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Grasmilbenbisse behandeln - das sollten Sie beachten

Grasmilben gehören zur Gruppe der weltweit vorkommenden Laufmilben und werden hierzulande auch als Herbst-, Ernte- Heumilben oder Herbstläuse bezeichnet. Sie halten sich auf Feldern, in Gärten sowie Parks und Grünflächen auf, wo ihre Larven sich an Wiesenpflanzen, Büschen und Sträuchern sammeln und bei passender Gelegenheit nahezu jedes Lebewesen attackieren. Mit ihren Mundwerkzeugen verletzen sie unbemerkt die Haut ihrer Opfer und injizieren Enzyme in die Wunde, um Lymphflüssigkeit aufzunehmen. Wenn Sie erfahren wollen, welche unangenehmen Folgen Grasmilbenbisse haben und was man dagegen unternehmen kann, dann lesen Sie hier weiter.

Grasmilbenbisse können heftigen Juckreiz auslösen.
Grasmilbenbisse können heftigen Juckreiz auslösen.

Was Sie benötigen:

  • Alkoholumschläge
  • cortisonhaltige Hautsalbe
  • orales Antihistaminikum (Cetirizin, rezeptfrei)

Grasmilbenbisse sind unangenehm

Grasmilbenbisse erkennen Sie an kleinen geröteten, meist leicht geschwollenen Flecken auf der Haut überall dort, wo es feuchtwarm ist, wie an den Rändern eng anliegender Kleidungsstücke, z. B. Strümpfe, Gürtel bzw. Hosenbund und Unterwäsche.

  • Typisch ist der heftige Juckreiz im Bereich der Flecken, der 6 bis 36 Stunden nach den Bissen einsetzt und Sie wahrscheinlich um den Verstand bringen wird. Unbehandelt kann der Juckreiz über eine Woche anhalten und ist in den ersten 2 bis 3 Tagen am stärksten ausgeprägt.
  • Die Milbenlarven werden Sie kaum erkennen: Sie sind winzig klein (ca. 0,3 mm) und verweilen beim Menschen nur wenige Stunden auf der Haut. Noch bevor Sie Hautveränderungen und Juckreiz bemerken, sind die Larven wieder auf und davon.
  • Die Hautveränderungen durch Grasmilbenbisse können Sie lokal mit Alkoholumschlägen oder cortisonhaltigen Salben behandeln. Gegen den Juckreiz muss meist ein sog. Antihistaminikum eingenommen werden. Tabletten mit dem Wirkstoff Cetirizin gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Bitte unbedingt den Beipackzettel lesen, es kann müde und benommen machen und verträgt sich nicht mit Alkohol!
  • Eine spezielle Behandlung gegen die Milben und ihre Larven wie bei Flöhen und Läusen ist nicht erforderlich, da die Larven nicht lange auf der Haut verweilen, sondern nach wenigen Stunden wieder verschwunden sind.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Grasmilben

  • Halten Sie sich öfter in milbenverseuchten Gebieten auf (kann auch der eigene Garten sein), sollten Sie festes Schuhwerk und lange Hosen tragen und die Strümpfe über die Hosenbeine hochschlagen. Zusätzlich können Sie Repellentien (Präparate, die mit ihrem Geruch Insekten fernhalten) oder Insektizide wie das pflanzliche Pyrethrum auf Schuhe oder Kleidung auftragen.
  • Nach dem Aufenthalt im Freien Kleidung wechseln und intensiv duschen. Auch Haustiere wie Hunde und Katzen können von den Larven befallen werden, die sich bis zu 10 Tage im Fell tummeln. Ggf. ist Rücksprache mit dem Tierarzt erforderlich.
  • Grasmilben befallen ein Gebiet nicht gleichmäßig, sondern sammeln sich meist in relativ kleinen Arealen von ca. ½  Quadratmetern, die eine extrem hohe Milbendichte aufweisen können. Bevor Sie zu toxischen Substanzen greifen, sollten Sie mit kochendem Wasser versuchen, die Milben zu eliminieren.
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