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Halteverbotsschilder - so beantragen Sie beim Umzug eine Ladezone

Jeder Umzug bedeutet neben der Vorfreude aufs neue Heim auf jeden Fall eines ganz sicher: Stress. Und der ist noch lange nicht überstanden, nur weil man die Wohnung ausgeräumt und durchgewischt hat. Einer der nervigsten Punkte an jedem Umzug ist die Suche nach einem geeigneten Parkplatz fürs Auf- und Abladen der Möbel. Ein kleines bisschen Umzugsstress kann man sich dabei jedoch im Vorraus ersparen - wenn man rechtzeitig eine vorübergehende Ladezone beantragt und für Halteverbotsschilder sorgt. Wie Sie das am besten machen, erfahren Sie hier.

Wer eine Ladezone für den Umzug beantragt, muss sich selbst um Halteverbotsschilder kümmern.
Wer eine Ladezone für den Umzug beantragt, muss sich selbst um Halteverbotsschilder kümmern.

Halteverbotsschilder für den Umzug

  • Zunächst müssen Sie sich entscheiden, ob Sie selbst für die vorübergehende Ladezone sorgen und sich so  noch einmal zusätzlichem Stress aussetzen wollen, oder ein Unternehmen mit der Beantragung beauftragen, Stress vermeiden, dafür aber die Firma bezahlen müssen. Handwerksfirmen wie auch Umzugshelfer bieten verschiedene Service-Pakete für die vorübergehende Ladezone an. So können Sie bei Umzüge Hofmann beispielsweise für 40 Euro zuzüglich Kaution nur die Schilder mieten oder für einen Preis von 115 Euro zuzüglich Kaution ein Full Service-Paket anfordern. Das Full Service-Paket beinhaltet in diesem Fall nicht nur das Aufstellen und Abtransportieren der Schilder sondern auch die Beantragung selbst und alles Formale, das mit dem Antrag zusammenhängt.
  • Grunsätzlich lohnt sich das Full Service-Paket der Firmen meist. Wenn Sie als Privatperson eine vorübergehende Ladezone beantragen wollen, müssen Sie sich nämlich erst einmal mit den Behörden auseinandersetzen. Im Straßenverkehrsamt Ihrer Gemeinde kann der Antrag gestellt werden - alles, was Sie dafür brauchen, finden Sie auf den Websites der jeweiligen Gemeinde oder im Amt selbst. Da der Antrag etwa 20 Euro kostet und auch hier die Halteverbotsschilder geliehen werden müssen, ist die Beauftragung einer Firma am Ende nicht viel teurer, obwohl sie einem doch so viel Stress erspart. Zu diesem Stress zählt unter anderem auch das Aufstellen der Schilder mindestens 7 Stunden vor Umzugsbeginn, in manchen Bundesländern sogar 92.
  • Wenn Sie sich trotz allem dazu entschließen, sich selbst um das Halteverbot zu kümmern, sollten Sie einige grundlegende Dinge zum Antrag beachten. Generell ist der Antrag formlos zu stellen, trotzdem sollten Sie sich merken, immer Ihren Namen und Ihre alte und neue Adresse anzugeben. Wichtig ist zudem, dass sowohl die räumliche als auch die zeitliche Ausdehnung der Ladezone klar definiert wird und Sie die Nummer des Kfzs und dazu das zulässige Gesamtgewicht für die Ladezoneneinrichtung angeben. Vergessen Sie dabei nicht, dass der Antrag immer nur für eine bestimmte Adresse gültig ist - wenn Sie auch bei der neuen Adresse eine Ladezone wünschen, müssen Sie diese extra beim Verkehrsamt der neuen Gemeinde beantragen, was zusätzliche Kosten bedeutet.

Feste Parkverbotsschilder beantragen

  • Anders als bei der vorübergehenden Ladezone muss die feste Ladezone von einer Firma beantragt werden. Einer Privatperson bleibt die Genehmigung eines solchen Antrags grundsätzlich versagt. Jedes Unternehmen, das eine feste Ladezone beantragen will, muss zudem nachweisen, dass die Einrichtung der Ladezone unbedingt mit der wirtschaftlichen Lage und dem Erhalt des Unternehmens verknüpft ist. In anderen Worten muss die Firma des Antragsstellers von Produkten abhängig sein, die angeliefert werden oder Produkte herstellen, die regelmäßig ausgeliefert werden müssen.
  • Die feste Ladezone wird vom Antragssteller in einem formlosen Ansuchen an die Magistratsabteilung 46 beantragt. Auch hier sollten Sie nicht vergessen, die oben genannten Daten wie Ausdehnung und zulässiges Gesamtgewicht anzugeben, weil jene Daten am Ende auf den Halteverbotsschildern vermerkt werden. Die Kosten für Antrag und Schilderanbringung inklusive periodischer Überprüfung durch das Amt belaufen sich für den Antragsstellenden zwischen 500 und 700 Euro. Wird ein Halteverbotsschild beschädigt, so sind alle Folgekosten vom Antragssteller der Ladezone zu übernehmen.
  • Obwohl Sie als Antragsstellender alle Kosten tragen, muss Ihnen klar sein, dass alle Verkehrsteilnehmer am Ende die Ladezone nutzen dürfen - solange sie etwas zu verladen haben. Das Abschleppen von Autos aus der Ladezone ist ausschließlich dann erlaubt, wenn keine Ladetätigkeit statt findet oder die Ladetätigkeit aus irgendeinem Grund unterbrochen wurde.

So können Sie generell auch eine schon vorhandene feste Ladezone für den Umzug nutzen. Ist keine vorhanden, dann sollten Sie, egal wie viel es kostet, eine einrichten lassen - zwar kann ein Umzug wenn nötig auch ohne Ladezone erledigt werden, in Ballungszentren wie München oder Berlin wird es Sie dabei aber fast das doppelte an Zeit kosten, Ihre Möbel von A nach B zu transportieren. Und Zeit vergeuden - dazu ist das Leben nun wirklich zu kurz!

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