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Fotografieren beim Silvesterfeuerwerk - so gelingen schöne Bilder

Wenn zum Jahreswechsel die Raketen in den Himmel steigen, werden viele leidenschaftliche Hobbyfotografen wie auch Profis das Silvesterfeuerwerk fotografieren wollen. Die besten 7 Hinweise dafür werden hier verraten.

Das Silvesterfeuerwerk am Brandenburger Tor ist ein beliebtes Fotomotiv.
Das Silvesterfeuerwerk am Brandenburger Tor ist ein beliebtes Fotomotiv.

Es gibt beim Fotografieren eines Silvesterfeuerwerks keinen Paradeweg. Jeder hat eine andere Vorstellung davon, wie er sein Bild haben möchte. Natürlich hängt das Ergebnis auch von der verwendeten Kamera, dem Objektiv, den Licht- und Wetterverhältnissen und vielen weiteren Umständen ab. Mit der richtigen Vorbereitung und Herangehensweise jedoch lässt sich mit ziemlicher Sicherheit ein ansehnliches Ergebnis präsentieren.

So schießen Sie Fotos vom Silvesterfeuerwerk

  1. Hintergrund und Vorbereitung: Am besten sucht man sich sein Motiv schon vor dem Termin am Silvesterabend aus. Im Idealfall hat man sein Bild dann schon komponiert und die wichtigsten Einstellungen an der Kamera mittels einiger Probeaufnahmen festgelegt. Bewährt haben sich Abstände zum Feuerwerk von etwa 300 bis 500 Metern. Vielleicht ergibt es sich sogar, dass man markante Gebäude oder sehenswerte Architektur ins Bild einbringen kann. Schöne Effekte erzielt man auch mit Spiegelungen aller Art, auf Glasflächen, nassen Straßen oder Gewässern. Allerdings sollte beachtet werden, dass man am Silvesterabend selbst vielleicht nicht ganz allein ist und auch andere Fotografen oder Schaulustige die Sicht und die Arbeit behindern könnten.
  2. Die richtige Ausrüstung: Ohne ein vernünftiges Dreibeinstativ hat man wenig Chancen, ein gutes Bild eines Silvesterfeuerwerks zu machen, da mit langen Belichtungszeiten, niedrigen ISO-Zahlen und halb bis komplett geschlossener Blende gearbeitet werden soll. Nicht verkehrt ist auch eine Taschenlampe in der Fototasche. Je nach ausgewähltem Standpunkt steht nämlich mitunter nur spärlich oder gar keine Beleuchtung zur Verfügung. Es soll ja nicht daran scheitern, dass man sein Stativ bei Dunkelheit nicht aufgebaut bekommt, oder einen entscheidenden Knopf an der Kamera nicht findet. Die Verwendung eines Fernauslösers verhindert ein Verwackeln beim Auslösen und ermöglicht es dem Fotografen, die Belichtung manuell per Bulb-Funktion zeitlich zu steuern.
  3. Fremde Lichtquellen meiden: Lichtquellen in der nahen Umgebung wie Laternen oder vorbeifahrende Autos beeinträchtigen das Ergebnis schnell ins Negative. Aufgrund der nötigen langen Belichtungszeiten würden bei zu viel Fremdlicht unschöne Effekte entstehen. Diese Plätze gilt es zu meiden.
  4. Der ISO-Wert: Da es bei dunklen Nachthimmeln, verbunden mit hohen ISO-Zahlen und langen Belichtungszeiten, schnell zu störendem Bildrauschen kommt, gilt es, die ISO-Zahl möglichst niedrig zu halten, am besten bei 100 oder 200.
  5. Autofokus und Blitz abschalten: Mit Autofokus hat man keine Chance, ein gelungenes Feuerwerks-Foto zu schiessen, da die Kamera aufgrund der vielen sich bewegenden Lichtpunkte nicht wüsste, worauf sie fokussieren soll. Also Fokus auf manuell umschalten und eigenmächtig scharf stellen. Auch den Blitz sollte man abschalten, er ist für das Vorhaben Silvesterfeuerwerk nicht von Nutzen.
  6. Die Wahl der richtigen Blende: Bei der Wahl der richtigen Blende hat sich der Bereich um die goldene Mitte herum etabliert. Bei komplett offener Blende und niedrigen Blendenwerten wird man nur unscharfe Bilder bekommen. Bei geschlossener Blende und hohen Blendenzahlen steigen die Belichtungszeiten überproportional an. Am besten testet man bereits im Vorfeld mit Werten von f/8 bis f/11, um den Wert der nötigen Belichtungszeiten zu ermitteln. Ein lichtstarkes Objektiv wird auch bei f/16 oder sogar f/22 noch annehmbare Belichtungszeiten bieten.
  7. Lange Belichtungszeit wählen: Die Situation eines Silvesterfeuerwerks erfordert lange Belichtungszeiten, von einigen Sekunden bis zu etwa einer halben Minute und mehr. Diese hängen stark von der verwendeten Kamera und dem Objektiv ab. Je länger die Belichtungszeit, desto effektvollere Bilder können entstehen, man sammelt quasi mehrere Feuerwerksraketen auf einem Bild.
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