Hasen und Kaninchen sind verschiedene Tiere

Die meisten falschen Vorstellungen über Hasen beruhen auf der Tatsache, dass diese meistens mit Kaninchen verwechselt werden. Die Tiere sehen sich ähnlich, aber es gibt keine Verwandtschaft.

  • Wildkaninchen haben im Vergleich zum Hasen kurze Ohren, die Ohren des Hasen sind länger als der Kopf. Auch ist der Hase größer und schlanker als das Kaninchen.
  • Wenn Sie ein Rudel Hasen sehen, dann sehen Sie mit Sicherheit Kaninchen und keine Hasen, denn Hasen sind Einzelgänger.
  • Kaninchen sprinten, wenn Sie Angst haben, schnell in den Bau - Hasen kennen keinen Bau, sie versuchen, durch einen langen und weiten Lauf dem Feind zu entkommen.
  • Hasen haben auch im Winter keinen Bau, sie leben ausschließlich oberirdisch. Tagsüber verbergen Sie sich in Mulden, nachts gehen sie auf Futtersuche.
  • Hasen haben nur einmal im Jahr 1-2 Junge, die behaart und mit offenen Augen geboren werden. Diese liegen verborgen in einer Mulde, die Mutter kommt einmal am Tag zum Säugen. Wenn Sie im Frühjahr ein kleines verwaistes Häschen in einer Feldmulde finden, sollten Sie es nicht "retten", denn das Häschen ist vermutlich weder verwaist noch muss es gerettet werden. Es ist in der Natur besser aufgehoben als bei Ihnen im Haus. Kaninchen werfen bis zu 6-mal im Jahr Junge, die nackt, blind und taub zur Welt kommen.
  • Kaninchen und Hasen können sich nicht paaren, es gibt als auch keine Mischformen. Hasen haben 48 Chromosomen, Kaninchen nur 44.
  • Stallhasen sind keine Hasen, sondern Kaninchen. Die Vorstellung, dass Hasen sich im Winter in Höhlen zusammenkuscheln und gegenseitig wärmen, ist genauso falsch, wie die, dass die Tiere Winterschlaf halten.

So lebt der Lepus im Winter

  • Hasen bekommen, wie die meisten Tiere kurz vor dem Winter, ein dichtes Fell. Die in Deutschland lebenden Feldhasen (Lepus europaeus) haben auch im Winter ein braunes Fell. Schneehasen (Lepus timidus), die in fast allen kalten Regionen der Erde leben, auch in den Alpen, haben im Winter ein weißes Fell.
  • Hasen leben im Winter kaum anders als zu anderen Jahreszeiten, Sie liegen tagsüber verborgen in kleinen Mulden, wenn es schneit, lassen sie sich einfach einschneien.
  • Nachts gehen die Hasen auch im Winter auf Futtersuche. Sie legen sich keine Vorräte für den Winter an wie zum Beispiel Eichhörnchen oder Hamster. Im Winter fressen die Hasen, was es an Pflanzenkost so gibt, meistens Zweige und Rinde. Oft finden Sie aber auch im Winter Gräser.

Für das Überleben im Winter ist für den Hasen vor allen Dingen wichtig, dass er Energie sparen kann. Werden Hasen im Winter von Hunden oder Menschen aufgescheucht, dann fliehen Sie. Diese Flucht kostet die Tiere Körperwärme und Kraft. So kann jede Störung des Hasen im Winter sein Todesurteil sein. Denken Sie daran, wenn Sie, besonders mit einem Hund, im Winter über Felder wandern.