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Führerschein beim Bund machen - nützliche Hinweise

Unter Umständen können Sie Ihren Führerschein beim Bund machen. Abhängig ist das von Ihrem Einsatz bei der Bundeswehr und von einer Verpflichtung zur längeren Dienstzeit. Bestimmte Voraussetzungen erlauben nach Beendigung des Dienstverhältnisses ein Umschreiben der Bundeswehr-Fahrerlaubnis in einen zivilen Führerschein.

Panzerfahrer - Führerschein ist im zivilen Bereich nicht verwendbar.
Panzerfahrer - Führerschein ist im zivilen Bereich nicht verwendbar.

Wer zum Bund geht, interessiert sich häufig auch dafür, dort den Führerschein zu machen. Doch so einfach ist das nicht. Die Bundeswehr muss sparen und bildet nur bei Bedarf aus. Bei Verpflichtung für einen längeren Dienst beim Bund stehen die Chancen am höchsten.

Rechtliche Situation zum Umschreiben von beim Bund gemachtem Führerschein 

Haben Sie eine Fahrerlaubnis über die Bundeswehrfahrschule zum Führen bestimmter Kraftfahrzeugen erhalten, erstreckt sich deren Berechtigung auf das Führen aller Fahrzeuge der jeweiligen Betriebsart und Fahrzeugklasse. 

  • Das bleibt auch zumindest für die Dauer des Dienstverhältnisses so, wenn Sie kein Dienstfahrzeug nutzen.
  • Endet Ihr Dienst, wird der Führerschein eingezogen.
  • Sie können von Ihrer Dienststelle jedoch eine Bescheinigung verlangen, aus der die Betriebsart und Kraftfahrzeugklasse hervorgeht.
  • Sie müssen sich damit an die zuständige Führerscheinstelle wenden, um eine allgemeine zivile Fahrerlaubnis erhalten zu können.
  • Ihren Antrag plus Bescheinigung müssen Sie binnen fünf Jahren nach Dienstbeendigung stellen. 

Umschreibung am Hauptwohnsitz

  • Stellen Sie Ihren Antrag am Hauptwohnsitz.
  • Zu den erforderlichen vorzulegenden Unterlagen zählen Personalausweis/Reisepass, Ihr Bundeswehrführerschein (Bescheinigung über die beim Bund erteilte Fahrerlaubnis) sowie ein biometrisches Lichtbild.
  • Einen bereits vorhandenen Zivilführerschein bringen Sie gleichfalls mit.
  • Rechnen Sie mit einer Bearbeitungsdauer von vier bis sechs Wochen.
  • Außerdem wird eine Gebühr (35 bis 45 Euro) für das Umschreiben erhoben. 

Wenn Sie beim Bund lediglich eine Dienstfahrerlaubnis erteilt bekommen, beispielsweise zum Führen von Panzer- und anderen Kettenfahrzeugen, gibt später im zivilen Bereich keine weitere Verwendungsmöglichkeit. Der Bundeswehr-Führerschein erlischt nach dem Ende des Dienstverhältnisses beziehungsweise wird eingezogen.

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