.
  • Sie können bei den bewährten Hausmitteln auf Tees, Sirup, Hustensaft, Tropfen und Pastillen zurückgreifen, die rezeptfrei in Apotheken und auch Drogeriemärkten erhältlich sind. Halten Sie auch nach Kombinationspräparaten Ausschau.
  • Auch mit dem Lutschen von Bonbons und Pastillen, die ätherische Öle enthalten wie Anis-, Eukalyptus-, Fenchel-, Pfefferminz- oder Thymianöl können Sie gegen den trockenen Husten vorgehen, da die Pflanzenextrakte Speichelfluss und Schluckreflex stimulieren, wodurch die hustenauslösende Irritation der Rachenschleimhaut reduziert wird.
  • Behalten Sie die Bonbons und Pastillen möglichst lange im Mund, um die Wirksamkeit zu verbessern. Am besten stecken Sie sich die Bonbons in die Backentasche und lassen Sie langsam zergehen.
  • Wenn Sie zusätzlich Pflanzenextrakte äußerlich anwenden wollen, dann versuchen Sie Inhalationen, Brustsalben und eventuell auch ein Erkältungsbad.
  • Für Inhalationen eignen sich Kamillenblüten. Überbrühen Sie dazu zwei gehäufte Esslöffel getrocknete Blüten mit einem Viertel Liter kochendem Wasser. Unter einem Handtuch können Sie dann mehrfach täglich die ätherischen Dämpfe einatmen.
  • Statt der Blüten können Sie auch Kamillenöl, Latschenkieferöl, Eukalyptusöl oder Kampher zur Inhalation verwenden. Halten Sie sich bei der Dosierung strikt an die Herstellerempfehlungen, die Öle sind hoch konzentriert und können bei Überdosierung Haut- und Schleimhautreizungen verursachen.
  • Sie können sich auch Brustsalben besorgen, die Pfefferminz-, Fichtennadel- oder Kiefernadelöl enthalten. Tragen Sie die Salben nicht nur über dem Brustbein auf, sondern auch zwischen den Schulterblättern.

Ärztliche Untersuchung bei Reizhusten über acht Wochen

  • Wenn Sie Ihre Hustenattacken trotz bewährter Hausmittel innerhalb von acht Wochen nicht los werden, spricht man bereits von einem chronischen Husten. Ein chronischer Husten sollte immer ärztlich abgeklärt werden, da er auch Symptom einer ernsthafteren Erkrankung sein kann.
  • Das gleiche gilt auch, wenn sich zu Ihren Hustenattacken Alarmsymptome hinzugesellen: Bluthusten, hohes Fieber oder Atemnot.
  • Experimentieren Sie dann nicht mehr mit Hausmitteln herum, sondern konsultieren Ihren Hausarzt, damit abgeklärt werden kann, was dahinter steckt.
  • Hinter einem chronischen Husten muss sich nicht zwangsläufig ein Lungentumor verstecken. Er kann auch das einzige Symptom einer beginnenden Asthmaerkrankung sein, einer Allergie oder aber auch einer Medikamentenunverträglichkeit.

Einen Reizhusten im Rahmen eines banalen Infekts können Sie gut mit pflanzlichen Hausmitteln lindern. Sie sind sehr gut verträglich und so gut wie nebenwirkungsfrei. Bei Husten, der länger als acht Wochen anhält, ist jedoch eine ärztliche Untersuchung erforderlich.

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